Mi, 21:20 Uhr
09.07.2014
Daggi ist im Bärenpark angekommen
Ein neuer Bär ist am Abend im Worbiser Bärenpark angekommen. Noch ist die Bärendame in der Quarantänestation, doch in einigen Wochen wird sie eine Freiheit genießen können, die sie bislang in ihrem Leben nie kannte....
Abschied am Bärenwagen (Foto: Rüdiger Schmiedel)
Abschied am Zirkuswagen.
Die Stiftung für Bären hat es möglich gemacht und hat die Bärin Daggi (Dagmar mit richtigem Namen) nach Worbis gebracht. Sie wurde vor sieben Jahren, 21. Januar 2007 in Bulgarien geboren und kam mit einem halben Jahr zu Dompteurin Maxi Niedermeyer, die viele Jahre im DDR-Zirkus Aeros und nach der Wende auch in anderen Ländern ihre Tierdressuren mit Pferd, Tiger und zwei Bären zeigte. Daggi wollte aber nicht mehr so, war für die Zirkusarbeit nicht mehr tauglich, saß die beiden letzten Jahre nur in ihrem Wagen. Die Dompteurin suchte für sie etwas Neues, doch bislang vergebens. Schließlich erfuhr Rüdiger Schmiedel von der Stiftung für Bären, die in Worbis ihren Sitz hat, von Daggi. Er und das Team vom Bärenpark beschlossen, die Bärendame nach Worbis zu holen.
Heute Morgen war es soweit, sie trafen sich mit der 74jährigen Dompteurin in Holland an der Küste. Tränen gab es, sie trennte sich schweren Herzens, aber es gab für den Bären keine Alternative. Der kleine Zirkuswagen oder das große Freigehege. Die Dompteurin würde ihren Bären in Worbis gern einmal besuchen, doch sie steht vor dem Aus. Ihr letzter Zirkus in Italien ist gerade pleite gegangen. Sie will noch ihre 38 Jahre alte Bärin Natascha pflegen, die Arthrose hat. Den Tiger konnte sie verkaufen.
Das Team vom Bärenpark hat in Holland eine Frau kennengelernt, die mit 11 Jahren in die Manege kam und vom Vater die Tierdressur übernahm. Sie hat nie etwas anderes gemacht und kennengelernt. Das es für Bären eine Qual ist, in kleinen Zirkuswagen durch die Welt zu reisen, sich von einem Pferd mit einem Tiger auf dem Rücken in einem kleinen Wagen in die Manege ziehen zu lassen und Kunststückchen für das Publikum vorzuführen, darüber hat sie sicher nie nachgedacht.
Der Bärin Daggi bleibt jedenfalls ein Leben im Zirkuswagen nun erspart. Sie wird ihr Leben fast wie in freier Natur verbringen können, mit derzeit sechs anderen Bären und sieben Wölfen. Der Stiftung für Bären sei Dank!
Ilka Kühn
Autor: en
Abschied am Bärenwagen (Foto: Rüdiger Schmiedel)
Abschied am Zirkuswagen.Die Stiftung für Bären hat es möglich gemacht und hat die Bärin Daggi (Dagmar mit richtigem Namen) nach Worbis gebracht. Sie wurde vor sieben Jahren, 21. Januar 2007 in Bulgarien geboren und kam mit einem halben Jahr zu Dompteurin Maxi Niedermeyer, die viele Jahre im DDR-Zirkus Aeros und nach der Wende auch in anderen Ländern ihre Tierdressuren mit Pferd, Tiger und zwei Bären zeigte. Daggi wollte aber nicht mehr so, war für die Zirkusarbeit nicht mehr tauglich, saß die beiden letzten Jahre nur in ihrem Wagen. Die Dompteurin suchte für sie etwas Neues, doch bislang vergebens. Schließlich erfuhr Rüdiger Schmiedel von der Stiftung für Bären, die in Worbis ihren Sitz hat, von Daggi. Er und das Team vom Bärenpark beschlossen, die Bärendame nach Worbis zu holen.
Heute Morgen war es soweit, sie trafen sich mit der 74jährigen Dompteurin in Holland an der Küste. Tränen gab es, sie trennte sich schweren Herzens, aber es gab für den Bären keine Alternative. Der kleine Zirkuswagen oder das große Freigehege. Die Dompteurin würde ihren Bären in Worbis gern einmal besuchen, doch sie steht vor dem Aus. Ihr letzter Zirkus in Italien ist gerade pleite gegangen. Sie will noch ihre 38 Jahre alte Bärin Natascha pflegen, die Arthrose hat. Den Tiger konnte sie verkaufen.
Das Team vom Bärenpark hat in Holland eine Frau kennengelernt, die mit 11 Jahren in die Manege kam und vom Vater die Tierdressur übernahm. Sie hat nie etwas anderes gemacht und kennengelernt. Das es für Bären eine Qual ist, in kleinen Zirkuswagen durch die Welt zu reisen, sich von einem Pferd mit einem Tiger auf dem Rücken in einem kleinen Wagen in die Manege ziehen zu lassen und Kunststückchen für das Publikum vorzuführen, darüber hat sie sicher nie nachgedacht.
Der Bärin Daggi bleibt jedenfalls ein Leben im Zirkuswagen nun erspart. Sie wird ihr Leben fast wie in freier Natur verbringen können, mit derzeit sechs anderen Bären und sieben Wölfen. Der Stiftung für Bären sei Dank!
Ilka Kühn














