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Di, 20:47 Uhr
11.06.2013

Pyrenäen-Bären vor dem Aussterben

Pedro lebt im Bärenpark in Worbis. Er fühlt sich wohl dort. Doch weltweit ist es um diese Bären schlecht bestellt. Eine Initiative will das jetzt ändern und hat eine Petition online gestellt, die Bärenfreunde unterzeichnen sollen, um die Bären zu schützen....

Pedro (Foto: Stiftung für Bären) Pedro (Foto: Stiftung für Bären)

Bär Pedro, wurde aus einem spanischen Zoo gerettet, er ist nicht für eine Wildpopulation geeignet. Heute lebt er im Alternativen Bärenpark Worbis.

Alarmstufe Rot für wild lebende Bären in den Pyrenäen: Nur noch etwa 20 Tiere leben im Grenzgebirge zwischen Spanien und Frankreich. Eine Allianz von 29 Verbänden hat jetzt eine Petition zur Rettung des Pyrenäen-Bären gestartet. Auch die STIFTUNG für BÄREN fordert die Regierungen von Frankreich und Spanien auf, umfassende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Pyrenäen-Bären und ihren Lebensraum zu schützen.

20 Bären sind an sich schon wenig, um das Überleben der Art im spanisch-französischen Grenzgebiete zu garantieren. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Population in eine westliche und ein zentrale Gruppe teilt. Dadurch ist das langfristige Überleben der Population zusätzlich stark gefährdet.

Zwar wurden erst vor kurzem im zentralen Bereich Bären ausgewildert. Nach Einschätzung von Experten ist die Zahl der Bären dort aber noch immer zu niedrig. Noch dramatischer ist die Situation im westlichen Teil: Dort sind gerade mal zwei männliche Bären nachgewiesen. Schutzmaßnahmen über die Ländergrenzen hinweg sind wichtig, weil die Bären regelmäßig die Grenze überschreiten und die politischen Hindernisse zum Schutz der Bären in beiden Ländern dieselben sind.

Helfen Sie deshalb bitte mit, die Pyrenäenbären vor dem Aussterben zu retten und unterschreiben sie die Petition! (Link unten). Die STIFTUNG für BÄREN ruft die Regierungen von Spanien und Frankreich dazu auf, umgehend Schritte einzuleiten, um die letzten Pyrenäen-Bären umfassend zu schützen.

Konkret fordert die Stiftung:
- Einführung weiterer Bären in beiden Gebieten, um die Population zahlenmäßig auf stabilere Beine zu stellen und genetisch aufzufrischen
- besseren gesetzlichen Schutz der Bären in beiden Ländern
- besseren Schutz des Lebensraumes
- effektive Maßnahmen, um das Zusammenleben von Bär und Mensch zu fördern, bspw. durch Schutz von Weidetieren und Kompensationszahlungen für Viehhalter

Die Petition wird mehrere Monate online stehen. Die Ergebnisse sollen letztlich an die Präsidenten der beiden Anliegerstaaten geschickt werden.

http://www.avaaz.org/es/petition/Petition_Ours_Pyrenees_Peticion_oso_Pirineos/
Rüdiger Schmiedel
Autor: en

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