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Do, 10:43 Uhr
01.09.2022
Stiftung Warentest

Zwei Programme sind einfacher als Elster

Die Stiftung Warentest hat vier Programme für die Grund­steuererklärung getestet. In den meisten Fälle reicht ein kostenloses. Wer den ungefähren Grund­steuer­wert kennen will, muss zahlen...

Für ihre Grund­steuererklärung nutzen viele Elster, das Online-Portal der Finanz­verwaltung. Wir haben uns angeschaut, ob es mit drei Alternativen einfacher geht. Alle Programme mussten zwei Musterfälle lösen – ein Einfamilien­haus und eine Eigentums­wohnung in Brandenburg. Mit zweien fällt die Abgabe leicht.
Kostenlos: Elster und das Portal des Bundes­finanz­ministeriums

Elster führt strukturiert durch die Grund­steuererklärung, nutzt aber viele Fachwörter und der Anmelde­prozess ist aufwendig. Das kann für Laien zu anspruchs­voll sein.

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Einfacher ist das neue und kostenlose Grundsteuer-Portal des Bundesfinanzministeriums. Es ist auf Privatleute zuge­schnitten, die Daten zu Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentums­wohnungen und unbe­bauten Grund­stücken erklären wollen. Gezielte Fragen und ausführ­liche Info­texte lotsen sie schnell durch die Grund­steuererklärung. Hilfen sind über­sicht­lich ange­ordnet und in der Länge angemessen. Am Ende identifizieren sich Nutze­rinnen und Nutzer mit ihrem Elster-Konto oder lassen einen Frei­schalt­code an ihre Melde­adresse schi­cken.

Nachteil: Der Service lässt sich nur für Grund­stücke in Ländern mit dem Bundes­modell nutzen. Baden-Württem­berg, Bayern, Hamburg, Hessen und Nieder­sachsen fallen weg. Smart­steuer ist unüber­sicht­lich und teuer

Smart­steuer Grund­steuer kostet 34,95 Euro – und enttäuschte am Ende. Die Hilfen im Programm waren zwar über­sicht­lich ange­ordnet, vom Umfang angemessen und auch von Laien zu verstehen. Jedoch erschien nach voll­ständiger Eingabe der Daten zu den beiden Beispiel-Grund­stücken jeweils eine Fehler­meldung, die sich nicht beseitigen ließ. Das Programm monierte, dass Daten fehlen – welche und an welcher Stelle, verriet es nicht. Unsere Teste­rinnen und Tester scheiterten schluss­endlich und konnten keine Grund­steu­erklärung erstellen.

Smart­steuer besserte im Test­zeitraum zwar nach, aber das Programm bleibt unüber­sicht­lich. Manche Eingabefelder waren kaum zu finden. Die Software bietet keinen Über­blick, was Nutze­rinnen und Nutzer bereits einge­geben haben und was ihnen noch bevor­steht.

Nur Wiso Grund­steuer errechnet voraus­sicht­liche Steuer
Wiso Grund­steuer kostet knapp 30 Euro, die allerdings erst bei Abgabe der Erklärung anfallen. Das Programm führt mit sinn­vollen Fragen durch die benötigten Angaben und ist leicht bedien­bar. Es bietet zu jedem Punkt zusätzliche Informationen und weist stellen­weise darauf hin, wo Steuer­pflichtige notwendige Daten finden und Unterlagen erhalten. So kommen selbst Steuerlaien gut durch ihre Grund­steuererklärung.

Als einziges Programm im Test errechnete Wiso Grund­steuer den voraus­sicht­lichen Grund­steuer­wert und ermöglicht damit die spätere Kontrolle des Steuer­bescheides. Wer darauf Wert legt oder mit den Programmen der Finanz­verwaltung nicht klar­kommt, ist beim kosten­pflichtigen Programm Wiso Grund­steuer gut aufgehoben.
Autor: red

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