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Di, 10:34 Uhr
16.09.2025
Ein Blick in die Statistik

5.000 Kinder weniger

In Nordhausen wird darüber diskutiert, ob Kindergärten geschlossen werden müssen weil es an Nachwuchs fehlt. Wie das Landesamt für Statistik heute heraushebt, ist man mit der Problematik in Thüringen nicht allein...

Am 1.3.2025 besuchten in Thüringen 82 139 Kinder im Alter von unter 14 Jahren eine der 1 340 Kindertageseinrichtungen oder wurden von den 163 Tagesmüttern und -vätern betreut. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, waren das 5 023 Kinder bzw. 5,8 Prozent weniger als 1 Jahr zuvor.

Davon besuchten 81 589 Kinder eine Kindertageseinrichtung (-4 949 Kinder bzw. -5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 554 Kinder waren in öffentlich geförderter Kindertagespflege (-73 Kinder bzw. -11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

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Von den in Thüringen betreuten Kindern waren 26,8 Prozent (22 037 Kinder) unter 3 Jahre alt. Bei den Kindern im Alter von unter 3 Jahren entsprach das einem Rückgang von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresstichtag. 58,9 Prozent befanden sich im Alter von 3 bis unter 6 Jahren (48 367 Kinder). Dies waren 2 012 Kinder bzw. 4,0 Prozent weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Weiterhin wurden 14,3 Prozent (11 735 Kinder) im Alter von 6 bis unter 14 Jahren betreut und damit 450 Kinder bzw. 3,7 Prozent weniger als 1 Jahr zuvor.

Die Betreuungsquote* der unter 6-Jährigen betrug am 1.3.2025 in Thüringen 79,0 Prozent. In der Altersgruppe der 3- bis unter 6-Jährigen wurde eine Betreuungsquote von 96,9 Prozent verzeichnet und bei den unter 3-Jährigen von 56,2 Prozent. Im regionalen Vergleich wies die kreisfreie Stadt Jena am 1.3.2025 die höchste Betreuungsquote (82,2 Prozent) der Kinder im Alter von unter 6 Jahren auf, während die niedrigste mit 72,4 Prozent in der kreisfreien Stadt Suhl ermittelt wurde.

Am 1.3.2025 waren 18 205 Personen in den Thüringer Kindertageseinrichtungen tätig und damit 0,8 Prozent weniger als am 1.3.2024. Der Großteil, 15 825 Personen bzw. 86,9 Prozent, war im pädagogischen, Leitungs- und Verwaltungsbereich beschäftigt. Zum Vorjahresstichtag ist dies ein Rückgang um 95 Personen (-0,6 Prozent). Die Zahl der in diesem Bereich tätigen Männer nahm hingegen erneut zu und hat sich gegenüber dem 1.3.2015 fast verdoppelt (von 575 Personen auf 1 124 Personen). Rund jeder 14. Beschäftigte ist damit männlichen Geschlechts.

Auf Basis der vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit wurden im pädagogischen, Leitungs- und Verwaltungsbereich rechnerisch 14 056 Vollzeitstellen** ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt sank diese Zahl um 20 rechnerische Vollzeitstellen.

32,5 Prozent des pädagogischen, Leitungs- und Verwaltungspersonals waren jünger als 35 Jahre (5 145 Personen), 44,7 Prozent waren im Alter von 35 bis unter 55 Jahren (7 080 Personen) und 22,7 Prozent waren 55 Jahre oder älter (3 600 Personen). Der höchste Anstieg zum Vorjahreszeitpunkt ist mit 8,2 Prozent in der Altersgruppe von 35 bis unter 45 Jahren zu verzeichnen.

*Betreuungsquote: Anzahl der betreuten Kinder je 100 Kinder der gleichen Altersgruppe. Die Berechnung der Betreuungsquote zum Stichtag 1.3.2025 erfolgt mittels fortgeschriebener Bevölkerungszahl zum 31.12. des Vorjahres erstmals auf Datenbasis des Zensus 2022. Die zeitliche Vergleichbarkeit der Betreuungsquoten ist durch den Umstieg der Datenbasis Zensus 2011 auf Zensus 2022 eingeschränkt.
**Für eine Vollzeitstelle wurden 39 Wochenstunden angesetzt.
Autor: red

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Kommentare
Wanderwölfin
16.09.2025, 16:23 Uhr
Wenig Kinder
Es ist sinnvoll,Kindergärten welche sich nicht mehr rechnen zu schließen.
P.Burkhardt
16.09.2025, 19:14 Uhr
Das muss man etwas differenzierter sehen @Wanderwölfin...
Kindergärten sind genauso wie Schulen, Altenheime und Krankenhäuser soziale Einrichtungen.

Ich glaube nicht, dass es immer sinnvoll ist, diese zu schließen nur weil sie sich nicht rechnen. Was machen z.B. Eltern auf dem Dorf, wenn der örtliche Kindergarten schließt ?

Gerade bei Kindergärten geht es oft um räumliche Nähe zum Wohnort oder eine bestimmte Betreuungsform. Wenn die Betreuung nicht gewährleistet ist, werden wir bald noch weniger Kinder sehen, denke ich...

Es kann sinnvoll sein, über Schließungen nachzudenken, wenn räumlich nahe ein ähnliches Angebot mit ausreichenden Kapazitäten besteht.
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