Sa, 13:05 Uhr
15.11.2025
Bevölkerungsentwicklung in Thüringen
Wer verliert, wer gewinnt bis 2045?
Die Bevölkerungszahl der 600 kreisangehörigen Gemeinden Thüringens wird sich bis zum Jahr 2045 voraussichtlich sehr unterschiedlich entwickeln. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, reicht die Spannbreite der zukünftigen Entwicklung der Gemeinden im Zeitraum 2024 bis 2045 von -59,4 Prozent bis +58,7 Prozent…
Den Berechnungen zufolge verlieren die 600 kreisangehörigen Gemeinden insgesamt rund 236 000 Personen bzw. 15,0 Prozent ihrer Bevölkerung. Zu diesem Resultat kommt die 2. Gemeindebevölkerungsvorausberechnung (2. GemBv), deren Ergebnisse ab heute auf dem Internetportal THÜRINGEN MORGEN einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Die Mehrzahl der kreisangehörigen Gemeinden (58,8 Prozent) verlieren voraussichtlich zwischen 10 und 30 Prozent ihrer Bevölkerung, rund 3 Prozent werden mit einer Entwicklung zwischen +2,0 und -2,0 Prozent ihre Bevölkerungszahl kaum verändern und 7,5 Prozent der Gemeinden weisen einen Zuwachs von mehr als 2,0 Prozent auf.
Charakteristisch für die Entwicklung in den nächsten Jahren ist ebenso die weitere Alterung der Bevölkerung, die sich unter anderem im Durchschnittsalter widerspiegelt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung der kreisangehörigen Gemeinden steigt gegenüber 2024 um 2,2 Jahre und erreicht 2042 mit 50,8 Jahren seinen Höchstwert. Danach stagniert es bis zum Ende des Vorausberechnungszeitraums auf diesem Niveau. Die einzelnen Gemeinden sind jedoch in höchst unterschiedlichem Maße von der Alterung betroffen.
Während sich das Durchschnittsalter in 375 Kommunen stärker als im Mittel erhöht, verringert es sich in 67 Gemeinden. Die älteste Kommune im Freistaat wird im Jahr 2045 die Gemeinde Waltersdorf im Saale-Holzland-Kreis mit einem Durchschnittsalter von 69,1 Jahren sein, die jüngste Dieterode im Landkreis Eichsfeld mit durchschnittlich 40,6 Jahren.
Durch die demografischen Veränderungen wird sich auch die Gemeindegrößenstruktur verschieben, wenn der Gebietsstand des 31.12.2024 beibehalten würde. Der Anteil kleiner Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnerinnen und Einwohnern stiege um 6,3 Prozentpunkte an, der Anteil der Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnerinnen und Einwohnern sänke um 3,8 Prozentpunkte.
Die Vorausberechnungen für die kreisangehörigen Gemeinden basieren auf dem fortgeschriebenen Bevölkerungsstand zum 31.12.2024 und reichen bis zum Jahr 2045. Die allgemeinen Annahmen der 2. GemBv unterscheiden sich von denen der 1. GemBv vor allem hinsichtlich der Berücksichtigung der in den letzten Jahren deutlich zurückgegangenen Geburtenraten sowie der erhöhten Zuwanderung im Zeitraum 2022 bis 2024. Alle Daten beziehen sich auf den Gebietsstand 31.12.2024.
Aktuelle Vorausberechnungsergebnisse für die kreisfreien Städte, die Landkreise und Thüringen insgesamt werden im Rahmen der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung im 1. Quartal 2026 erstellt.
Autor: redDen Berechnungen zufolge verlieren die 600 kreisangehörigen Gemeinden insgesamt rund 236 000 Personen bzw. 15,0 Prozent ihrer Bevölkerung. Zu diesem Resultat kommt die 2. Gemeindebevölkerungsvorausberechnung (2. GemBv), deren Ergebnisse ab heute auf dem Internetportal THÜRINGEN MORGEN einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Die Mehrzahl der kreisangehörigen Gemeinden (58,8 Prozent) verlieren voraussichtlich zwischen 10 und 30 Prozent ihrer Bevölkerung, rund 3 Prozent werden mit einer Entwicklung zwischen +2,0 und -2,0 Prozent ihre Bevölkerungszahl kaum verändern und 7,5 Prozent der Gemeinden weisen einen Zuwachs von mehr als 2,0 Prozent auf.
Charakteristisch für die Entwicklung in den nächsten Jahren ist ebenso die weitere Alterung der Bevölkerung, die sich unter anderem im Durchschnittsalter widerspiegelt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung der kreisangehörigen Gemeinden steigt gegenüber 2024 um 2,2 Jahre und erreicht 2042 mit 50,8 Jahren seinen Höchstwert. Danach stagniert es bis zum Ende des Vorausberechnungszeitraums auf diesem Niveau. Die einzelnen Gemeinden sind jedoch in höchst unterschiedlichem Maße von der Alterung betroffen.
Während sich das Durchschnittsalter in 375 Kommunen stärker als im Mittel erhöht, verringert es sich in 67 Gemeinden. Die älteste Kommune im Freistaat wird im Jahr 2045 die Gemeinde Waltersdorf im Saale-Holzland-Kreis mit einem Durchschnittsalter von 69,1 Jahren sein, die jüngste Dieterode im Landkreis Eichsfeld mit durchschnittlich 40,6 Jahren.
Durch die demografischen Veränderungen wird sich auch die Gemeindegrößenstruktur verschieben, wenn der Gebietsstand des 31.12.2024 beibehalten würde. Der Anteil kleiner Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnerinnen und Einwohnern stiege um 6,3 Prozentpunkte an, der Anteil der Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnerinnen und Einwohnern sänke um 3,8 Prozentpunkte.
Die Vorausberechnungen für die kreisangehörigen Gemeinden basieren auf dem fortgeschriebenen Bevölkerungsstand zum 31.12.2024 und reichen bis zum Jahr 2045. Die allgemeinen Annahmen der 2. GemBv unterscheiden sich von denen der 1. GemBv vor allem hinsichtlich der Berücksichtigung der in den letzten Jahren deutlich zurückgegangenen Geburtenraten sowie der erhöhten Zuwanderung im Zeitraum 2022 bis 2024. Alle Daten beziehen sich auf den Gebietsstand 31.12.2024.
Aktuelle Vorausberechnungsergebnisse für die kreisfreien Städte, die Landkreise und Thüringen insgesamt werden im Rahmen der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung im 1. Quartal 2026 erstellt.

