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Mo, 15:22 Uhr
05.09.2022
"Energieintensive Betriebe brauchen Schutzschirm"

Handwerker enttäuscht vom neuen Entlastungspaket

Die Bundesregierung hat auf die derzeit explodierenden Energiepreise reagiert und ein drittes Entlastungspaket auf den Weg gebracht. Im regionalen Handwerk überwiegt die Enttäuschung. Insbesondere energieintensive und kleinere Handwerksbetriebe stehen am Rande der Existenz...

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Dazu erklärt Thomas Malcherek, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt:
„Für viele unserer Handwerksbetriebe, insbesondere für energieintensive Unternehmen wie Bäckereien oder Wäschereien, ist der wirtschaftliche Betrieb derzeit nicht mehr stemmbar. Uns erreichen immer mehr existenzielle Notrufe von Betrieben, die jetzt sofort Hilfe brauchen! Die Corona-Pandemie, steigende Materialpreise und Personalmangel haben deutliche Spuren hinterlassen. Auch wenn handwerkliche Arbeit jeden Euro Wert ist – die derzeit explodierenden Gaspreise lassen sich nicht auch noch auf den Preis der Waren oder der Dienstleistungen schlagen. Kurzum: Wenn die wirtschaftliche Zündschnur an beiden Enden brennt, an der Kosten- und an der Umsatzseite, gibt es für viele Betriebe keinen Ausweg mehr. Das zieht auch unzählige Arbeits- und Ausbildungsplätze nach sich. Nur, weil das Handwerk bei den Entlastungspaketen unserer Regierung vergessen wurde.

Auch wenn die Bundesregierung jetzt vorsieht, das Paket nachzubessern, werden zugesicherte Hilfen mitunter viel zu spät ankommen. Es droht, dass vielen Betrieben die Luft längst ausgegangen ist, ehe die in Aussicht gestellten Entlastungen wirken. Warum hat die Regierung direkte Notfallhärtehilfen für alle Gruppen der Gesellschaft vorgesehen, jedoch nicht für besonders betroffene energieintensive Betriebe? Während unsere Handwerksbetriebe maßgeblich die kritische Infrastruktur aufrechterhalten und die Klimawende stemmen sollen, werden sie von der Politik vergessen und ignoriert. Wobei wir doch jetzt schnellstmöglich einen unbürokratischen Rettungsschirm für energieintensive Betriebe benötigen!“
Autor: red

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Kommentare
Leser X
05.09.2022, 16:27 Uhr
Untauglicher Versuch
Was die Regierung hier vorgelegt hat, ist ein völlig untauglicher Versuch, aus der mitverschuldeten Krise zu kommen. Wiedermal Opium für's Volk, um es einzulullen.

Man kann politische Mega-Krisen niemals monetär lösen. Das kann nur Diplomatie und Friedenspolitik. Zu all dem ist die Regierung weder fähig noch Willens. Das wird sie nie ohne Druck aus dem Volk tun.
Glaskugel
05.09.2022, 19:46 Uhr
Bin auch enttäuscht.
Allerdings von den Handwerkern. Wenn du einen brauchst kommt keiner. Und wenn mal doch einer unverhofft kommt, legt er die gestiegenen Materialpreise, sicher auch zurecht, garantiert auf den Kunden um. Was soll also die Jammerei?
Kama99
05.09.2022, 20:05 Uhr
Ein Regierungssprecher Russland's ...
hat vorhin bekannt gegeben, das Nordstream1 kein Gas mehr liefern wird, bevor nicht die Sanktionen aufgehoben werden. Ich denke das Deutschland jetzt ein riesen Problem bekommen wird denn ewig werden die Vorräte, ganz ohne Nachschub aus Russland, bis Jan/Feb. 23 reichen werden. Dann brauchts auch keine Entlastungspakete für Handwerker mehr, weil die können ihre Betriebe dauerhaft dicht machen.
M. Bergmann
05.09.2022, 21:51 Uhr
Hier gibt es ja sogar Gasexperten
dass das Gas nur bis Februar reicht wußte ich noch gar nicht. Ich dachte, dass das Gas nur bis 23. Dezember reicht. Die Alufolie ist auch schon wieder teurer geworden. Ich bin dafür, dass die Handwerker das gesamte Entlastungspaket bekommen. Das wird über die Schließung ihrer Betriebe ein wenig hinweg helfen. Zumindest bis zur Gründung einer PGH.
Kobold2
06.09.2022, 06:11 Uhr
Der Regierungssprecher
Macht sich wohl Sorgen um Deutschland?
Die Sanktionen schaden doch nach den hiesigen Experten uns mehr, als Russland?
Da behaupte nochmal jemand, das uns angeblich niemand im Notfall helfen würde.
Dackel07
06.09.2022, 08:39 Uhr
Sanktionen auf Gas!?
@Kama99
Fraglich ist, welche Sanktionen der "Regierungssprecher Russlands" wohl meint. Denn auf Gas haben wir keinerlei Sanktionen.
Stattdessen versucht Russland seinen Angriffskrieg inmitten Europas jetzt ohne Gegenwehr durchzuboxen.
Aber es merkt niemand, dass ein Ende der Sanktionen auch bedeutet, dass Russland in Zukunft leichtes Spiel hat.
Was käme nach der Ukraine? Moldau? Polen?
Wenn Russland ohne jegliche Gegenmaßnahmen ein Land überfallen und vereinnahmen kann, wäre das ein sehr desaströses Zeichen für die Welt und vor allem für die Zukunft.
Sicher spüren wir alle den Krieg dessen Folgen. Das Entlastungspaket wird wohl kaum reichen, aber sollen wir den Krieg so hinnehmen und so tun als wäre nichts passiert?
Das fände ich äußerst bedenklich.
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