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Mo, 09:17 Uhr
18.04.2022
DIW-Studie

Kaufprämie für Elektroautos verändert Automobilmarkt

Noch immer werden in Deutschland Monat für Monat um ein Vielfaches mehr Pkw mit Verbrennungsmotor zugelassen als Elektroautos. Doch die Schere schließt sich sukzessive, wie eine aktuelle Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt...

Die Zahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw steigt, die der Verbrenner sinkt. Ein Grund dafür ist die Kaufprämie von bis zu 9 000 Euro für Elektro-Pkw, die größtenteils der Staat und zu einem kleineren Teil der jeweilige Automobilhersteller den KäuferInnen zahlt.

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Im Januar 2019 – also vor der ersten deutlichen Erhöhung der Prämie im November 2019 – war die Stromerquote unter den Neuzulassungen mit knapp zwei Prozent noch äußerst gering. Das entsprach gut 4 600 elektrisch betriebenen Pkw von 250 000 neu zugelassenen Automobilen in diesem Monat in Deutschland insgesamt. Im Herbst 2021 waren es monatlich bereits fast 30 000 neu zugelassene Elektroautos. Der Elektroanteil bei den Neuzulassungen lag zu diesem Zeitpunkt schon bei über einem Fünftel. Damit erreichte der Markt für neue Elektroautos die Größe des Markts für neue Diesel-Pkw.

In ihren Berechnungen konnten die Studienautoren Peter Haan, Adrián Santonja di Fonzo und Aleksandar Zaklan saisonale und konjunkturelle Effekte sowie die zunehmende Präferenz der KäuferInnen für umweltfreundliche Autos berücksichtigen und damit den Effekt der Kaufprämie isolieren. Dieser zeigt sich sowohl insgesamt als auch mit Blick auf einzelne Modelle und Preissegmente. Für ihre Analyse haben die Autoren 60 Elektroautomodelle und fast 290 Verbrennermodelle unter die Lupe genommen. Pkw mit Hybridantrieb waren nicht Teil der Analyse. Die Daten stammen vom Kraftfahrt-Bundesamt und vom ADAC.

Starthilfe Elektromobilität (Foto: DIW-Berlin) Starthilfe Elektromobilität (Foto: DIW-Berlin)


„Unsere Analyse zeigt, dass Kaufprämien für Elektro-Pkw Wirkung entfalten. Um die Ziele der schnelleren Marktdurchdringung zu erreichen, ist aber eine Vielzahl weiterer Maßnahmen nötig. Dazu zählen der Abbau umweltschädlicher Subventionen im Verkehrsbereich, strengere Flottengrenzwerte und eine längerfristig höhere CO2-Bepreisung“, sagt Aleksandar Zaklan, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin. Wie beispielsweise die langfristige Kosten-Nutzen-Rechnung der Kaufprämie ausfällt, müsse abgewartet werden, so die Studienautoren. Das hänge auch davon ab, ob die Prämie weitere Innovationen auslösen werde. Die Verteilungswirkungen der Förderung sowie mögliche Mitnahmeeffekte können zudem auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifiziert werden.

Unstrittig ist hingegen: Der bisherige Zuwachs bei der Zahl der Elektroautos bleibt weit hinter dem Tempo zurück, das zur Erreichung des im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgelegten Ziels von 15 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen im Jahr 2030 nötig wäre. Dafür braucht es rein rechnerisch Monat für Monat im Durchschnitt rund 130 000 neue Elektro-Pkw – im Jahr 2021 wurden im Durchschnitt aber nur etwa 30 000 pro Monat neu zugelassen. „Der Elektroautomarkt dürfte sich zwar in der Zukunft von sich aus dynamischer entwickeln, aber eine weitere Stärkung der klimapolitischen Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität ist nötig“, sagt Peter Haan, Leiter der Abteilung Staat im DIW Berlin.

Die Studienautoren sprechen sich für ein Maßnahmenbündel aus: Kurz- und mittelfristig müsse ein solches insbesondere für einen beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur sorgen. Zudem müssten umweltschädliche Subventionen im Verkehrsbereich abgeschafft werden. Längerfristig würde eine effektive CO2-Bepreisung von Kraftstoffen verlässliche Anreize zum Kauf von Elektroautos bieten. Außerdem muss es den Studienautoren zufolge auch darum gehen, den Kauf von Autos zumindest teilweise durch einen leistungsstarken und zuverlässigen ÖPNV obsolet zu machen. Das wäre sowohl aus sozial- als auch aus klimapolitischer Sicht sinnvoll. Wichtig sei bei alldem, dass flankierende Maßnahmen, beispielsweise ein Mobilitätsgeld mit Entlastungen vor allem für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen, zusätzliche Belastungen und negative Verteilungswirkungen ausgleichen. Darüber hinaus sollten das Steuer- und Abgabensystem im Verkehrsbereich stärker auf Umwelt- und Klimaschutz ausgerichtet und ambitioniertere CO2-Flottengrenzwerte verfolgt werden.
Autor: red

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Kommentare
henry12
18.04.2022, 10:17 Uhr
Die Kaufprämie für den E Müll
kommt nicht vom Staat, sondern von den Steuern derer, die sich den
ganzen Schwindel nie leisten können.
Und wieso gibt es nur KäuferInnen, ( Ironie ). Und das ganze mit der Erpressung durch die CO2 Steuer forcieren zu wollen . Schickt bitte mal den Adrian und den Aleksandar hier aufs Land. Durchschnittseinkommen, lange Wege, und dann EKutsche.
100 Punkte, ihr kleinen Schlingel.
Kama99
18.04.2022, 11:38 Uhr
Nächstes Jahr ...
gibt es nur noch 50% auf reine E-Autos und 0% für Plug in Hybride. Dann wird man sehen wie der Absatz noch "boomt".
grobschmied56
18.04.2022, 12:52 Uhr
Die Schädlichkeit von Subventionen...
... vermindert sich in keiner Weise, indem man sie in 'Kaufprämie' umbenennt. Obendrein werden hier Wohlhabende und Besserverdienende begünstigt, die sich solch teure Spielzeuge leisten können. Für die ärmere Hälfte der Bevölkerung, die inzwischen durch galoppierende Preiserhöhungen bei Energie und Lebensmitteln zusätzlich ausgeplündert wird, kommen solche Luxus-Karossen immer weniger in Betracht, ob mit oder ohne sogenannte 'Kaufprämie'.
Ein Feigenblatt für neureiche Grüne, die damit beweisen können, was für tolle 'Klimaretter' sie sind.
Psychoanalytiker
18.04.2022, 16:23 Uhr
Die Erde deht sich ... und dreht sich ...
... und ich bin zum ersten Mal zu 98 Prozent beim Grobschmied56, zumindest bei dessen Meinung bezüglich Subventionen, Kaufprämie, Begünstigung Wohlhabender und Besserverdienenden, ärmere Hälfte der Bevölkerung, galoppierenden Preiserhöhungen, Luxus-Karossen, neureichen Grünen und Klimarettern.

100 Prozent werden es, wenn in der Betrachtung noch die kleinen Kinderhände, die die Rohstoffe für die teuren Akkus ausbuddeln, mit dem eigenen "auf die Schulterklopfen ... ich bin ja sowas von umweltbewusst", der E-Autofahrer, in Übereinstimmung gebracht werden.
Waldemar Ceckorr
18.04.2022, 19:46 Uhr
...die kleinen Kinderhände, die die Rohstoffe für die teuren Akkus ausbuddeln...
das hat ja der grobie gemeint, er hat's halt vergessen niederzuschreiben.
kann ja mal passieren.

der waldi
Wyatt Earp
18.04.2022, 20:26 Uhr
Bei diesen Spezialoperativen Kräften
ala henry12, Kama, Grobdings , Waldi... hier im Kommentar, die ihre Russen-Abhängigkeit und Russen-Treue möglichst deutlich zementieren wollen, sind E- Autos natürlich Teufelswerk.

Man braucht kein Russen Öl für die unterirdischen Ladas, die17 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen, und Urals LKW mit 100 Litern/100Km, die die uns aufschwatzen möchten, damit sie ihre total kaputte russische Wirtschaft hochleben lassen. :)

Jedes Elektroauto ist besser, als Schwätzer es tot reden können.
Rob2000
19.04.2022, 07:11 Uhr
Also mich
reizt so ein e-auto in keinster Weise.
Zu teuer, zu wenig Reichweite. Strom wird ja auch nicht billiger.
Und das kommt noch dazu, die Reparaturkosten für so ne Bude...die sind ja gleich extrem höher. Da war doch mal ein Bericht hier zu lesen vom ADAC.
Mal zum drüber nachdenken wie solche kosten zu stemmen sind für eine normale Familie mit 2 oder 3 Kindern. Geld wächst ja nicht auf Bäumen sonst könnte man die Kinder pflücken schicken.
Die Anschaffung muss schon realisierbar sein...und die permanenten Nebenkosten erst recht. Und das ist für viele ein no go...weils nicht machbar ist!
Kobold2
19.04.2022, 08:06 Uhr
Mit der ständigen Wiederholung
Von Halbwahreiten wirds nicht besser....
Das der Steuerzahler schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts für das " Wohl" der Autoindustrie sorgt... geschenkt!
Das man seine Weisheiten mit der selben Akkutechnologie ins Netz tippt, die man hier so verteufelt.... geschenkt!
Einzig dem Grobi nehme ich ab, daß er noch auf Bleiplatten mit Schwefelsäure setzt. Das man längs schon an anderen Akkutechnologen arbeitet und diese auch schon z.T. einsetzt.... geschenkt!
Das die Kinderarbeit bei der Herstellung, der gern so günstig gekauften Klamotten und Schuhe ausgeblendet wird.... geschenkt.
Ja , die Erde dreht sich und die technische Entwicklung, wird durch solche Leute nicht aufgehalten.
Jahrelang hatten wir Stillstand. Technologien und Innovationen wurden aus Gewinnsucht verkauft, verschwanden in Schubladen, oder wurden durch solche Pessimisten kaputt geredet.
Das uns dabei andere Länder überholt haben... geschenkt.
Ihr könnt ja weiter von der Erinnerung an das Wirtschaftswunder von letzten Jahrhundert leben, nur bringt es euch nicht weiter.
Was euch bleibt, ist das tägliche Jammern über nicht nachvollziehbare schwankende Spritpreise.
Wenn das mal wegfällt, wird das geistige Loch noch größer.
Herr Taft
19.04.2022, 08:09 Uhr
Veränderung...
...im Fahrverhalten ist notwendig, wenn man mit einem Elektroauto lange Strecken zurücklegen will... sei es zur Nutzung der Rekuperation oder zur Planung der Nachladestopps. Veränderungen sind aber etwas, womit einige Zeitgenossen einfach nicht zurecht kommen, wie man in der Kommentarspalte immer wieder lesen kann.
henry12
19.04.2022, 08:27 Uhr
Veränderungen ?
das sind ja wohl eher Rückschritte, an die ich mich gewöhnen soll.
Oder soll ich auch noch schwarzweiß fernsehen , weil ein
Spinner feststellt, das damit der Stromverbrauch sinkt ?
Und um Russen ging es wohl gerade nicht, das ist doch langsam krank, Mann !
Jäger53
19.04.2022, 08:48 Uhr
Kinder
Vom Ukraine Krieg zeigen die Medien ununterbrochen tote Kinder, Kinder die trainiert werden
Brandsätze herzustellen und für Wolodymyr Selenskyj auch anzuwenden. Auf der anderen Seite kratzen Kinderhände die Erze aus dem Boden damit Akkus hergestellt werden können. Deutsche Politiker freuen sich darüber das Kinderarbeit und die Ausbildung von Kindern an Waffen in Deutschland verboten ist. Wie doppelzüngig und falsch sind unsere gewählten Volksvertreter eigentlich noch. Für diese Leute scheint es keine Grenzen zu geben.
Rob2000
19.04.2022, 12:45 Uhr
Her Kobold
Welche Länder haben uns denn überholt?
Bis jetzt konnte man nur lesen Deutschland ist das teuerste Land mit Energie und sprit.
Und mit erneuerbarer Energie...ähm wie war das ,Frankreich könne es sich nicht leisten da mit zumachen sowie andere Länder. Deshalb machen wir jetzt einfach mal, Atomenergie grün. So läuft es.
Und es bringt kein was und es wird auch kein normaler Arbeiter sich so ein teures Auto holen, wenn der Rest der Familie fensterkit zum Essen bekommt. Immer mal nicht die Realität verlieren...und die Löhne der Menschen im Blick behalten!
Das vergessen immer viel zu viele...
Paulinchen
19.04.2022, 13:07 Uhr
Also Kinderhaende werden....
... für die Batterieherstellung bei VW ja überhaupt nicht mehr benötigt. So die Aussage des Chefs der Gruppe. Man hat ja immerhin geltende Verträge mit China geschlossen und dieser Lieferant verspricht den Ausschluss von Kinderhaenden. So weit, so gut. Aber wie immer, sieht es in der Praxis anders aus. Denn im Kongo haben sich die Chinesen den größten Teil der Gebiete gesichert, wo Kobold oder heißt es tatsächlich Kobalt gewonnen wird. Hier finden sich täglich unzählige Kinder ein, welche weder Schuhe noch Handschuhe tragen, von Athemschutz keine Spur, ihre Arbeitsgeräte bringen sie selbst mit. Die gewonnene Gesteinsmenge sammeln sie in PVC Tüten. Ist die Tüte voll, bringen sie diese zum Chinesen, der für die Annahme zuständig ist. Er begutachtet das Gestein und legt die Tüte auf eine "geeichte" Waage. Dann bekommen die Kinder von 20 ct bis zu einem Euro für die Tüte. Die Kinder können sich glücklich schätzen, wenn sie am Tag mit 2 bis 3 Euro wieder nach Hause kommen. Allerdings ist der Weg NUR ca. 8 bis 10 km entfernt. Daheim angekommen, nimmt die Mutter das Geld und begibt sich zum 10 km entfernten Markt und kauft davon Gemüse. Das geht so tagein und tagaus immer weiter.... Und hier wähnt man sich mit dem E Auto als Heilsbringer der Welt. Schämen soll sich jene, die diese Autos mit Steuergeldern der Bevölkerung subventionieren.
grobschmied56
19.04.2022, 15:17 Uhr
Grobi als Russenknecht...
... da mußte ich schon etwas schmunzeln. Genau das ist er nämlich nicht. Weder Zar Putin, noch seine Vorgänger gehören zu meinen Idolen. Das habe ich schon verschiedentlich dargelegt. Eher schon Winston Churchill, Harry S. Truman und Helmut Schmidt. Könnte ich mir aus den zur Zeit lebenden Politikern einen aussuchen, dann wäre nicht Scholz, sondern eher Boris Johnson mein Kanzler.
Was Lehrer Schnauz guten Ratschlag zum Fahrverhalten betrifft: Es ist eben der Rat eines Theoretikers.
Mein ehemaliger Kollege P. , der jahrelang aus einem anderen Bundesland nach Nordhausen pendeln mußte, um seinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren, hätte diese klugen Ratschläge sicher nur mit einem säuerlichen Lächeln quittiert. Seine tägliche Fahrstrecke lag nur knapp unter den 250 Kilometern von denen schon mal die Rede war. Ein kurzer Zwischenstop zum 'Nachladen' kommt eher nicht so gut, wenn man ohnehin schon kurz nach 4 Uhr morgens aufstehen muß.
Wie wurden die 250 Km Reichweite des betreffenden E-Mobils übrigens ermittelt?
Mit einem neuen Akku - oder einem drei oder vier Jahre alten? Bei frühlingshaften Plusgraden - oder eher frostigen - 10 °C ? Fragen über Fragen.
Im übrigen ist es auch noch ein kleiner Unterschied, ob ich eine bestimmte Wirtschafts-Sparte subventioniere, oder nur ganz bestimmte Produkte.
Subventionen für die Landwirtschaft ganz allgemein können nützlich sein, essen müssen wir alle. Subventionen nur für Fleischerzeuger wären hingegen diskriminierend, denn davon hätten Menschen, die sich vegetarisch ernähren wollen natürlich nichts.
Psychoanalytiker
19.04.2022, 17:13 Uhr
Lieber Lehrer Schnauz ...
... wenn ich von Nordhausen aus, sagen wir mal, zum Bodensee fahren will, um beispielsweise unter einem Nussbaum sitzend die wunderschöne Gegend genießen zu können, möchte ich nicht Zwischenettappen einlegen müssen.

Ich will auf der Fahrt dorthin auch nicht mehrere Hotels kennenlernen müssen, weil mein Akku immer wieder leer ist und ich zwischendurch nächtigen muss. Mit meinem Diesel fahre ich ohne Zwischenhalt (zum Bodensee) hin und zurück, das schafft aktuell nicht mal ein 250.000 € E-Auto mit zusätzlichem Solarpaneel und Windrad auf dem Dach.

Daher bin ich gerne ein Zeitgenosse, der in Sachen Mobilität keine Veränderungen will.

Übrigens: Unser neuer Wirtschaftsminister reist aktuell nicht etwa wegen erneuerbaren Energien durch die Kante. Er fliegt mit Kerosin (aus Erdöl hergestellt) verbrauchenden Luftschiffen wegen Erdgas und Erdöl um die Welt. Warum wohl? Wer in der Schule und im realen Leben aufgepasst hat, kommt alleine drauf, wer nicht ... .
Herr Taft
19.04.2022, 17:46 Uhr
Lieber Psychoanalytiker...
...und ? wie oft machen Sie das ?

Ich fahre 50Tkm pro Jahr. Dafür kommt für mich gegenwärtig auch noch kein E-Auto in Frage... für die tägliche Kutscherei ins Büro, zum Einkaufen oder zum Wertstoffhof jedoch schon.

Wir müssen von den Maximalforderungen abrücken... und nicht alles verteufeln, was neu und eben anders ist. Die E-Mobilität ist um Längen effizienter, wartungsärmer und tatsächlich auch billiger - sowohl im Unterhalt als auch in der Produktion - wenn dann mal entsprechende Stückzahlen erreicht werden - Sie wissen schon Skaleneffekte und so. Ich warte händeringend auf die neue Akku-Generation oder meinetwegen auch H2 (auch wenn ich hier die Lagerung an den Tankstellen als kritisch sehe). Einfach etwas Geduld, liebe Skeptiker und Analytiker... Nicht die Gegebenheiten als unveränderbar hinnehmen...

Im Übrigen, für NDH-Bodensee benötigen Sie maximal 2 Nachladestopps a 20 Minuten mit vollgepackter Karre... wenn Sie zum Genießen an den See fahren, sollten Sie auch entspannt reisen und sich die Zeit nehmen. Ich sag ja... das Fahrverhalten überdenken, nicht immer nur hetzen und rasen... machen Sie sich mal den Spaß und leihen sich mal ein Model 3.

Im Übrigen habe ich gelernt: Egal wie schnell man tagsüber fährt - für 100km auf deutschen Autobahnen braucht man etwa eine Stunde.... Meine Karre rennt auch 250... aber dank dieses Wissens, bin ich eben mit 120 unterwegs...und komme entspannt an...
Kobold2
19.04.2022, 17:54 Uhr
Nun, Rob2000
Ich helfe gern. Dazu kurz aus der Hüfte geschossen....schon vergessen, das Deutschland Vorteiter bei der Energiewende sein wollte und in Wirklichkeit eher Mittelmaß in Europa ist? Die, der Politik abgerungene EEG Umlage, diente eher als Bremskeil den Status zu erhalten, anstatt den Umbau zu beschleunigen.
Als man hier noch versuchte den Dieselskandal zu vertuschen, hatte mehrere asiatische Autobauer, schon lange mehrere alternativ angetriebene Modelle im Programm. Während man hier über Ladestandarts diskutierte und immer noch zuwenig Standorte hat, baut Tesla seine Ladestruktur einfach aus. Ohne Ladeinfra struktur keine Verbreitung und was hier derzeit abläuft, ist eher Bremse, als Innovation.
Überhaupt brauchte es erst jemanden, wie Elon Musk, um den etablierten Autobauern zu zeigen, das es geht. Jetzt produziert er im Vorgartendes Mutterlandes des Automobilbaus. In der Schweiz fahren seit über einem Jahr erfolgreich Brennstoffzellen LKW aus Korea. Im Deutschland haben wir mit MB und MAN 2 LKW Hersteller.
Das mit den höheren Reparaturkosten sollten sie den Lesern auch mal erklären.
Wo weniger dran ist,kann auch weniger akaputt gehen. Ein Motorölwechsel braucht es nicht, der Bremsenverschleiß ist geringer, Zündkerzen zum Wechseln sind nicht da, auch keine Kraftstofffilter?.
@ Psychoanalytiker, genau ich kann meinen, mit 1,6t zul. GGW schweren Wohnwagen derzeit an keinen der verfügbaren Autos anhängen, deshalb ist die gesamte Richtung ein Irrweg.....
diskobolos
19.04.2022, 19:46 Uhr
Kinderarbeit in der Kobaltförderung
...ist natürlich schlimm. Vor allem, weil die Kinder nicht in die Schule gehen können und so auch später in Armut leben werden.
Kobalt wird in vielen Ländern auch ohne Kinder gefördert und hat sehr viele Anwendungen. Batterien von E-Autos ist da nur eine.

Was wäre, wenn man auf Kobalt verzichten könnte. Nun, zunächst mal hätten die Kinder keine Arbeit mehr. Vermutlich müssten sie dann hungern, denn sie arbeiten ja nicht zum Spaß. Das wäre wohl so ähnlich wie ein Verzicht auf billige T-Shirts aus Bangladesch. Die Frauen, die die für 1 € am Tag zusammennähen, müssten dann für den halben Lohn in der Landwirtschaft arbeiten.

Was ich sagen möchte: Die Dinge sind immer sehr komplex. Dass die Weltwirtschaftsordnung ungerecht ist und unser Wohlstand durch die Armut und Umweltzerstörung in anderen Teilen der Welt bezahlt wird, wissen wir seit vielen Jahren.
Ändern lässt sich das höchstens langsam. Solange es Menschen gibt, die schon aufschreien, wenn das Benzin etwas teurer wird oder sie nicht mehr bis zum Bodensee in einem Ritt durchbrausen können, bleibt es beim Elend in der Welt
Psychoanalytiker
19.04.2022, 19:58 Uhr
Ich muss Lehrer Schnauz antworten
Gott sei Dank, sind wir Menschen alle anders. Ich z.B. gehöre zu der Spezies, die durchfährt, egal ob zur Ostsee, zum Bodensee oder zur Adria. Mache ich Pause, werde ICH eher müde, daher mein "Drang" ohne Zwischenstopp durchzufahren. Und trotz meines Alters brauche ich auch (fast) nie eine "Pinkelpause".

Ich hatte in meiner Lehre, die zugegebener Maßen lange her ist, auch das Thema "Motorisierung", vom Diesel über Benziner, selbst Wasserstoff- und ... Elektro-Antrieb.
Wir nahmen auch die chemischen Elemente, die miteinander reagieren könnten "unter die Lupe". Es war ein Hobby unseres damaligen Lehrers, darüber zu grübeln, wie man Akkus für E-Antriebe klein, langlebig, effizient und mit großer Reichweite herstellen zu können. Viele Kilometer Reichweite kamen damals nie heraus, und heute, nach über 50 Jahren sind die Reichweiten aus meiner Sicht noch immer lächerlich.
Daher glaube ich, dass Ihre hier geäußerte Hoffnung auf eine neue Akkugeneration mit Reichweiten heutiger Diesel und Benziner noch längere Zeit auf sich warten lässt.

Wasserstoffantrieb scheint eine Option zu sein, aber nach meinen Informationen sind die dazugehörenden Dichtungen noch immer ein Problem. Also nicht nur die Lagerung von H² an Tankstellen, sondern auch das Tanken und der Tank im Auto (z.B. bei Unfällen) könnten problematisch sein.

Und Ja, wer ein eigenes Häuschen mit Autostellplatz sein Eigen nennt und dort laden kann, mag mit dem E-Antrieb für kurze Distanzen gut hinkommen. Ich muss mich aber leider wiederholen: In Wohngebieten mit Plattenbauten (z.B. Halle-Neustadt) wird es (in der Zukunft) nicht funktionieren, selbst wenn sich Ladesäule an Ladesäule reiht. Das fängt bei den Parkplatzproblemen an und hört nicht mit dem zur Verfügung stehenden Strom auf.

Ich nutze derzeit schon in geringem Umfang Solarstrom, scheint die Sonne nicht, ist das für mich schon stark bemerkbar. Aus dieser Erfahrung heraus, glaube ich im Jahr 2022 daher auch nicht, dass Deutschland alleine mit Sonne und Wind den benötigten Strom stetig herstellen kann. Und wie schon geschrieben, Robert Habeck fliegt aktuell um die Welt, um Erdgas und Erdöl einzukaufen. Der weiß mehr, als er und seine Partei zugeben wollen.
Herr Taft
19.04.2022, 21:14 Uhr
dann darf ich auch nochmal...
...nur kurz ein paar Anmerkungen, ohne Diskussionen:

1. Ein Lehrmeister vor einem halben Jahrhundert, der sich hobbymäßig mit Energiespeichern befasst, kann wohl kaum die Arbeit von Ingenieuren und Physikern von heute vorhergesehen haben. Seit dem hat sich das Relais zum Transistor zum Mikrochip entwickelt und der Blei-Säure-Akku zum Lithium-Ionen zum Feststoff-Akku. Ihren Lehrer in allen Ehren, aber ich glaube nicht, dass er diese und die weitere Entwicklung vorhersehen konnte: Auch zur Einführung des Automobils gab es kluge Köpfe, die aufs Pferd setzen wollten. Irren ist menschlich.

2. Da sind sie wieder die Maximalforderungen: Ich fahre (egal welche Strecke) durch - ohne Pinkelpause und ich will das auch weiterhin (und sei es nur 1x im Jahr). Lieber Psychoanalytiker, wenn Sie sich ein E-Auto für den Alltag kaufen, können Sie sich von dem gesparten Geld für den Urlaub eine Luxusdieselkarosse mieten....jedenfalls bis es soweit ist und die E-oder H² - Autos eben auch für die Langstrecke taugen. Rechnen Sie es mal durch.

Bei dem Thema Ladeinfrastruktur ohne eigenes Häuschen muss ich Ihnen Recht geben...das ist tatsächlich ein Problem....jedenfalls für Laternenparker. Wer zu seiner Wohnung einen festen Stellplatz oder eine Garage hat, hat auch als Mieter das Recht, sich die Ladeinfrastruktur bauen zu lassen (und die Förderung dafür zu beziehen). Der Vermieter darf das nicht ablehnen.

Wir werden noch lange, lange mit Verbrennern herumfahren....aber die E-Mobilität wird in welcher Form auch immer zunehmen - nicht, weil es die Grünen so wollen, sondern weil es einfach für viele Menschen der effizientere Antrieb ist.

Wir erleben gerade die Produkteinführung (ja, gefördert durch die Politik) und befinden uns gerade an der Schwelle zum Wachstum....naja, sie ist am Horizont in Sichtweite. Ab der Wachstumsphase im Produktzyklus entsteht für die Unternehmen Gewinn, was dann nach und nach zu sinkenden Preisen bei gleichzeitiger Innovation führt. Es wird noch Jahre dauern...aber dann werden wir über unser Geschwätz von heute lachen... bleiben Sie optimistisch.

Danke für den angenehmen Gedankenaustausch. Es ist schön, auch mal ohne Anfeindungen gegensätzlicher Meinung sein zu können
Paulinchen
19.04.2022, 22:45 Uhr
Da hier schon festgestellt...
... wurde, dass es für die E Autos erst einen Herrn Musk geben musste, sei hiermit noch eine Ergänzung zum Autimobilbau in Grünheide bei Erkner. Auf Grund des gigantischen Wasserbedarfs des Tesla Werkes, wird nunmehr das Trinkwasser in der Region rationiert. Pro Person, stehen nunmehr 100 Liter Wasser in jedem Haushalt zur Verfügung. Wer mehr verbraucht, dem muss eine saftiges Aufgeld berechnet werden und es droht im Ernstfall eine Entnahmesperre. Bitte nicht falsch verstehen, in diesem Fall ist nicht das E Auto die Ursache, aber der Wahn nach dieser Antriebsart. Nicht nur, dass eine große Fläche Kiefernwald erst als nutzlos eingestuft wurde, um diese kurz darauf abzuholen. Gerade in einer Zeit, in der wir in Deutschland nahezu um jeden Baum kämpfen müssen. Aber - dass es nun schon an DAS Grundnahrungsmittel Wasser geht, dazu hätte es aus meiner Sicht niemals kommen dürfen. Was ist denn, wenn es, wie ja mit dem Klima verbunden, in einem Jahr kaum Niederschlag gibt? Sitzen dann die Menschen, oder das Tesla Werk auf dem Trockenen? Warum hat man sich nicht bis ins kleinste Detail, auf einen solchen gigantischen Wasserverbraucher eingestellt? Lag es am Wahn, oder fehlte es an der Bildung?
grobschmied56
20.04.2022, 00:11 Uhr
Meine Minimal-Forderung an Schnauz...
... und Co.
Ihr wollt es einfach nicht kapieren. Weil es nicht in Euer Weltbild paßt - oder weil Ihr zu beschränkt seid, mal nachzurechnen.
Ein Auto mit elektrischem Antrieb ist - auch aus meiner Sicht zunächst mal eine gute Sache! Leise, sauber, angenehm. Darüber streite ich ja gar nicht.
Nur muß halt das Umfeld stimmen. Die Rohstoffe müssen gefördert werden, ohne große Umwelt-Probleme zu schaffen. Stichwort: Lithium-Abbau und Grundwasserverbrauch bei der chemischen Darstellung.
Nächster Punkt: Der Ladestrom muß überwiegend oder besser noch komplett aus NICHT-FOSSILEN Quellen stammen. Jeder der es wissen will, kann sich kundig machen, welche tolle Rolle wir deutschen Vorreiter auf diesem Gebiet spielen.
Weil wir wegen der Atom-Phobie unserer neurotischen Grünen unsere Kernkraftwerke unbedingt plattmachen müssen, kommt der Ladestrom für die schönen Elektro-Autos bis Sankt Nimmerlein aus Kohle- und Gaskraftwerken. Nach 20 Jahren 'Energiewende' liegt der Anteil der sogeschimpften 'Erneuerbaren' immer noch im Lächerlich-Bereich. Daran wird sich auch nichts groß ändern, weil es die Geographie unseres Landes und die Physik einfach nicht hergeben.
Ihr meint, man müsse nur Krakeeler wie den Grobschmied mundtod machen, dann würde schon alles gut und schön. Was für ein Irrglaube!
Ihr könnt mich niederbrüllen und Sankt Solarius und die heilige Windsbraut beschwören soviel Ihr wollt.
Am Ende wird die bittere Erkenntnis stehen, daß man hunderte Milliarden für Kappes verballert und verbumsfidelt hat, die Kilowattstunde ein Euro kostet und der meiste Strom trotzdem mit Kohle, Gas und Uran erzeugt werden muß. Wenn nicht hier, dann eben in den Nachbarländern. Mit diesem Strom-Mix dann ein Klimarettungs-Mobil zu laden wird wenig bis nichts bringen.
Ihr werdet es erleben.
Jäger53
20.04.2022, 07:49 Uhr
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Herr Taft
20.04.2022, 13:50 Uhr
Wasserverbrauch und - rationierung...
... Na da hat unser Paulinchen den Focus-Artikel wieder recht selektiv gelesen.

Hintergrund ist nicht das Tesla-Werk sondern eine Genehmigung des Umweltamtes, welches die Entnahmemenge aus dem Grundwasser begrenzt hat

Bei einer Mehrentnahme als 37 Kubikmetern pro Jahr (jeder prüfe mal seinen Wasserverbrauch) durch private Haushalte sind Bußgeldzahlungen rechtlich möglich, werden jedoch laut dem Artikel vom Trinkwasserverband ausgeschlossen.

Leute, bitte bleibt bei den Fakten.

Ich sehe die Produktion von Tesla in Brandenburg mit gemischten Gefühlen. Zum Einen finde ich es sehr positiv, dass Tesla den Standort im strukturschwachen Osten der Republik wählt... Allerdings habe ich Bedenken wegen der Vereinbarkeit amerikanischer Unternehmenspolitik und dem deutschen arbeitsgesetzlichen Rahmen. Ähnlich denke ich über Intel bei Magdeburg.

Insgesamt ist es eine Chance für die neuen Bundesländer qualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu haben, junge Leute in den jeweiligen Regionen zu halten und so etwas modernes Denken in die Lande zu bringen.
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