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Do, 11:36 Uhr
10.11.2022
Klimavorhersage

Deutscher Wetterdienst rechnet mit milden Winter

In Deutschland wird der Heizenergieverbrauch im Winter wesentlich durch die Außentemperaturen geprägt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nun anhand von saisonalen Klimavorhersagen den Temperaturtrend in Deutschland für den Zeitraum der drei Wintermonate Dezember 2022 bis Februar 2023 abgeschätzt...

Der kommende Winter könnte, wenn die Modellrechnungen des DWD eintreten, eine Mitteltemperatur von mindestens 2 Grad Celsius (° C) erreichen und damit zu den 33 Prozent der mildesten Winter der Referenzperiode 1991 - 2020 gehören. Das vieljährige Mittel dieser Referenzperiode liegt bei 1,4 °C. Auch Modelle anderer nationaler Wetterdienste wie des britischen Met Office oder von Meteo France gehen von einem etwas zu milden Winter in Deutschland aus.

Für den kommenden Winter rechnen Meteorologen mit milden Temperaturen (Foto: wirsinds) Für den kommenden Winter rechnen Meteorologen mit milden Temperaturen (Foto: wirsinds)


Tobias Fuchs, Vorstand Klima und Umwelt des nationalen Wetterdienstes: „Die Winterprognose des Deutschen Wetterdienstes ist für alle Energieverbraucher eine gute Nachricht. Wir erwarten einen vergleichsweise milden Winter. Sollte das Modell recht behalten, können wir dadurch Heizenergie einsparen.“

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Die aktuelle Klimavorhersage wird auch von der Bundesnetzagentur aufmerksam verfolgt. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur: „Ein vergleichsweise milder Winter könnte uns dabei helfen, die notwendigen Einsparungen von mindestens 20 Prozent beim Gasverbrauch auch in den kommenden Monaten durchzuhalten. Denn wir haben zwar dank der vollen Gasspeicher eine gute Ausgangslage, dürfen aber jetzt nicht nachlassen. Schon ein paar kalte Tage können ausreichen, dass der Verbrauch steigt und die Speicher sich schnell wieder leeren. Es nützt nichts – Sparsamkeit ist auch bei milderen Temperaturen das Gebot der Stunde.“

Alle Klimavorhersagen des DWD können im Internet eingesehen werden unter www.dwd.de/klimavorhersagen.

Saisonale Klimavorhersagen sind keine Wettervorhersagen
Saisonale Klimavorhersagen prognostizieren klimatische Tendenzen über größere Gebiete und längere Zeiträume im Vergleich zu einem durch Messwerte abgedeckten Referenzzeitraum der Vergangenheit. Das unterscheidet sie von Wettervorhersagen, die für einen bestimmten Ort und Zeitpunkt gelten. Auch wenn die aktuelle Prognose des DWD für den Winter im Mittel eher mildere Bedingungen als im Referenzzeitraum 1991 - 2020 vorhersagt, kann es trotzdem an einzelnen Tagen oder Wochen deutlich kälter als im vieljährigen Mittel werden.

Die aktuelle Winterprognose basiert auf saisonalen Klimavorhersagen des DWD, die gemeinsam mit der Universität Hamburg und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie entwickelt wurden. Das Modellsystem berücksichtigt die Wechselwirkungen der Atmosphäre mit trägeren Komponenten des Klimasystems, wie dem Ozean, dem Meereis oder der Landoberfläche. Das erst macht eine Vorhersage über einen längeren Zeitraum möglich.

Da einzelne Klimavorhersagen für die nächsten Wochen oder Monate mit großen Unsicherheiten verbunden sind, berechnet der DWD monatlich 50 leicht unterschiedliche Klimasimulationen, um diese Unsicherheiten erfassen zu können. Insgesamt erreicht eine saisonale Klimavorhersage nicht die Verlässlichkeit einer Wettervorhersage, aber die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse können die Vorhersagequalität für bestimmte saisonale Zeiträume deutlich erhöhen.
Autor: red

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Kommentare
grobschmied56
10.11.2022, 22:13 Uhr
Prognosen sind schwierig ...
... besonders, wenn sie die Zukunft betreffen! (W. Allen)
geloescht.20250302
10.11.2022, 23:04 Uhr
Kräht der Hahn auf dem Mist...
...ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist.

Hauptsache Winterreifen aufgezogen und dann abwarten.

Vor 2 Wochen wurde ein sibirischer Winter (Die so genannte Kälte- und Schneepeitsche) prognostiziert.

Jetzt plötzich heisst es: "Nö, kein Frost und Schnee."

Wer soll und will diese wissenschaftlich verklausulierte Kaffeesatzleserei noch als seriöse Vorhersage ernstnehmen?
diskobolos
11.11.2022, 04:59 Uhr
Die Aussage, dass der nächste Winter voraussichtlich mild wird,
ist m. E. eher eine über das Wetter als über das Klima. Im Artikel wird das nicht so klar.
Piet
11.11.2022, 07:20 Uhr
Warmer Winter
schlechte Regierung. Hilft also leider auch nicht viel.
Leser X
11.11.2022, 08:42 Uhr
Unseriös
Der Klimawandel ist zwar im vollen Gange und die klassischen Winter, so wie sie die meisten von uns noch kennen, am Aussterben. Das heißt aber nicht, dass es zwischendurch nicht auch mal phasenweise extrem kalt werden kann. Der Prozess ist nicht geradlinig.

Grundsätzlich muss man aber sagen, dass die falsche Klimapolitik der letzten Jahrzehnte fatalerweise dazu beitragen kann, den jetzigen Herrschenden ihre Pfründe zu sichern, weil milde Winter die falsche Energiepolitik teilweise wegpuffert.
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