Denny Möller: CDU tritt auf die Zukunftsbremse
SPD-Fraktion warnt vor steigenden Strompreisen
Mit Verwunderung reagiert SPD-Energiepolitiker Denny Möller auf die Vorstöße von CDU und FDP, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke zu verlängern...
Es gibt kein realistisches Szenario, in welchem Kernkraft in den nächsten Jahren eine tragende Rolle für die Energieversorgung spielt. Aktuell erzeugt die Kernkraft lediglich 7,3 Prozent des Stroms in Deutschland. Weder lassen sich die Kapazitäten schnell hoch- oder runterfahren, noch sind die derzeit in Modernisierung befindlichen Netze darauf ausgelegt, über die vereinbarte Laufzeit hinaus aus den zentralen Kernkraftwerken bedient zu werden.
Auf den Vorstoß von Mario Voigt erwidert Möller: Das ist weder klug noch weitsichtig, sondern ein klarer und teurer Realitätsverlust! Wir müssten für gerade einmal ein Zehntel unseres Stroms die nötigen Rohstoffe aufwendig aus anderen Ländern importieren, die bestehende Netzinfrastruktur erneut umbauen und das Verlustgeschäft Kernkraft dauerhaft subventionieren. Die Thüringerinnen und Thüringer zahlen gleich doppelt drauf, denn die Wertschöpfung findet bei zentralen Energieträgern wie Kernkraft komplett woanders statt.
Die SPD setzt dagegen auf einen Mix in der dezentralen Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien. Möller erklärt: Wir wollen die Strompreise dauerhaft senken, Wertschöpfung und damit auch Arbeitsplätze in Thüringen halten und insgesamt der Thüringer Wirtschaft durch eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung den Rücken stärken. Selbst wenn die drei AKWs noch Jahre weiter am Netz bleiben würden, der Ausbau der Windkraft in Thüringen muss deutlich gesteigert werden, um auch zukünftig eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. CDU und FDP versuchen mit der Laufzeitverlängerung vom notwendigen Ausbau der Erneuerbaren abzulenken und treten so wieder einmal auf die Zukunftsbremse.
Autor: red
Kommentare
grobschmied56
02.06.2022, 16:21 Uhr
Wie gut, daß wir Realisten wie SPD und Grüne...
... haben. Die sorgen seit Jahren dafür daß wir mit spottbilligem 'Grünstrom' zuverlässig versorgt werden der natürlich auch überhaupt nicht subventioniert werden muß. Nur etwas 'Förderung' braucht es natürlich und ein paar klitzekleine 'Umlagen'. Aber sonst - alles suppi! ;-)
Psychoanalytiker
02.06.2022, 19:08 Uhr
Ich habe schon mal am 1. April
dieses Jahres den "Mehrfachschalter zur Stromauswahl" gekauft. Es war ein Sonderangebot für lächerliche 50 Cent, ich glaube bei Pearl oder Conrad (???).
Der Schalter sieht aus wie ein großer, älterer Kurzzeitwecker, aber mit Stromein- und ausgängen, hat auch einen ähnlichen Drehknauf, aber 10 Schaltstufen. So kann ich bei Stufe 1 Strom eines Pumpspeicherwerkes, bei Stufe 2 Atomstrom, bei Stufe 3 Windstrom, bei Stufe 4 Solarstrom, bei Stufe 5 Strom aus Erdgas, bei Stufe 6 Strom aus Braunkohle, bei Stufe 7 Strom aus Steinkohle, bei Stufe 8 Strom aus Biogas, bei Stufe 9 Strom vom Hometrainer und bei Stufe 10 ... auswählen und verwenden. Coole Sache, wenn man nur "Grünen Strom" verwenden will.
Am 01. April 2023 soll dann ein automatisches Gerät auf den Markt kommen, das vollautomatisch, aber auch manuell "Grünen Strom" erkennen lässt, diesen auswählt und von "bösen Strom" aus Atomenergie, Kohle und Erdgas abtrennt. So wird garantiert, dass nur "Grüner Strom" Verwendung findet. Das Gerät wird wahrscheinlich 5.000 € kosten ... .
Näheres dazu ein, zwei Tage vor dem 01.04.2023 hier in der NNZ.
Papagei
02.06.2022, 19:10 Uhr
Ach nee
Gut das wir SPD und Grüne haben. "Verschönern" unsere Umwelt mit ein "paar" Windräder schnupfen jeden Tag was Grünes und glauben echt an den Müll den sie verzapfen. Stimmt die Enegiepreise sinken und sinken wenn alle Atomkraft abgeschaltet wird. Die Elekrtoautos sind auch total Energie- und Umweltfreundlich, wenn die Akkus dann nach ein paar Jahren hin sind. Es wurde uns gelehrt Energie zu sparen, komisch jetzt soll alles aufgeladen werden und Energieverschwendung ist nicht mehr schlimm. Finde den Fehler?
DonaldT
02.06.2022, 19:45 Uhr
SPD-Fraktion warnt vor steigenden Strompreisen
Wenn sie wirklich was tun wollen, dann sollen sie doch realistisch an die Sache herangehen.
Wo "fließt" denn die Energie hin, die von Windrädern, Solarparks, Wasser(klein)kraftwerken erzeugt wird? Doch niemals in das örtliche Stromnetz, immer in die große Verteilung.
Und die SPD ist doch nur sauer, weil der Antrag von RRG, zum Ausbau der Windkraft, von der Opposition geschlossen abgelehnt wurde!
Nun sind sie eingeschnappt und wissen nichts anderes als "zu warnen!".
geloescht.20240214
02.06.2022, 21:51 Uhr
E-panzer und e-haibitzen..
..Gut dass unsere Kriegsministerin Baerbock nur kiegsgerät mit alternativen Antrieben nach Ukraine schickt. Sonst würden die nicht nur im Raketenhagel der Russen sterben sondern auch an den Abgasen der geschenkten Technik. Ach wie gut und öko sind wir Deutschen doch wieder. Echte Vorbilder. Hätte mir gewünscht dass wir uns im Hinblick auf unsere Vergangenheit mal neutral verhalten. Flüchtlingshilfe okay. Das wars dann aber auch. Und die Ukraine war nie eine Demokratie und wird es nie werden. Sollen doch mal Selenski und Klitschko ihre Millionen zur Selbstverteidigung ausgeben
Fehlanzeige. Frauen und Kinder sicher im Ausland geparkt. Schönen Abend noch.
Psychoanalytiker
03.06.2022, 09:17 Uhr
Ach Harzer66, Sie enttäuschen mich
Annalena Baerbock ist doch nicht Kriegs- sondern "Grüne" Außenministerin. Nun schreiben Sie in Ihrem Kommentar, dass wir nur Kriegsgerät mit alternativen Antrieben in die Ukraine schicken. Hätten Sie heute das Frühstücksfernsehen gesehen, wüssten Sie vom ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk, dass Deutschland bis heute morgen noch immer kein großes Kriegsgerät geliefert hat, nicht mal Akternativen, außer ein paar Stahlhelmen.
Ja, Deutschland und der Ukraine geht das Öl aus, Kraftstoffe werden rar. Die wenigen Tankmöglichkeiten für Panzer in der Ukraine werden zerbombt, eine Windpark- und Solarzellen-Infrastruktur gibt es dort auch noch nicht. Und ich weiß nicht, ob Sie es wußten ... es gibt zwar Atom-U-Boote, aber keine Atom-Panzer auf dieser Welt, zumindest in Bezug auf die Antriebe dieser Kriegsgeräte.
Warum liefern wir eigentlich keine großen Kriegsgeräte ? Da fallen mir nur zwei Dinge ein. Entweder wir haben gar keine, wollen es Putin und den befreundeten Nato-Staaten aber nicht so direkt "auf die Nase binden", oder wir stellen z.B. die Panzer gerade auf E-Antrieb um. Letzteres wäre gut für die Umwelt, und die wenigen, noch nicht zerbombten Grundstücke in der Ukraine haben bestimmt noch ein Plätzchen für ein Windrad, eine Solarzelle oder eine alternative Strom-Ladestation zum Aufladen des Kriegsgerätes frei. Und weitergedacht: Das hätte auch noch den Vorteil, dass wir keinen einzigen Tropfen Öl mehr von Putin kaufen müssten, ausser ... vielleicht Sonnenblumenöl. Und unserer E-Auto-Fan-Gemeinde, die Ihre Kurzstreckenfahrzeuge schon jetzt in der Garage des Einfamilien-Häuschens aufladen können, würde es auch eine Bestätigung für die Notwendigkeit der sofortigen Energiewende bringen. Bloß ... was machen wir mit Anton, dem Hofreiter, der will doch schnellstmöglichst dieselbetriebene Panzer in die Ukraine schicken. Na die fahren zumindest kein Erdgas. Ach wäre der Anton doch Außenminister geworden ... .
Traurig, dieser barbarische Krieg, aber dennoch - Ironie und Sarkasmus: Ende
Psychoanalytiker
03.06.2022, 09:58 Uhr
Ich denke ja gerade nochmal nach, ...
... liebe "Daumenrunter-Koaliteure" und "Kabarettbremsen".
Vielleicht sind ja von der UN vorgeschriebe bzw. erzwungene E-Antriebe doch für Kriegsgerät eine gute und alternative Lösung. U-Boote müssten dann wegen der Akku-Kapazität und des Gewichtes alle zwei Minuten auftauchen und Panzer kämen nur maximal 5 km weit (berechnet im Vergleich zum Dieselantrieb). Und Überschall-Flugzeuge müssten auch eher aufladen, als fliegen. Na, und Raketen mit einem ca. 100 km langen, flexiblen Elektro-Kabel ...
Da lohnt sich doch kein einziger Krieg mehr. Nur ... wer "verklickert" dies denen, die Krieg lieben und anzetteln ???
Vielleicht denke ich einfach weiter darüber nach, so nach dem Motto "Friedenschaffen nur noch mit Elektrowaffen", oder so ähnlich. Ich rufe jetzt mal den "GRÜNEN" Anton Hofreiter an, mal hören, was der dazu sagt ... .
grobschmied56
03.06.2022, 11:42 Uhr
Die Elektro-Waffe gibt es schon längst...
... die heißt nur nicht so, sondern 'Stromzähler'. Damit wird das wehrlose Volk sicherer und effizienter ausgeraubt und enteignet als mit mit dem althergebrachten 38'er Special. Lautlos, feinstaubfrei aber wirksam.
Sagte schon Brecht: Was ist der Einbruch in eine Bank,gegen die Gründung einer Bank, was ist ein Dietrich gegen eine Aktie?
Könnte man fortsetzen: Was ist ein Smith&Wesson Revolver gegen Stromzähler, Zapfsäule und Supermarkt-Kasse? Veraltetes Amateurkram.
Die Leute, die heute vor 'steigenden Strompreisen warnen haben jahrzehntelang unsere Energieversorgung mit ihrem >ALLES ABSCHALTEN - AUS ALLEM AUSSTEIGEN!< kaputtgespielt. Das erinnert an gewisse Großfamilien, die Geschäftsinhabern 'Schutz' vor Überfällen anbieten, sie aber eigentlich nur vor den eigenen 'Familienmitgliedern' schützen.
Mister X
03.06.2022, 12:42 Uhr
Kriegsmüde
Wo soll das alles noch hin führen? Die Preise steigen und steigen und das gilt nicht nur für Strom. Die Regierenden verschenken ja fast täglich Milliarden ins Ausland. Für Flüchtlinge gibt man Unsummen aus, was ich auch dolliere, Man sollte dabei aber nicht den eigenen Bürger vergessen, wie es immer häufiger geschieht. Vor allem trifft es ja die so genannte Unterschicht, die sind anscheinend nicht viel wert bei den Regierenden.
Was noch viel schlimmer ist, eine gewisse Frau Baerbock Warnt uns vor einer Kriegsmüdigkeit. Das stelle man sich vor, will denn diese Person unbedingt einen dritten Weltkrieg vom Zaun brechen? Woran erinnern mich solche Sprüchen nur? Ich will es hier nicht aussprechen, aber wer sich in der Deutschen Geschichte auch nur etwas auskennt, der weiß Bescheid. Er sollte davon schon gehört haben.
Kobold2
03.06.2022, 13:36 Uhr
Tja,
" Hauptsache billig " ist selten nachhaltig und zahlt sich auf Dauer nicht aus.
Irgendwann kommt unweigerlich der Punkt, wo man draufzahlt.....
Meist ist man halt erst hinterher schlauer aber nicht jeder.
grobschmied56
03.06.2022, 14:15 Uhr
Mit Nachhaltigkeits-Gedöns schafft man keine...
... Versorgungssicherheit. Dazu braucht man Kraftwerke, die stetig und zuverlässig rund um die Uhr und rund ums Jahr Energie bereitstellen. Auch wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht.
Was Nachhaltigkeit anbelangt: Windmühlenflügel, die mit Tonnen von Balsa-Holz aus Tropenwäldern(!) produziert werden und schon nach 20(!!) Jahren wieder stillgelegt werden, weil dann 'kein wirtschaftlicher Betrieb' mehr möglich ist - das klingt für mich nicht besonders nachhaltig. Eher nach Resourcen-Verschwendung.
Da muß man sich nicht wundern, wenn Strom im Jahr 2022 260 Prozent von dem kostet, was man 20 Jahre zuvor blechen mußte.
Zu dumm, daß kaum einer von uns 260 Prozent des Einkommens hat, wie vor 20 Jahren.
Kobold2
03.06.2022, 21:01 Uhr
Bitte
noch mal Nachhilfestunden nehmen, um zu verstehen, was Nachhaltigkeit bedeutet.
Was wir bis her seit Jahrzehnten machen, ist sägen am Ast auf dem wir sitzen. Der Schnitt ist schon verdammt tief.
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