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Mi, 14:04 Uhr
12.10.2022
NABU Thüringen

Insektensterben am Straßenrand durch Mulchen

Die Thüringer Politik muss sich mit dem Sterben von Insekten am Straßenrand beschäftigen. Das zumindest meint der NABU und hat gemeinsam mit dem
Entomologenverband eine Petition gestartet, die über 3.000 Unterschriften zugunsten von Insekten sammelte...

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Jährlich werden tausende von Insekten und Kleintieren an Straßenrändern durch zu häufiges Mulchen kleingehäckselt. Der Thüringer Entomologenverband und der NABU Thüringen haben gemeinsam 3.374 Unterschriften für eine Petition zugunsten von Insekten gesammelt. Mit den Forderungen beschäftigt sich am morgigen Donnerstag der Petitionsausschuss des Thüringer Landtags.

„Die Politik muss endliche aufwachen und etwas gegen das Massensterben von Insekten und anderen Kleintieren an unseren Straßenrändern tun. Die Artenvielfalt steht auf dem Spiel, langes Warten und Taktieren können wir uns nicht mehr leisten. Artenschutz beginnt am Straßenrand und blühende Straßenränder können wichtige Strukturelemente im Biotopverbund darstellen“, sagt Ronald Bellstedt, der Vorsitzende des Thüringer Entomologenverbands und Sprecher des Landesfachausschusses für Entomologie beim NABU Thüringen. „Von den weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen wird ein Großteil in unterschiedlichem Ausmaß von Insekten bestäubt. Wenn die Politik jetzt nicht den Willen zeigt zu handeln, wird bewusst auch die Versorgungssicherheit von uns Menschen aufs Spiel gesetzt.“

Die Insektenfachleute schlagen in der Petition Maßnahmen vor, wie Straßenränder in Zeiten des Artensterbens sorgsamer gepflegt und entwickelt werden können. Dazu sollen zum Beispiel Straßengräben und Straßenböschungen außerhalb von Ortschaften, die mehrmals im Jahr unbedingt gepflegt werden müssen, lediglich in einer Breite von maximal nur noch einem Meter gemäht werden. Das Argument, es müsse für diese Art der Pflege zu kostspielige Technik angeschafft werden, lassen die Naturschützer nicht gelten. „Wenn erst mal ein Großteil der Insekten verschwunden ist, werden die Kosten und der Schaden für uns Menschen durch die Ernteausfälle viel gravierender sein. Deshalb fordern wir die verantwortlichen Ministerien auf, sich dringend Gedanken zu machen, wie das Insektensterben am Straßenrand eingedämmt werden kann,“ sagt Ronald Bellstedt.
Autor: red

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Kommentare
Chloe
12.10.2022, 16:51 Uhr
Scheinheilig
Warum?
Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik hat in Modellrechnungen tatsächlich ermittelt, dass an allen deutschen Windkraftanlagen während der warmen Jahreszeit (200 Tage von April bis Oktober) 5-6 Milliarden Insekten pro Tag umkommen.
Hinzu kommt, daß jährlich die Zahl der getöteten Vögel durch Windkraftanlagen in Deutschland auf bis zu 100.000 pro Jahr geschätzt wird.
Das mulchen am Straßenrand dürfte wohl dagegen, daß kleinere Problem sein.
P.Burkhardt
12.10.2022, 17:57 Uhr
Scheinheilig 2
...ich mag gar nicht wissen wollen, wieviel Milliarden Insekten täglich an SUV-Stoßstangen und -Windschutzscheiben verenden... und das lässt sich beliebig fortsetzen... (brauch bloß mein Auto nach ein paar km Autobahn anzugucken und das ist kein SUV)

Mal ehrlich, das Argument von meinem Vorkommentator ist doch Käse... das Ansinnen des -zugegeben etwas merkwürdigen Anliegens- ist doch ohne nennenswerten Nachteil (halt einen Meter weniger mähen) ein wenig zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen.

Ich glaub auch nicht, dass dafür so große Investitionen notwendig wären, wenn ich mir die Geräte der Straßenwacht so ansehe. Tatsächlich werden da sowieso welche erneuert werden müssen und wenn man dann eben etwas kleinere Schneidwerke kauft wird es wahrscheinlich eher billiger als teurer....
Chloe
12.10.2022, 18:46 Uhr
Käse?
Ja, @P.Burkhardt es ist Käse, wenn man ein Problem ändern möchte, gleichzeitig an anderer Stelle das gleiche Problem klein redet oder tot schweigt.
Zum Thema Insektenkot an der Windschutzscheibe, den werden Sie auch bei schmalerem Mähstreifen noch kleben haben.
Wenn man etwas ändern möchte müssen auch die weniger schönen Resultate offen diskutiert werden.
P.Burkhardt
12.10.2022, 20:04 Uhr
warum so aggressiv, liebe chloe ?
es geht mir auch nicht um Insektenkot auf der Scheibe... sondern um die Insektenkadaver... aber egal.

Tatsächlich ist Ihr Kommentar doch nur wieder ein Erneuerbare-Energien-Bashing... und im Artikel geht es doch nur darum ein klein wenig mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen...das tut Ihnen nicht weh, Ihrem Ego nicht, mir nicht.... und allen anderen auch nicht...also, was ist so schlimm daran ?
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