Fr, 09:31 Uhr
02.05.2025
Biber in Thüringen:
Reviere und Individuenzahlen deutlich zugenommen
Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf die Anfrage der Abgeordneten Nadine Hoffmann (AfD) hervorgeht, haben sich Anzahl der Reviere des Bibers und die Individuenzahlen im Freistaat seit 2020 mehr als verdoppelt...
Waren es 2020 120 bis 130 Reviere und 350 bis 400 Biber, sind es 2024 bereits 260 Reviere mit etwa 800 Bibern. Im Jahr 2024 gingen 24 Schadensmeldungen ein, von denen nur elf mit einer Gesamthöhe von 21.511 Euro bewilligt wurden. Auch die Biberberater, die mit dem Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs zusammenarbeiten, haben sich verdoppelt, so sind es aktuell 77, Anfang 2024 waren es 37. Hinzu kommen Ehrenamtliche, die mit Unteren Naturschutzbehörden arbeiten.
Gefragt wurde auch nach Zerstörung oder Beschädigung von Biberbauten. Demnach wurden im Jahr 2024 derartige Fälle in mehreren Landkreisen registriert. In einem Fall aus dem Unstrut-Hainich-Kreis läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren. Nach Ausnahmeregelungen des Bundesnaturschutzgesetzes zur letalen Entnahme des Bibers befragt, verweist die Landesregierung darauf, dass es seit 2020 keine letalen Entnahmen, also Tötungen, gegeben hat. Es wurden jedoch in zwei Fällen Tiere nicht letal entnommen, die sich verirrt hatten und anschließend an einem anderen Ort freigelassen worden sind. Eine Möglichkeit der Herabsetzung des Schutzstatus sieht das Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten nicht, denn auf EU-Ebene gebe es derzeit dafür keine Pläne, wenngleich sich der Erhaltungszustand des Bibers verbessert habe.
Autor: redWaren es 2020 120 bis 130 Reviere und 350 bis 400 Biber, sind es 2024 bereits 260 Reviere mit etwa 800 Bibern. Im Jahr 2024 gingen 24 Schadensmeldungen ein, von denen nur elf mit einer Gesamthöhe von 21.511 Euro bewilligt wurden. Auch die Biberberater, die mit dem Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs zusammenarbeiten, haben sich verdoppelt, so sind es aktuell 77, Anfang 2024 waren es 37. Hinzu kommen Ehrenamtliche, die mit Unteren Naturschutzbehörden arbeiten.
Gefragt wurde auch nach Zerstörung oder Beschädigung von Biberbauten. Demnach wurden im Jahr 2024 derartige Fälle in mehreren Landkreisen registriert. In einem Fall aus dem Unstrut-Hainich-Kreis läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren. Nach Ausnahmeregelungen des Bundesnaturschutzgesetzes zur letalen Entnahme des Bibers befragt, verweist die Landesregierung darauf, dass es seit 2020 keine letalen Entnahmen, also Tötungen, gegeben hat. Es wurden jedoch in zwei Fällen Tiere nicht letal entnommen, die sich verirrt hatten und anschließend an einem anderen Ort freigelassen worden sind. Eine Möglichkeit der Herabsetzung des Schutzstatus sieht das Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten nicht, denn auf EU-Ebene gebe es derzeit dafür keine Pläne, wenngleich sich der Erhaltungszustand des Bibers verbessert habe.