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Di, 09:35 Uhr
27.12.2022
Nach den Festtagen:

Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

In den vergangenen Jahren wurden jeweils rund eine Million Weihnachtsbäume bis Heiligabend in Thüringen verkauft. Von der kleinen Tischfichte bis hin zum 30-Meter-Weihnachtsbaum für den Marktplatz. Spätestens im Januar steht dann bei den Weihnachtsbaumbesitzenden die Frage an, wohin mit dem ehemals schmucken Stück?


Da in Thüringens Gärten Baum- und Strauchschnitt nicht mehr verbrannt werden darf, sind praktische und gleichermaßen pfiffige Alternativen gesucht. Die ThüringenForst-AöR, einer der Anbieter heimischer und zertifizierter Weihnachtsbäume, gibt hierzu einige Tipps.

In vielen Kommunen werden Weihnachtsbäume gesammelt entsorgt
„Viele Gemeinden und Städte sammeln im Januar ausgediente Weihnachtsbäume, auch Feuerwehren und Pfadfinder:innen bieten oft eine gesammelte Entsorgung an“, erläutert Volker Gebhardt, Vorstand der ThüringenForst-AöR. Wichtig: Der Baum sollte komplett von Lametta und sonstigem Weihnachtsschmuck befreit sein. Gleiches gilt für die zerteilte Entsorgung in der Biotonne oder im eigenen Garten auf dem Komposthaufen. Eine Abgabe als Tierfutter in Tierparken ist hingegen nur Händlern und auch nur für die unverkauften und garantiert lamettafreien Bäume erlaubt. Hobbygärtnernde können die Äste ggf. mehrschichtig über frostempfindliche Pflanzen legen – oft genug konzentrieren sich die harten Frosttage im Freistaat auf die nachweihnachtlichen Monate Januar und Februar.

Weihnachtsbäume liefern grüne Energie
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Wer einen Ofen hat, kann den trockenen Baum natürlich als Brennstoff verwenden. Dank der geringen Astdurchmesser ein ideales Anzündholz, was den synthetischen Kaminanzünder spart. Übrigens: Mit der Energie von rund 500 Weihnachtsbäumen kann ein Thüringer Durchschnittshaushalt rechnerisch ein komplettes Jahr lang mit Strom versorgt werden. Damit können diese Weihnachtsbäume knapp 1.000 Liter Heizöl ersetzen. So leistet der ausgediente Weihnachtsbaum, ganz im Sinne der forstlichen Kaskadennutzung, sogar noch einen Beitrag als Reststoff in der bioenergetischen Bilanz des Freistaates.

Der Weihnachtsbaum als Sportgerät
Selbst als Sportgerät erfährt der Weihnachtsbaum eine trendige Zweitnutzung. Immer mehr Unternehmen, aber auch Gemeinden und Städte, bieten „Weihnachtsbaum-Weitwurf-Wettkämpfe“ auf Parkplätzen oder in Fußgängerzonen an. Prämiert werden jene, die den Weihnachtsbaum in der jeweiligen Wurfklasse geschickt bis zu zehn Meter weit schleudern können. Ein olympischer Spaß für die ganze Familie. Die Bäume werden nach dem Wettkampf eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt.

Zurück in den Wald darf der Baum nicht – auch nicht als trendiger Baum mit Ballen
„Zurück in den Wald ist hingegen keine gute Idee“, stellt Gebhardt abschließend fest. Die widerrechtliche Entsorgung im Wald erfüllt den Tatbestand der Waldverunreinigung. Zudem sind derartige Waldvergehen allzu schnell der Ausgangspunkt für weitere gesetzeswidrige Hausmüllablagerungen im Wald. Und auch der trendige Weihnachtsbaum mit Ballen, für dessen spätere Auspflanzung geworben wird, gehört nicht in den Wald. Er sollte vielmehr als Exot im Garten eingepflanzt werden.
Autor: psg

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Kommentare
Psychoanalytiker
27.12.2022, 10:40 Uhr
Der Weihnachtsbaum ...
... mit Ballen, vielleich sogar von einem Waldbesitzer vor Ort direkt so verkauft, darf also nicht zurück in den Wald, weil dieser dadurch verunreinigt wird.

Wie blöd ist "Deutsch(e)land" denn eigentlich noch ...

Anmerkung techn. Support:
99Prozent der Bäume würde wohl nicht wieder in dem Wald landen, aus dem sie stammen.
Psychoanalytiker
27.12.2022, 12:51 Uhr
Lieber Technischer Support ...
... es mag ja sein, dass Weihnachtsbäume (mit Ballen) nicht dort "landen", wo sie herkommen. Da bin ich schon bei Euch.

Mir persönlich ist es aber "sch..ß" egal, in welchem Wald solch ein Bäumchen wieder eingepflanzt wird. Ich glaube auch nicht, dass in einer Wohnung irgend welche "Schädlinge" auf solch einen Weihnachtsbaum überspringen.

Unsere Naturschützer möchten einerseits "zurück zur Natur", möglichst sogar in Form von Urwäldern, und dann werden andererseits Wälder "verunreinigt", weil ein Bäumchen zurückgepflanzt wird. Wenn ich aber genau dieses Bäumchen in meinen Garten direkt am Waldesrand einpflanze, geht das !?

Und genau das ist für mich "Beknacktheit" deutscher Bürokratie ... .
bleibtmalfeinineurer
27.12.2022, 13:03 Uhr
Tatsächlich...
...wachsen Bäumchen (mit Ballen) nur sehr schwer im Garten wieder an, da wohl ein Großteil des Wurzelwerks entfernt wurde, damit sie in den Topf passen. Ist eigene Erfahrung....von 3 Bäumchen hat eines das Frühjahr überlebt. Brauchte viel Wasser und warf dann ein Jahr später die Nadeln ab.
Komiron
27.12.2022, 15:17 Uhr
wieder einmal der Psychoanalytiker
Den Weihnachtsbaum zurück in den Wald pflanzen, also wirklich, was haben
Sie noch so in petto ?
Wer sich jemals so einen 'lebendigen' Weihnachtsbaum genauer angesehen und darüber hinaus nachgedacht hat,
wie ein vielleicht im Durchmesser
30 cm großes Wurzelrudiment im Topf, ein Bäumchen von durchschnittlich
1,50 m Höhe am Leben halten soll, dem wird klar, dies ist biologisch schlicht nicht möglich.
Experten sprechen hier auch von Schrödingers Weihnachtsbaum,
ist Er schon tot, oder lebt Er noch, man weiß es nicht.
Daher ist der Hinweis im Artikel, das Bäumchen in den Garten zu pflanzen, wohl eher als Scherz zu verstehen.
Weiterhin ist die Gefahr, welche von den herunter
nadelnden Nadeln ausgeht nicht zu unterschätzen, schließlich könnte dadurch die Erdachse kippen, was Sie ja unlängst in einem Ihrer epochalen Fachbeiträge
'nachwiesen'.
Echter-Nordhaeuser
27.12.2022, 19:39 Uhr
Wohin mit dem Weihnachtsbaum?
Einen schönen großen Haufen mit Weihnachtsbäumen und anstecken. Dies gab es fast jedes Jahr zu DDR Zeiten und viele Leute haben zusammen gestanden und ein schönes Bierchen getrunken. Aber heute ist es doch nur noch der reinste Jammer, wenn das die Letzte Generation mitbekommen muss man damit rechnen das die sich an den Bäumen fest kleben. Alles nur noch traurig geworden.
Kobold2
27.12.2022, 22:12 Uhr
Na dann,
aufheben fürs Osterfeuer....
Dann klappt bestimmt auch mit dem geselligen Bier trinken.
geloescht.20250302
28.12.2022, 11:01 Uhr
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