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Mi, 18:02 Uhr
11.01.2023
Von Politik in die wirtschaft

Neuer Job für scheidende Umweltministerin

Wie mehrere Quellen heute berichteten will die noch amtierende Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund geschäftsführende Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) werden. Im Dezember hatte sie „persönliche Gründe“ für ihren Rückzug angegeben …


Bei den Thüringer Grünen ist dieser Tage einiges los. Nach dem Rausschmiss des bisherigen Ministers Justiz- und Migrationsministers Adams gestern stellt sich heute heraus, dass die scheidende Umweltministerin Siegesmund beim BDE neue Geschäftsführerin werden soll.

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Dem steht allerdings noch ein Ministergesetz des Freistaates im Wege, welches besagt, dass einem Minister eine Beschäftigung in der Wirtschaft nach dem Ausscheiden aus dem Amt für bis zu zwei Jahre ganz oder teilweise untersagt werden kann, wenn „öffentliche Interessen beeinträchtigt werden“.

Eine Beeinträchtigung ist demnach dann gegeben, wenn die angestrebte Beschäftigung in Angelegenheiten oder Bereichen ausgeübt werden soll, in denen die betroffene Person während der letzten zwei Jahre seiner Amtszeit tätig war. Das trifft auf Siegesmund eindeutig zu.
„Ich werde jetzt neue Wege gehen, eine Auszeit nehmen, bevor ich beruflich einen Neuanfang mache“, erklärte Anja Siegesmund bei ihrer Rücktrittsankündigung. Eine Entscheidung über eine Untersagung des neuen Jobs muss nun die Landesregierung auf Empfehlung eines aus fünf Mitgliedern bestehenden beratenden Gremiums herbeiführen.

Die oppositionellen Freien Demokraten haben ihre Zweifel an einer solchen Ablehnung durch die rot-rot-grüne Minderheitsregierung angemeldet. Ihr Landeschef Thomas L. Kemmerich äußerte sich heute bereits klar und missfallend zu dieser Entwicklung. „Bei der Verabschiedung des Thüringer Ministergesetzes forderten die Grünen lauthals im Parlament, dass die Karenzzeit scheidender Minister 36 Monate betragen müsse. Nun wird sich zeigen, wie es um Glaubwürdigkeit und Moral der Umweltpartei steht. Predigt sie Wasser und trinkt selbst Wein? Der Landeschef der Grünen – im wahren Leben ein Schauspiel-Direktor – zeigt schon mal seine wahre Stärke. Er inszeniert ein an Dilettantismus kaum zu überbietendes Polittheater. Als Preis winkt ihm zwar nicht die Goldene Himbeere, aber dafür die Nachfolge im Ministeramt.“

Wie die Regierung im Falle Siegesmund entscheiden wird, werden die nächsten Tage in Erfurt zeigen.
Olaf Schulze
Autor: red

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Kommentare
Piet
11.01.2023, 19:57 Uhr
Unsere Volksvertreter
führen den Amtseid ad absurdum.
pseudonym
11.01.2023, 21:23 Uhr
"will werden" und eine Auszeit nehmen
Ich möchte auch so einen schönen Posten bekommen, wenn ich sage "Ich will ... werden", und mir dann andere sagen, daß ich so einen Job bekommen soll.

Und mal 'ne Auszeit nehmen: Das würden sich wahrscheinlich Millionen von Arbeitnehmern in Deutschland wünschen.
DonaldT
11.01.2023, 21:35 Uhr
Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft
Nun, da geht sie hin, ob dahin, oder zur Kirche (wie die "Grünen" vor ein paar tagen verkündeten), ist vermutlich egal.
Sie machen dem Volk das "lebensmittel" Wasser (belastet u. a. mit Resten von Antibiotika und anderen Medikamenten) schmackhaft und schlürfen Sekt.
Das kommt doch gut (wie SPD Leute in Kiew auf dem Balkon).
Pfui.
fso2020
11.01.2023, 22:26 Uhr
Grüne Ideale
werden auf der Schlachbank, die Kapitalismus heißt, geopfert.
Vom vermeintlichen Umweltengel mutiert die noch Ministerin zur Anführerin einer, zwar kerndeutschen, aber weltweit agierenden Müllmafia.
Wandlungsfähig sind sie ja, die Grünen!
Psychoanalytiker
12.01.2023, 09:20 Uhr
Mal abgesehen davon, dass ...
... ich zwar prinzipiell für die "Rettung dieser Erde" bin, so verstehe ich die dummen Methoden und den "Verrat" der "GRÜNEN" Parteioberen an ihren eigenen Wählern überhaupt nicht. Wie kann man noch dümmer, als die "Politeliten" dieser Partei sein, denen hinterherlaufen und sie auch noch "huldigen".

Ich sage es deutlicher: Ich bin in der aktuellen Lage FÜR Braunkohleabbau, FÜR Atomkraftwerke, GEGEN Waffenlieferungen. Und genau in diesen Punkten machen GRÜNE Politiker das GEGENTEIL von dem, was ihre Basis eigentlich will. Und die Basis trottet wie die Lemminge hinterher, lässt es sich gefallen, nickt alles ab. Ich verstehe diese Wähler einfach nicht.
urbach44
12.01.2023, 10:04 Uhr
Sprachlos
Da fehlen mir einfach die Worte ! Wenn der persönliche Vorteil winkt, wird sofort sämtliche Ideologie über Bord geworfen. Das passt aber sehr gut in das Bild der aktuellen grünen Politik. Ich denke aber, die grünen Wähler sind sehr leidensfähig und glauben immer an das Gute im Menschen. Also wird immer weiter grün gewählt. Trotzdem !
Ein Bürger
12.01.2023, 12:40 Uhr
Der Staat als Beute,
das machen diese Vorgänge klar. Die Grünen legen eine solch dreiste Selbstbedienungsmentalität an den Tag, dass es einem schier die Sprache verschlägt.
Kobold2
12.01.2023, 13:09 Uhr
Ja der persönliche Vorteil
besteht mein manchen auch darin, weiter zu machen wie bisher und die langfristigen Folgen und die bisherigen Fehler zu ignorieren. Also sowas, wie der Kurzsichtige unter den Blinden....
geloescht.20250302
14.01.2023, 15:13 Uhr
So läuft das wie "geschmiert"...
...dann bekommt die Frau Ex-Ministerin Blindengeld und wir Kurzsichtigen dürfen unsere Brillen selbst bezahlen. Im übertragenenen Sinne.

Wenn sie im Berlin arbeitet, kann sie ja weiter an ihrer Kampagne "Urwald" arbeiten und die hiesige Vorzeige-Grüne Babett Pfefferlein gleich mitnehmen.

Die dortigen Dealer mit PoC-Hintergrund werden sich bedanken, wenn ihr "Arbeitsplatz" Görlitzer Park wieder aussieht wie die Savanne in ihren Heimatländern.

Und Zootiere gehören in die Freiheit...Also Löwen und Hyänen etc. in den Görli auswildern!
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