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Mo, 14:54 Uhr
09.09.2013

Festzyklus wird fortgesetzt in Worbis

Der Festzyklus zur Bewahrung der Schöpfung wird an den nächsten zwei Donnerstagen in Worbis fortgesetzt. Der Gentechnikfilm ““Percy Schmeiser-David gegen Monsanto” von Bertram Verhaag wird gezeigt. Der Eintritt ist frei...


Der Festzyklus wird fortgesetzt mit einem “Fest der Ermutigung” unter dem Motto “Stärke meine Brüder..” am Donnerstag, 12. September ab 19.45 Uhr im Hugo-Aufderbeck-Haus in Worbis. Es wird ein Film über Gentechnik “Percy Schmeiser-David gegen Monsanto” von dem mehrfach preisgekrönten deutschen Filmemacher Bertram Verhaag gezeigt.

Zum Film: Jetzt ist Erntezeit. Die Früchte der Felder werden eingebracht. Es können Erntekränze oder Erntekörbe mitgebracht werden. Die drei schönsten Arrangements werden am Ende der Veranstaltung prämiert und gewinnen einen Preis. Herzhafte oder süße Mitbringsel zum kalten Buffet aus Küche und Garten - frisch zubereitet, gekocht oder gebacken- können mitgebracht werden.

Die Bewahrung der Schöpfung als christliche Aufgabe und Auftrag ist zentrales Thema des Abends. Er soll auf die eigene Stärke zu besinnen. Mut machen, dem eigenen Gewissen zu folgen. Und zeigen, dass manchmal ein Mensch auch allein viel bewirken kann, das allen dient.

Stellen Sie sich vor, ein Sturm weht über ihren Garten und ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung sind nun fremde, genmanipilierte Samen in ihrem jahrelang gepflegten und gehegten Gemüsebeet. Ein paar Tage später kommen Vertreter eines multikonzerns zu ihnen nach Hause, fordern ihr Gemüse und erstatten gleichzeitig Strafanzeige in Höhe von 20.000 Euro wegen widerrechtlicher Nutzung patentierter genmanipulierter Samen. Und: Das Gericht gibt dem Konzern Recht! Doch Sie kämpfen...

Diese kleine Geschichte ist keine Utopie sondern bittere Wahrheit weltweit. Es ist auch die Wahrheit von Percy und Louise Schmeiser in Kanada - Träger des alternativen Nobelpreises- die seit mittlerweile 1996 gegen den Chemie- und Saatguthersteller Monsanto kämpfen. Rund dreiviertel der Welt-Ernte an genmanipulierten Pflanzen stammen heute aus Monsanto-Labors, einem US-Konzern, der düstere Erfindungen wie DDT, PCB und Agent Orange sein eigen nennt. Um die Vorherrschaft vom Acker bis zum Teller zu erlangen, schreckt Monsanto vor nichts zurück. Das mussten auch die Farmer Troy Rush, David Runyon und Marc Loiselle erfahren, sowie tausende Bauern weltweit.

Sie und die Schmeisers kämpfen nicht nur gegen Monsanto und somit für ihre Weiter-Existenz als Farmer, sondern für das Recht auf Redefreiheit und für das Recht auf Eigentum.

Die Machenschaften des Chemiekonzerns könnten die DDR-erprobte Generationen stark an die Methoden der Stasi zu DDR Zeiten erinnern und gehen unter die Haut. Dies ist aber nicht vorbei sondern geschieht aber noch heute an zahlreichen Orten auf dieser Welt. Wie lange wird unsere Region davon noch verschont? Nur so lange, wie ihre Bewohner sich informieren, auch das Kleingedruckte lesen und sich dafür entscheiden, reines Saatgut und gentechnikfreie Futtermittel für ihre Tiere zu verwenden. Solange es das noch gibt.

Denn Monsanto ist nicht nur weit weg in der Welt. Es ist auch direkt hier in unserer Region! Die Monsanto-Produkte wie beispielsweise Round Up als Unkrautvernichter benutzen hier bereits Agrargemeinschaften, landwirtschaftliche Betriebe und viele Kleingärtner in ihren gepflegten Gartenparzellen. Über die Spätfolgen sollte sich vor Gebrauch umfassend informiert werden.

Doch vor allem setzen sich die Schmeisers für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel ein, damit auch diese eine Chance haben, in einer Welt ohne genmanipulierte Nahrung aufzuwachsen.
Dieser Film macht Mut..

Mut all denjenigen, die fürchten, man hätte als Einzelner keine Macht gegen die Politik, die Großkonzerne oder die Wirtschaft..
“David gegen Monsanto” beweist das Gegenteil. Er macht Mut, für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.Vor allem im täglichen Handeln.

Besondere Einladung ergeht an die Pfarrer, Gemeindevorstände, Gemeindemitglieder, Pfarrgemeinderat, Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD), Familienkreise und Kolping auch aus den Nachbargemeinden, da es in den Räumen der St. Nikolausgemeinde angeboten wird. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Region sind ebenso herzlich willkommen.

Bei alkoholfreien Cocktails, einem Gläschen Wein oder Bier und gemütlichem Zusammensein klingt der Abend aus.

Anmeldungen und Platzreservierungen erbeten unter 036074/92595 oder 0171/7239695. Bitte auf dem Anrufbeantworter Nachricht und Telefonnummer für Bestätigung hinterlassen. Alle interessierten Teilnehmer sind willkommen.
Susann Mai
Mitglied der katholischen Pfarrgemeinde
St. Nikolaus in Worbis
Autor: en

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