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Do, 13:10 Uhr
12.01.2023
BRUTALITÄT UND GEWALT:

Ein Kampf gegen Windmühlen?

Unfassbar die Szenen, die sich in der Silvesternacht in Berlin abspielten. Gewalt brach sich Bahn. In einem Ausmaß, das man bisher in Deutschland nicht kannte. Menschen, die dem Allgemeinwohl dienen, berufen sind, Leben anderer zu retten, bangten selbst um ihr Leben. Feuerlöscher, Steine, Böller, Flaschen flogen ihnen entgegen. Fensterscheiben der Rettungswagen und der Feuerwehren hielten den Geschossen nicht stand. Schüsse halten durch die Nacht. Einfach schrecklich! Die Täter: Überwiegend Jugendliche mit Migrationshintergrund...


Allgemein der Aufschrei. Jetzt müsse hart durchgegriffen und bestraft werden. Ohne Rücksicht! Hören wir Politiker sich lauthals überschlagend. Auch von Franziska Giffey, Berlins Regierender Bürgermeisterin. Sie fordert einen Gipfel gegen Jugendgewalt und meint: So etwas dürfe sich nicht wiederholen. Moment mal: Hörten wir die vehementen Rufe nach harten Bestrafungen nicht schon einmal? Nach den Vorfällen in der Silvesternacht vor Jahren auf der Kölner Domplatte, wo jugendliche Migranten deutsche Frauen anfielen, sie begrapschten und belästigten? Endete der Aufschrei letztlich nicht wie das Hornberger schießen?

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Enorm, was nach den Berliner Gewaltausbrüchen jetzt alles in die Wege geleitet werden soll. Neben harten Konsequenzen für die Übeltäter mehr Geld, mehr Sozialarbeiter. Der von Giffey geforderte Gipfel gegen Jugendgewalt werde ebenso ergebnislos enden wie die Kölner Gewaltnacht im Sande verlief. Das zumindest meint Heinz Buschkowsky, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Berlin-Neuköln. Er war Teilnehmer eine Gesprächsrunde bei Tichys „Berlin TV“ vom 5. Januar. Neben ihm waren Rainer Wendt, Vorsitzender Deutscher Polizeigewerkschaft, Ökonomie-Professor Hasan Alkas, und Frank Henkel, ehemaliger Berliner Innensenator, Gäste. Die Runde hatte es in sich. Kein öffentlich-rechtlicher Sender würde sie übernehmen oder ausstrahlen wollen.

Diese Gewalt in der Silvesternacht habe ihn nicht überrascht, bekannte Buschkowsky. Im Gegenteil! Aus Kenntnis der Situation habe er schon vor 20 Jahren vor Gewaltausbrüchen gewarnt. Doch seine Schilderungen wollte man nicht hören. Und auch heute will man es nicht. Für ihn sei Multi-Kulti gescheitert. Auch Rainer Wendt hält den von Giffey inszenierten Gipfel gegen Jugendgewalt für einen der Belanglosigkeit. Man kenne es nach Köln: Erst der Aufschrei, Wut, Empörung. Dann die Forderung, die Täter hart zu bestrafen. Schließlich die Mahnung zur Besonnenheit, den Vorfall nicht zu stigmatisieren, die Sache flach zu halten.

Ob die Gewalt etwas mit der Politik, die in Berlin vorherrsche, zu tun habe?, fragte Tichy. In Berlin habe man keine Polizei freundliche Regierung. Ganz im Gegenteil, will der Vorsitzende Deutscher Polizeigewerkschaft erkannt haben und machte Linksextreme in Giffeys Umfeld verantwortlich. Regelverweigerung sei ihrer Meinung nach Freiheit und die Polizei der Feind. Da werde Anarchie gepredigt. Das habe zur Folge, dass man Beamte mit Steinen, Böllern und anderen Gegenständen bewerfe und tätlich angreife. Da werde auf den Staat geschimpft, der ihnen nichts vorzuschreiben habe. Hingegen bedienten sie sich gern seiner Sozialkassen.

Klartest redete auch Hasan Alkas. Zusammengefasst: Fachkräfte brauche das Land, aber keine unkontrollierte Einwanderung und kein lasches Asylrecht. Migranten, die, wie in Berlin, auffällig werden, müssten als solche auch benannt, bestraft und, wenn erforderlich, auch abgeschoben werden. Vor allem solche, die sich nicht integrieren ließen oder wollten. Aber derlei Verfahren zögen sich über Jahre hin. Letztlich blieben die Übeltäter im Land. Man rede ihnen, so habe es den Anschein, nach dem Munde, behandele sie milde. Auch Alkas hält die Integration für weitgehend gescheitert. Da sei er deutscher als mancher Deutscher, meinte Tichy. Vielleicht, aber weil er Deutschland liebe, eine gesicherte Integration wolle und keine Politik, die auch den im Lande gut integrierten Menschen nicht hilfreich wäre, sei er für Offenheit ohne Tabus.

Alle in der Runde waren sich einig: Was da in Berlin und anderswo über die Bühne ging, sei das Ergebnis einer laschen Politik. Jahrelange Untätigkeit – nichts sehen, nichts hören, nicht handeln - mündete in Chaos und Gewalt. Rainer Wendt muss es wissen: Mit Parallelgesellschaften und Bereichen, in denen sich heute kein Polizist mehr wage, wo eigene Gesetze und kriminelle Clans dominierten. Ein Nichtstun und Wegsehen der Politik, was auch dazu führte, dass in Krankenhäusern Ärzte und Schwestern polizeilich geschützt werden müssten: vor Leuten anderer Kulturen, die gegenüber dem Personal gewalttätig würden.

Nachbemerkungen: Wenn bekannt ist, dass sich Straftäter selbst Verletzungen zufügten, um nicht abgeschoben zu werden, wenn bekannt ist, dass ihnen von „Gutmenschen“ gesagt werde, was zu tun ist, um im Lande bleiben zu können, Mörder nicht abgeschoben werden dürfen, weil ihnen in ihrem Heimatland angeblich strenge Strafen drohten, dann wird neben Rainer Wendt, Hasan Alkas, Heinz Buschkowsky und vielen anderen auch ein Boris Palmer gegen Windmühlen anrennen.

Wer immer aus der Politik die Reichsbürger-Szene klein redete, sie als ein Häuflein Irrer sah, wer Klimaschützern der letzten Generation, die sich festkleben, den Straßenverkehr oder Flughäfen blockieren, auch noch Beifall klatscht, braucht sich über die bittere Quittung nicht wundern

Auch Politiker bis zu den tiefgrünen und tiefroten ehemaligen „Friedenskämpfern“ und heutigen „Waffenliebhabern“ reden nach den Gewalttaten in der Hauptstadt jetzt wieder von Ungeheuerlichkeiten, Schimpf und Schande. Auch wenn sie sich in Talkshows in der Lautstärke nach harten Konsequenzen noch übertreffen wollen, macht sie das auch nicht glaubwürdiger.
Kurt Frank
Autor: psg

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Kommentare
Trüffelschokolade
12.01.2023, 13:39 Uhr
Kampf gegen Windmühlen
Es ist in der Tat ein großer Kampf gegen Windmühlen: neben mittlerweile vollkommen anderer Faktenlage, die hier schlichtweg nicht zur Kenntnis genommen wurde weil sie nicht ins politische Bild passt, wird getrost jegliche Forschung und tiefgehende Analyse verschmäht.
Stattdessen werden die altbekannten Ressentiments bedient, die so simple Erklärungsmuster ohne reale Lösungsperspektive anbieten. Der gesamte Artikel (genauso wie ein Großteil der Runde) ist in erster Linie Politikperformanz.

Dazu nutzt man mit Tichys Einblick gleich noch den Verweis auf ein wichtiges Organ der Neuen Rechten (und Bindungsglied bis hin in den Rechtsextremismus), das einige Male vor Gericht unterlag weil es routiniert Falschbehauptungen verbreitet. Desinformation ist dort Geschäftsmodell. Wie das Landgericht und das Oberlandesgericht feststellten, ist die Beschreibung als eine Plattform "deren Geschäftsmodell auf Hetze und Falschbehauptungen beruht" zulässig.

Wäre man wirklich an Aufklärung und möglichen Lösungsansätzen interessiert, würde man statt Politikdarstellern die einschlägige Forschung konsultieren. Ist ja nicht so als hätte es im Rahmen der Debatten der letzten zwei Wochen nicht auch eine ernsthafte wissenschaftliche Auseinandersetzung gegeben, die eben nicht auf Ressentiment, sondern auf ernsthafter Forschung beruht.
Aber das ist hier wahrscheinlich schon wieder zu viel verlangt. Ist halt nicht so geil für's aufgeheizte Gemüt. Debatten zu versachlichen und auf Fakten- und Forschungslage zurückführen zu wollen, ist der eigentliche Kampf gegen Windmühlen.
ArreeTim
12.01.2023, 14:06 Uhr
Was aber in Köln zu sehen ist
Ist eine massive Präsenz an Polizei, gleich mit mehreren Stützpunkten an Dom und Hbf., und Mannschaftswagen. Da kommen dann keine Randale auf, das internationale Publikum ist grds. Nicht radikal, dort eben wirklich sehr sicher. Polizei kann aber nicht überall sein, weder in Köln noch in Berlin. Es braucht eine andere Strategie, das ist klar, aber erkennbar ist tatsächlich nicht, dass man was wirklich ändert, bis zur Berlin Wahl schon gleich zweimal gar nicht.
Undine
12.01.2023, 14:51 Uhr
Und Klingbeil von der SPD erfindet gleich mal rechtsextreme Ausschreitungen zu Silvester,
natürlich in Sachsen und Thüringen, obwohl das nachgewiesenermaßen eine glatte Lüge ist.
DonaldT
12.01.2023, 14:57 Uhr
Ein Kampf gegen Windmühlen?
Würde der hochgelobte (von den amtierenden Politikern hochgelobt!) "demokratische" Staat, allen voran Fr. Faeser (oder kann die Frau nur pressewirksam Sekt trinken?) und ihr Amtsvorgänger (von dem ja nun gar nichts mehr zu hören ist), iher Verantwortung und ihrer Aufgabe nachkommen, dann wären Gewalttäter hier nicht mehr "willkommen".
Abschieben!
Aber es gibt wohl immer die Afganistan Ausrede, es sei nicht sicher.
Also bleiben Kriminelle (wie aktuell wieder!) hier und auf freiem Fuß.
Ist dann halt so, da dürfen wir uns dann nicht sicher fühlen.
Marino50
12.01.2023, 15:32 Uhr
Kampf gegen Windmühlen
Diese ganze Sache in der Silvesternacht wird so lange zerredet bis keiner mehr hinhört oder darüber liest, genau wie andere Sachen auch. Es wird dann schnell eine Statistik über Rechte und Reichsbürger zur Propaganda veröffentlicht. Es wird nichts passieren. Und wenn man die Nachrichten verfolgt, gibt es jeden Tag Vorkommnisse mit unseren "Goldstückchen ". Das sind unsere neuen Mitmenschen und Fachkräfte. Sie kassieren ab ohne Ende und greifen die Menschen an, nicht nur uns Einheimische. Das ist die Zukunft.
Rob2000
12.01.2023, 15:35 Uhr
Nur nicht aufregen
Das deutsche Volk wollte es doch so...
Das war jetzt kein Geheimnis vor der Wahl was unsere Regierung so macht und vor hat!
Man kann nur stark hoffen...das die Bevölkerung sich merkt bis zur nächsten Wahl!
Was die Regierung verschleiert,wo sie unsere Steuergelder hin schickt und so weiter!
Muggefug
12.01.2023, 19:28 Uhr
Zuwanderung
Natürlich brauchen wir Zuwanderung, nur ist unsere Regierung nicht in der Lage ein vernünftiges Gesetz für eine zielgerichtete Zuwanderung zu verabschieden. Es werden ungebildet Leute ins Land gelassen die für den Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen sind.
Mit Gutmenschentum kommt man da nicht weiter und holt sich nur Schmarotzer in die soziale Hängematte.
Die meisten Länder die Einwanderer zulassen haben das an straffe Kriterien gebunden.
Wer sich nicht benehmen kann muss das Land verlassen. Aber diese Diskussion wird sich spätestens nächstes Sylvester wiederholen, leider.
Rob2000
12.01.2023, 20:55 Uhr
Wie jetzt?
denke das sind alles goldige Facharbeiter...denen wir unser Wohlstand zu verdanken haben? Genau diesen Zuwanderern haben wir es doch zu verdanken das unsere große Industrie so standfest und stark ist...hab ich doch erst vor kurzem gelesen, oder irre ich mich da?
Also wenn in der Politik um das Thema Flüchtlinge geht...da wird fast jeder Politiker zum Märchen erzähler.
Echter-Nordhaeuser
12.01.2023, 21:09 Uhr
Klimaschützern der letzten Generation
Was erwartet diesen Leuten an Strafen die in Lützerath Polizeibeamte mit Steinen, Molotow-Cocktails und Feuerwerkskörper beschossen haben? Dies wird wohl schön im Sande verlaufen. Hier müssen und sollten gleich alle Hebel in Bewegung gesetzt werden sonst wird man hier über diese Personengruppe auch nicht mehr herr.
grobschmied56
13.01.2023, 00:03 Uhr
Unfaßbar auch die Szenen aus Lützerath ...
... wo militante 'Klimaschützer' die letzte Barrikade gegen den Weltuntergang errichtet haben. Und mal eben ihre lieben Kleinen mitschleppen und in den Kampf für das Fortbestehen der Menschheit involvieren.
Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Weltretter dort bewerfen Polizeibeamte mit Steinen oder gar Brandflaschen und haben dabei ihre Kinder neben sich!
Tolle Vorbilder, sage ich nur. Was passiert, wenn einer der kleinen Purzel durch Steinwurf oder Brandsatz verletzt wird? Natürlich wird das dann dem 'Schweinesystem', der 'Polizeibrutalität' angelastet!
So werden Märtyrerlegenden gestrickt und die nächste 'letzte Generation' indoktriniert, wie schlimm Kapitalismus und parlamentarische Demokratie sind.
Ist's Wahnsinn auch, so hat er doch Methode!
Und die ist ganz einfach - man bringt sich selbst und seine Kinder in eine aussichtslose Situation, die nur katastrophal enden kann - und schon kann man für die nächste Generation die Opferrolle geben. Wie blöde muß man sein, um so einen Klamauk zu kaufen? Achtet einfach mal drauf, welchen Stellenwert die Grünverpeilten in den ÖRR - Anstalten den 'Märtyrern' von Lützerath widmen werden in ihrem Kampf gegen das 'System' - eigentlich dargestellt vom Aachener Polizeipräsidenten - (auch Grüne) und der NRW-Umweltministerin (auch Grüne).
Eine bundesdeutsche absurde Klamotte, wie sie sich kein Drehbuchautor ausdenken kann!
Paulinchen
13.01.2023, 11:36 Uhr
Was erwarten die...
... Sturkoepfe in dem Tunnel unter dem Haus von der Polizei? Diese selbst errichteten Bunker sind kaum zu erreichen, geschweige denn so abgestützt, dass man einem Polizisten zumuten könnte, dort runter zu gehen. Wie wäre es denn, wenn man mit ein wenig Wasser den dort rein laufen lässt und es dort unbequemer wird. Denn es haben sich ja auch nicht alle auf der Straße festgeklebt, die es aber gesagt haben. Also ein Versuch ist es deshalb allemal wert. Nicht auszudenken, wenn wegen dieser Idioten ein Polizist/in in den Katakomben verschüttet wird. Das sind die Terroristen nicht wert.
geloescht.20250302
13.01.2023, 16:58 Uhr
Schönes Gleichnis...
...zu einem Roman der Weltliteratur!

Dort wurde der "Kämpfer" auch verlacht und seine "Gegner" waren Illusionen und Phantome.

Bei uns werden ein angeblich zu bekämpfender Popanz hochgejazzt und die wirklichen Gefahren ignoriert, schöngeredet oder gar mit Steuergeldern gepampert.

Und nicht immer sind wie in Märchen und Sagen der Müller und der Grobe oder Feine Schmied die Bösen.

Manchmal ist es heutzutage die "Schöne Maid" oder der Troubadour, wenn er auf einem schon zu Schanden geritten Gaul angekeucht kommt.

Und wer das anspricht diffamiert oder lächerlich gemacht.
grobschmied56
13.01.2023, 19:19 Uhr
Undine zum Trost ...
... der Herr Klingbeil hat (für seine Verhältnisse) geradezu eine Rolle rückwärts hingelegt! Ganz offiziell hat er zugegeben, einer Falschmeldung (Neu-Sprech: Fake-News) aufgesessen zu sein. Die schlimmen rrräächten Exzesse, die man in Sachsen und in Thüringen in der Neujahrsnacht beobachtet haben will, die haben so ... zum größten Teil ... also fast gar nicht ... oder überhaupt nicht ... stattgefunden! Oder so...
Tja, äh, sorry... hab' mich geirrt... kann ja mal passieren.
Also - für seine Verhältnisse - schon ein ziemlich radikale Kehrtwende.
Uff! Nahe dran an der Zangengeburt.
Aber man muß auch den guten Willen sehen.
Und die Einsicht.
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