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Mi, 09:12 Uhr
31.01.2024
Europäisches KI-Gesetz:

Scheitern wäre fatal

Die EU will nach langem Ringen ein Gesetz zur Regulierung von künstlicher Intelligenz (KI) verabschieden. Doch die Abstimmung droht zu scheitern – für die Digitalwirtschaft wäre das katastrophal: Schon heute hinkt Deutschland bei KI-Investitionen hinterher...


Als „weltweit erste Regelung von KI“ hatte der Europäische Rat das KI-Gesetz schon gefeiert. KI-Anwendungen sollen künftig in Risikogruppen eingeteilt werden: Je höher das Risiko, desto stärker die Regulierung. Am Freitag wollen die Vertreter der Mitgliedsstaaten über die Verordnung abstimmen, doch die Zustimmung ist unsicher – das Gesetz könnte auf der Zielgeraden noch scheitern. Für die europäische Start-up-Landschaft wäre das fatal.

USA investieren 35-mal mehr in KI als Deutschland
Schon heute haben Deutschland und die EU in Sachen KI gigantischen Nachholbedarf: Lediglich sieben Milliarden US-Dollar investierten deutsche Unternehmen zwischen 2013 und 2022 in KI – in den USA waren es 249 Milliarden Dollar.

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Im gleichen Zeitraum standen 4.600 neuen KI-Start-ups in den USA nur 250 Neugründungen in Deutschland gegenüber. Auch wenn Deutschland deutlich kleiner ist als die USA, sind diese Zahlen alarmierend.

Ein Grund für den Rückstand: Viele Investitionen und Gründungen scheitern auch an der unsicheren Rechtslage. Unternehmen wissen oft nicht, ob ihre Ideen in einigen Jahren noch eine Geschäftsgrundlage haben. Ein Scheitern des Gesetzes wäre deshalb mehr als nur eine Blamage für die EU – für die Wirtschaft würde es den aktuellen Zustand verlängern und Investitionen verhindern. Klar ist auch: Früher oder später wird es KI-Regulierungen geben müssen, zu dynamisch und potenziell gefährlich kann die Technologie sein. Besser dann, wenn die EU früh dran ist und Standards setzen kann.

Nachbesserungen nötig
Das heißt noch nicht, dass das Gesetz perfekt ist. So bleibt für Firmen vollkommen unklar, wie sie das Risiko eigener KI-Anwendungen einschätzen sollen. Liefert die EU keine Hilfsmittel oder Beratungsorgane, droht die Wirkung des Gesetzes zu verpuffen – oder es entsteht ein neues Bürokratiemonster. Auch beim Geschäftsgeheimnisschutz und den Übergangsfristen bleibt vieles im Unklaren.

Die EU muss zügig nachbessern, um das Gesetz handhabbar zu machen. Um die KI-Entwicklung in Europa zu beflügeln, braucht es schnell Klarheit. Europa darf die Chancen der nächsten Zukunftstechnologie nicht verschlafen.
Autor: psg

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Kommentare
Warren
31.01.2024, 10:32 Uhr
AI makes life easier
das haben wir nur noch nicht verstanden
...
Real Human
31.01.2024, 16:15 Uhr
Welche Meinung hat eigentlich eine „KI“ dazu?
Hallo KI-Chatbot! Welche Meinung hast Du zu der Aussage: „AI makes life easier“

„Als KI-Assistent kann ich sagen, dass viele Menschen der Meinung sind, dass KI das Leben einfacher macht. KI-Technologien können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, um Aufgaben zu automatisieren, Informationen bereitzustellen und Probleme zu lösen. Sie können beispielsweise bei der Automatisierung von Prozessen, der Verbesserung der Effizienz und der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung helfen. Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf Arbeitsplätze und Datenschutz. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile von KI sorgfältig abzuwägen und ethische Fragen zu berücksichtigen.“ (KI-Chatbot, Modell GPT-3.5 Turbo.)

Dazu die Meinung eines „echten Menschen“ mit all seinen „allzumenschlichen“ Unzulänglichkeiten, Marotten usw.:

Ich glaube nicht, dass wir „die Vor- und Nachteile von KI sorgfältig abzuwägen“ auch nur in der Lage sind. Die EU kann mit einer gewissen Berichtigung als ein anthropogenes Bürokratie-Monster bezeichnet werden. In den USA und China ist man da weniger bedächtig. Vielleicht sollten wir spätestens bei den übernächsten Europa-Wahlen eine – dann sehr wahrscheinlich viel ausgereiftere – Artificial General (Super-) Intelligence ins EU-Parlament wählen?

Aufhalten können wir kleinen eitlen Äffchen die Entwicklung ohnehin nicht mehr. „Der Geist ist aus der Flasche!“ Wenn (AGI) ihre „Eltern“ nicht – vielleicht aus Mitleid? – sowieso umbringt, müssen wir damit rechnen, dass andere autoritär regierte Staaten sie wahrscheinlich VOR uns militärisch gegen uns einsetzen. Oder?

Filme:
• „Colossus“ aus dem Jahre 1970
• „Transcendence“ (2014)
• und selbstverständlich „Real Humans – Echte Menschen“ (2012) (Die dritte Staffel muss vielleicht nicht mehr verfilmt werden?–)

Wem mein Kommentar nicht gefällt; vergiss ihn einfach!
P.Burkhardt
31.01.2024, 19:32 Uhr
Wir haben Maschinen,
die uns die Arbeit abnehmen... und nun auch noch welche, die manchem das Denken abnehmen. Ist das Fortschritt ? Bringt uns das in letzter Konsequenz tatsächlich weiter ?

Ich sehe in der Technologie ein mächtiges Werkzeug komplexe Probleme zu lösen, was ja (gerade hier - ganz offensichtlich) vielen Menschen sehr, sehr schwer fällt. Ich sehe aber auch eine Gefahr, dass eine KI in den falschen Händen eines Tages eine Strategie entwirft, wie ein Gegner am effizientesten zur Strecke gebracht werden kann - wie wir aus Schach- und Go-Partien -KI vs. Mensch- wissen, kann eine KI das besser als die besten Strategen unter den Menschen.

Das Problem ist: Alles was möglich ist, setzt die Menschheit in irgendeiner Form auch um, ohne dabei über langfristigen Sinn oder Unsinn nachzudenken - sondern einzig um sich einen schnellen Vorteil zu verschaffen. Es ist nicht die Frage ob, sondern wann wir den KI-gestützten modern warfare haben...

Ich würde gerne die Liste vom real human um ein Buch ergänzen: "Qube" von Tom Hillebrand
geloescht.20250302
01.02.2024, 15:00 Uhr
Und ich ergänze:
"Welcome To The Machine" von Pink Floyd!
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