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Sa, 10:33 Uhr
24.01.2015

Am Anfang ist das sichere Passwort

Die Nutzung des Internets ist faktisch nicht mehr wegzudenken. 2014 waren 82 Prozent der über Zehnjährigen jeden Tag online. Insgesamt liegt die Internetnutzung in Deutschland des Personenkreises ab zehn Jahren bei über 80 Prozent. Und trotzdem gibt es Anfängerfehler...


IT-Experten wie Matthias Voigt vom TÜV Thüringen warnen vor zu freizügiger Preisgabe von persönlichen Daten und raten den gesunden Menschenverstand auch in der digitalen Welt einzuschalten.

Datenklau, Cyber-Attacken, Phishing-E-Mails, Hacker-Angriffe, Trojaner oder Viren, das sind die negativen Einflüsse die uns beim täglichen Surfen im digitalen Web oder in sozialen Netzwerken begegnen können. Experten warnen davor, zu freizügig mit seinen persönlichen Daten umzugehen. Matthias Voigt, IT-Experte beim TÜV Thüringen, meint dazu: „Nur so viele Daten wie nötig und so wenig wie möglich sollten Internetnutzer bei Anmeldungen in Portalen oder beim Einkauf im Internet von sich preisgeben. Datensparsamkeit zahlt sich hierbei aus“, rät Voigt.

Nutzern empfiehlt er außerdem, beim Registrieren das Kleingedruckte genau zu lesen. „Oftmals gibt man beim Absenden der Registrierung sein Einverständnis, das die persönlichen Daten an Vertriebspartner zu Marketingzwecken weitergegeben werden. Was dann mit den Daten passiert, ist meist nicht bekannt“, so der IT-Experte.

Neben dem Prinzip der Datensparsamkeit sollten zum eigen Schutz möglichst sichere Passwörter verwendet werden. Matthias Voigt rät zu einer Mindestzeichenlänge von zehn Zeichen. Hierbei gilt: je länger das Passwort, desto besser. „Bei der Passwortsicherheit kommt es auf die Komplexität an, das heißt, dass bei der Vergabe des Passwortes möglichst Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden. Unsicher ist die Verwendung von privaten Namen, Geburtstagen oder sonstigen vollständigen Wörtern. Ein Passwort sollte darüber hinaus regelmäßig geändert werden“, empfiehlt Voigt weiter.

Für unterschiedliche Dienste sollten im digitalen Netz auch verschiedene Passwörter benutztet werden. „Ein Passwort ist etwas Persönliches. Die Preisgabe an Dritte verbietet sich daher. Das trifft gerade auch auf den geschäftlichen Bereich zu. Das Passwort des personenbezogenen PC darf auch nicht dem unmittelbaren Kollegen bekannt sein. Denn so hat derjenige Zugriff auf den E-Mail-Account und kann im Zweifel in fremdem Namen agieren. Eigentlich erklärt sich Datensicherheit hier bereits im Wort: PC steht für Personal Computer. Auf der anderen Seite würde niemand einfach den PIN seiner Bankkarte an einen Dritten weitergeben. Vertrauen ist sicher gut, der gesunde Menschenverstand manchmal besser“, meint der IT-Experte.

Voigt empfiehlt in Sachen Internetsicherheit, regelmäßig die Warnungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu beachten. Diese geben aktuelle Hinweise zu Sicherheits-Updates oder neuer umlaufender Schadsoftware.
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