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So, 08:38 Uhr
21.01.2024
Streusalz schädigt Pflanzen, Tierpfoten und Gewässer

Salz gehört in die Suppe und nicht auf die Straße

In den nächsten Tagen soll es in Thüringen wieder vermehrt zu Schneefällen und Glatteisbildung kommen. Gehwege und Hauseinfahrten müssen dann verständlicherweise gegen Glätte gesichert werden...

Für Grundstückseigentümer bedeutet das ein erhöhtes Haftungsrisiko, denn sie sind für die Sicherheit auf ihren Gehwegen verantwortlich. „Viel zu schnell wird dann zum altbekannten Streusalz gegriffen. Dabei birgt der Einsatz von Salz erhebliche Gefahren für Tiere, Pflanzen und die Umwelt. Streusalz schädigt Bäume, trägt zur Versalzung von Gewässern bei und greift die Pfoten von Wild- und Haustieren an“, erklärt Marcus Orlamünder, Naturschutzreferent des NABU Thüringen. Deshalb sollte beim Winterdienst auf Gehwegen und Hauseinfahrten ganz auf Streusalz verzichtet und stattdessen auf umweltschonende und salzfreie Streumittel zurückgegriffen werden.

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Die Gefahren des Streusalzeinsatzes sind hinreichend bekannt. Mit dem Schmelzwasser gelangt das Salz in den Boden und schädigt dort die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern. Der Nährstoffhaushalt der Pflanzen wird gestört und sie werden anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. „Streusalz schadet auch unseren Wild- und Haustieren. In vielen Fällen entzünden sich die Pfoten und es kommt zu schmerzhaften Verletzungen, unter denen die Tiere, wie häufig Hunde im Siedlungsbereich, leiden“, sagt Marcus Orlamünder. Zudem gelangt Streusalz über die Kanalisation in Bäche und Flüsse. Süßwasserfische und viele Kleintiere werden durch den Salzeintrag beeinträchtigt. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz auch ökonomische Schäden wie beispielsweise Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen.

Mittlerweile gibt es gute umweltfreundlichere Alternativen zu Streusalz. Der NABU Thüringen rät, der Rutschgefahr vor der Haustür mit Sand, Kies, Splitt oder abstumpfenden Streumitteln wie Granulaten zu begegnen und im privaten Bereich ganz auf Streusalz zu verzichten. Besonders empfehlenswert sind die vom Umweltbundesamt geprüften und mit dem „Blauen Engel - weil salzfrei“ ausgezeichneten Produkte. Wer das Streugut später zusammenkehrt und wiederverwendet, kann sogar Geld sparen. Lediglich bei Eisregen sieht der NABU auf Treppen und Rampen kaum eine Alternative zum Salz. Dann sollte es aber möglichst sparsam eingesetzt werden. Eine Mischung aus einer Handvoll Sand und einem Esslöffel Salz zeigt in solchen besonderen Situationen einen guten Effekt. Bei Temperaturen unter minus 10 Grad hilft Streusalz ohnehin nicht mehr.
Autor: red

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Kommentare
wonne
21.01.2024, 13:13 Uhr
Streugut
Ich würde das ökologische Streugut gern benutzen, aber außer Streusalz ist im normalen Handel nichts im Angebot !
Wo gibt es denn sowas ???
MFG
Warren
21.01.2024, 13:56 Uhr
Kein Salz mehr zu bekommen
....die Leute kauften wie verrückt !
Alternativ bot mir ein Baumarktverkäufer einen Sack Blumenerde an
Kobold2
21.01.2024, 14:00 Uhr
???
Split, Kies und Sand gib es im ganz normalen Baustoffhandel.....
Wichtiger ist es, den Schnee erst wegzuräumen, bevor man drauf rumtrampelt. Dann braucht man gar keine Streumittel.
wonne
21.01.2024, 14:26 Uhr
Baustoffhandel
Nicht jeder hat einen Baumarkt vor der Haustür oder die Möglichkeit 25 kg schwere Säcke zu transportieren ,außerdem sprach ich vom normalen Handel !
Kitty Kat
21.01.2024, 15:05 Uhr
Überall viel zu viel Salz
In der ganzen Stadt ist die Qualität beim Winterdienst auf Fußwegen vielfach nicht überzeugend, weil sinnlos zu viel Salz eingesetzt wird. Den Schnee halb beräumt und dann ordentlich Salz drauf....das ist nicht nur schädlich und unnütz teuer, es läuft sich auch bescheiden. Niemand räumt nach dem Streuen die teils richtig hohe Salzmatschschmiere weg. An so vielen Stellen wünsche ich mir immer, dass derjenige tagsüber mal da lang eiern muss, der für den schmierigen Matsch verantwortlich ist. Wie es bereits geschrieben wurde, eine richtig gute Beräumung ist die halbe Miete. Es gibt so tolle rotierende Bürsten...nach der Anwendung kann man laufen wie im Sommer. Und wenn Streuen sinnvoll ist, warum dann nicht mit dem guten alten Kies bzw. Split?
Nordhausen phantasiert immer mal von klimaneutral, fair trade und was weiß ich, aber warum nicht hier und heute die Salzfestspiele in der Stadt beenden und damit ein konkretes Zeichen setzen und vor der eigenen Haustür eine Verbesserung herbeiführen?
Kobold2
21.01.2024, 16:28 Uhr
Ach Wonne
Ein bißchen mehr Kreativität...
Wo holt denn z.B. der Bauhof seinen Split her?
1-2 Eimer ins Auto reicht, man braucht keine 25kg Säcke schleppen, jedenfalls nicht für ein einfaches Wohnhaus.
Aber man brauch scheinbar genug Ausreden, damit man die eigene Bequemlichkeit anderen anhängen kann.
Unser Streumittelbedarf ist seit Jahren überschaubar. Das liegt weniger am Wetter, sondern an der o.g. Vorgehensweise.
Am Tip mit der Blumenerde erkennt man den Fachkräftemangel ....
Jäger53
22.01.2024, 09:03 Uhr
Salz auf Straßen und Gehwege
Schnee wird so früh wie möglich weggeräumt noch bevor er festgetreten wird. Außerdem ist Schneeräumen ein guter Frühsport und man ist schnell wach. Salz wird nur bei Eis eingesetzt. Daran sollte sich der Winterdienst auch hallten. Denn das Salz zerstört auf lange Sicht die Straßen und die Autos. Durch das Salz entstehen ganz feine Haarrisse, dort hinein läuft Wasser und friert.
Dadurch werden die Risse immer größer. Es kommt zu Straßenschäden die mit Steuergeldern saniert werden müssen.
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