Fr, 07:16 Uhr
09.06.2017
Martinskirche in Heilbad Heiligenstadt
Orgelkonzert am Sonntag mit Bundespreisträger
Am kommenden Sonntag wird in der Martinskirche in Heilbad Heiligenstadt zu einem Orgelkonzert eingeladen. Der 16-jährige Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert", Jonas Schauer aus Heilbad Heiligenstadt, spielt Werke von Bach, Buxtehude, Mendelssohn-Bartholdy und Karg-Elert.....
Zur Eröffnung erklingt die dritte Sonate des romantischen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, deren Kopfthema er zur Hochzeit seiner Schwester Fanny improvisierte. Darauf folgt eine Doppelfuge, in dem der Choral "Aus tiefer Not schrei ich zu dir" kontrapunktisch umklammert und verarbeitet wird. Diese mündet in das Thema vom Anfang. Der dialogische, lyrisch-melodische zweite Satz stellt einen undramatischen Schluss dieser Sonate dar.
Mit Präludium und Fuge g-moll folgt ein Musterbeispiel des sogenannten "stylus phantasticus". Dieses, größtenteils nur mit den Händen zu spielende Stück des norddeutschen Orgelmeisters Dietrich Buxtehude zeichnet sich durch viele Wechsel von freien, improvisatorischen und strengen, fugenähnlichen Teilen aus.
Nach dem bekannten Schlusschoral "Jesus bleibet meine Freude" aus der Bach-Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" schließt sich eine Partita über den Choral "Sei gegrüßet, Jesu gütig" des berühmten Thomaskantors an. Hierbei handelt es sich um ein mehrteiliges Werk, das auf verschiedene Weise den gegebenen Choral variiert. Am Ende erklingt der Choral, fünfstimmig ausgeführt, im majestätischen "vollen Werk" ("in organo pleno").
Anschließend folgt eine Sonate des spätromantisch-impressionistischen Komponisten Sigfrid Karg-Elert. Auf den recht frei angelegten ersten Satz folgt ein retrospektiver zweiter Satz. Dieser besteht aus einer gespiegelt angelegten Ciacona (einem barocken Schreittanz), welche mehrmals variiert wird. Nach einer Unterbrechung durch eine dreifache Fuge (eine weitere parodierte Reminiszenz an den Barock) wird das anfangs eingeführte Thema wieder aufgenommen und die Variation bis zum Erklingen aller Register der Orgel vollendet.
Der Konzerteintritt ist frei - um Spende wird gebeten. Beginn: 17 Uhr.
Autor: enZur Eröffnung erklingt die dritte Sonate des romantischen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, deren Kopfthema er zur Hochzeit seiner Schwester Fanny improvisierte. Darauf folgt eine Doppelfuge, in dem der Choral "Aus tiefer Not schrei ich zu dir" kontrapunktisch umklammert und verarbeitet wird. Diese mündet in das Thema vom Anfang. Der dialogische, lyrisch-melodische zweite Satz stellt einen undramatischen Schluss dieser Sonate dar.
Mit Präludium und Fuge g-moll folgt ein Musterbeispiel des sogenannten "stylus phantasticus". Dieses, größtenteils nur mit den Händen zu spielende Stück des norddeutschen Orgelmeisters Dietrich Buxtehude zeichnet sich durch viele Wechsel von freien, improvisatorischen und strengen, fugenähnlichen Teilen aus.
Nach dem bekannten Schlusschoral "Jesus bleibet meine Freude" aus der Bach-Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" schließt sich eine Partita über den Choral "Sei gegrüßet, Jesu gütig" des berühmten Thomaskantors an. Hierbei handelt es sich um ein mehrteiliges Werk, das auf verschiedene Weise den gegebenen Choral variiert. Am Ende erklingt der Choral, fünfstimmig ausgeführt, im majestätischen "vollen Werk" ("in organo pleno").
Anschließend folgt eine Sonate des spätromantisch-impressionistischen Komponisten Sigfrid Karg-Elert. Auf den recht frei angelegten ersten Satz folgt ein retrospektiver zweiter Satz. Dieser besteht aus einer gespiegelt angelegten Ciacona (einem barocken Schreittanz), welche mehrmals variiert wird. Nach einer Unterbrechung durch eine dreifache Fuge (eine weitere parodierte Reminiszenz an den Barock) wird das anfangs eingeführte Thema wieder aufgenommen und die Variation bis zum Erklingen aller Register der Orgel vollendet.
Der Konzerteintritt ist frei - um Spende wird gebeten. Beginn: 17 Uhr.
