So, 19:28 Uhr
18.11.2012
Zum Gedenken an Millionen
Am Vormittag trafen sich im Saal des Alten Rathauses Einwohner von Heiligenstadt, um der Kriegsopfer und Opfer von Gewalt zu gedenken. Nach den Gedenkstunde wurden an zwei verschiedenen Orten Kränze niedergelegt....
Die Gedenkstunde im Alten Rathaus wurde von Cathleen Köchy, Flöte, und Michel Taxer, Cembalo musikalisch sehr würdevoll umrahmt. Heiligenstadts Bügermeister Thomas Spielmann begann seine Ansprache mit Zahlen aus der Zeit der dunklen Geschichte unseres Landes, die uns mahnen:
6 Millionen getötete jüdische Mitbürger
35 Millionen gefallene Soldaten auf allen Seiten
36 Millionen zivile Opfer
Gedenken wir am heutigen Volkstrauertag auch an die Opfer der deutschen Teilung, sagte er. Denken wir auch an jene Millionen von Bürgerkriegsopfern, nicht nur im fernen Afrika oder in Afghanistan - auch auf dem Balkan haben sich vor kurzer Zeit noch Menschen bekriegt,wurden Menschen unterdrückt, vertrieben und ermordet, so Thomas Spielmann. Er zeigte auf, die Gedanken auch an jene Soldatinnen und Soldaten zu lenken, die in Krisengebieten ihren Dienst tun.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass sich Gewalt wandele und in der heutigen Zeit und es ist nicht nur die körperliche Gewalt, die verletzt. Menschen werden heute in sozialen Netzwerken schnell zu Opfern.
Wir bekennen uns mit unserem Gedenken zum gegenseitigen Respekt und zum Wert des Lebens, schloss er seinen Vortrag.
Landrat Werner Hennig sagte in seinem Vortrag u.a., wir gedenken heute derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten...
...Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten und anderer Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren, sagte er weiter.
Wir trauern mit allen und teilen ihren Schmerz. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf versöhnung unter den Menschen und Völkern. Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt, sagte der Landrat am Schluss der Gedenkstunde.
Im Anschluss gingen die Teilnehmer zum Kriegerdenkmal im Heine-Park und legten dort Kränze nieder. Ebenfalls am Soldatenfriedhof in der Dingelstädter Straße wurde der Gefallenen gedacht. Landrat Werner Henning und Bürgermeister Thomas Spielmann legten hier ebenfalls einen Kranz nieder.
Autor: enDie Gedenkstunde im Alten Rathaus wurde von Cathleen Köchy, Flöte, und Michel Taxer, Cembalo musikalisch sehr würdevoll umrahmt. Heiligenstadts Bügermeister Thomas Spielmann begann seine Ansprache mit Zahlen aus der Zeit der dunklen Geschichte unseres Landes, die uns mahnen:
6 Millionen getötete jüdische Mitbürger
35 Millionen gefallene Soldaten auf allen Seiten
36 Millionen zivile Opfer
Gedenken wir am heutigen Volkstrauertag auch an die Opfer der deutschen Teilung, sagte er. Denken wir auch an jene Millionen von Bürgerkriegsopfern, nicht nur im fernen Afrika oder in Afghanistan - auch auf dem Balkan haben sich vor kurzer Zeit noch Menschen bekriegt,wurden Menschen unterdrückt, vertrieben und ermordet, so Thomas Spielmann. Er zeigte auf, die Gedanken auch an jene Soldatinnen und Soldaten zu lenken, die in Krisengebieten ihren Dienst tun.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass sich Gewalt wandele und in der heutigen Zeit und es ist nicht nur die körperliche Gewalt, die verletzt. Menschen werden heute in sozialen Netzwerken schnell zu Opfern.
Wir bekennen uns mit unserem Gedenken zum gegenseitigen Respekt und zum Wert des Lebens, schloss er seinen Vortrag.
Landrat Werner Hennig sagte in seinem Vortrag u.a., wir gedenken heute derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten...
...Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten und anderer Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren, sagte er weiter.
Wir trauern mit allen und teilen ihren Schmerz. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf versöhnung unter den Menschen und Völkern. Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt, sagte der Landrat am Schluss der Gedenkstunde.
Im Anschluss gingen die Teilnehmer zum Kriegerdenkmal im Heine-Park und legten dort Kränze nieder. Ebenfalls am Soldatenfriedhof in der Dingelstädter Straße wurde der Gefallenen gedacht. Landrat Werner Henning und Bürgermeister Thomas Spielmann legten hier ebenfalls einen Kranz nieder.


