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Do, 10:11 Uhr
06.11.2025
ifo Institut

Social-Media-Plattformen können der Demokratie helfen

Social-Media-Plattformen können der Demokratie helfen dabei helfen, Formen der demokratischen Beteiligung wie Proteste zu organisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die im EconPol Forum des ifo Instituts veröffentlicht wurde...

„Online-Bewegungen können die demokratische Debatte fördern – insbesondere unter Gruppen, die sich von den traditionellen Medien oft ignoriert fühlen. Aufgrund ihrer digitalen Natur können sie sich auch schnell über Grenzen hinweg verbreiten“, sagt ifo-Forscherin Annalí Casanueva-Artís.

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Die Forscherin weist auch darauf hin, dass solche Bewegungen keine hierarchischen Strukturen oder formellen Organisationen wie Parteien erfordern. „Dadurch sind sie schneller, effizienter und einfacher zu organisieren. Die Bewegungen #MeToo und Black Lives Matter sind gute Beispiele dafür“, fügt Casanueva-Artís hinzu.

Untersuchungen haben ergeben, dass ein hohes Engagement für die Black-Lives-Matter-Bewegung, die hauptsächlich über soziale Medien organisiert wird, mit liberaleren Ansichten und sogar mit einem Rückgang der Diskriminierung am Arbeitsplatz verbunden ist. „Proteste in der Online-Welt können zu Änderungen in den Einstellungen in der Offline-Welt führen“, sagt Casanueva-Artís. Der Nachteil ist, dass dieselben Strukturen, die demokratisches Engagement im Internet ermöglichen, auch die Hemmschwelle für antidemokratisches Verhalten senken können.

Um das demokratische Potenzial digitaler Proteste zu nutzen und gleichzeitig ihre Risiken einzudämmen, sind gut durchdachte Vorschriften durch den europäischen Gesetzgeber notwendig, um die Verbreitung von Falschinformationen einzuschränken und die Mobilisierung in politischen Prozessen zu fördern. „Damit digitales Engagement die Demokratie wirklich stärken kann, muss es inklusiv sein“, betont Casanueva-Artís. „Regierungen und Institutionen sollten es engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Organisationen erleichtern, sich an politischen Prozessen zu beteiligen.“
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
07.11.2025, 06:38 Uhr
Social-Media-Plattformen können der Demokratie helfen - wirklich?
Zitat aus dem Text:
Um das demokratische Potenzial digitaler Proteste zu nutzen und gleichzeitig ihre Risiken einzudämmen, sind gut durchdachte Vorschriften durch den europäischen Gesetzgeber notwendig, um die Verbreitung von Falschinformationen einzuschränken und die Mobilisierung in politischen Prozessen zu fördern.
Also mal wieder Vorschriften!
Und wer bestimmt, was "Fakschinformationen" sind?, die, denen Infos nicht ins Konzept passen?
Und was für "politischeProzesse" sollen gefördert werden?, wie beim Weidel Interview im ZDF?
P.Burkhardt
07.11.2025, 14:33 Uhr
was Falschinformationen sind...
...wird von niemandem festgelegt @DonaldT:

Falschinformation: "Inhalte, die sachlich falsch sind oder die Realität verzerren." Ein Unterkategorie der Falschinformation ist die Desinformation. Während Falschinformationen unabsichtlich (wegen Irrtum oder Unwissenheit) verbreitet werden können, erfolgt Desinformation bewusst und gezielt (das kann auch durch das Weglassen von Teilinformationen erfolgen).

Merkmal von Falschinformationen ist:
- Inhaltlich falsch: Die I. widerspricht überprüfbaren Fakten

Somit bestimmt niemand, was eine Falschinformation ist, sondern sie ist einfach falsch, weil sie nicht stimmt. Das kennen Sie doch von ihrem Namensvetter im (halbabgerissenen) weißen Haus 😉.
nur_mal_so
07.11.2025, 23:29 Uhr
"Falschinformationen"
lieber DonaldT, sind zum Beispiel von Frau Weidel im ZDF-interview, auf welches Sie sich explizit beziehen, propagierte Äußerungen, die AfD würde sich "für den kleinen Mann" einsetzen, wenn stattdessen die als "Zielpublikum" gern genommene Kernfamilie von verheirateten Geringverdienern mit zwei Kindern statt "wir kämpfen für eine bessere Lebensqualiät für euch!" den AfD-Steuerplänen nach für diese Kernfamilie plötzlich 1800€ Mehrbelastung pro Jahr ins Haus stehen.
Deshalb verliert Frau Weidel in dem von Ihnen explizit nachgefragten ZDF-interview auch plötzlich sämtliche mathematischen Fähigkeiten: wer möchte sich auch gern freiwillig derart bloßstelken lassen, wenn man doch "für die kleinen Leute" da ist, diese aber explizit verarscht und sich selbst stattdessen völlig gewissenlos eine Verdoppelung der Bundestags-Bezüge gönnt.

Die Benennung dieser Tatsachen können Sie gern "Falschinformation" nennen, wenn Sie die Heuchelei Ihrer Partei partout nicht wahrhaben wollen. Dass die Öffentlichmachung dieser Praktiken der AfD über Social Media Gott sei Dank dennoch stattfindet mag Ihnen nicht schmecken, sie bewahrt jedoch eines: jeder Anhänger dieser faschistischen Partei hätte sich jederzeit über die Wahrheit informieren können.
Kobold2
08.11.2025, 07:21 Uhr
Ja, Vorschriften!
Manche scheinen immer noch in der naiven Vorstellung zu leben, das Social Media Plattformen ein rechtsfreier Raum wären.
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