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Mi, 13:16 Uhr
05.12.2018
Vorweihnachtszeit

Händler hoffen auf gute Geschäfte

Am kommenden Sonntag haben in zahlreichen Thüringer Städten die Geschäfte geöffnet. Das Thüringer Ladenöffnungsgesetz erlaubt dies nur am ersten oder zweiten Adventssonntag, sehr zum Leidwesen der ortsansässigen Betriebe, die unter der massiven Onlinekonkurrenz leiden...

Rabatte (Foto: geralt/pixabay.com)
Das Weihnachtsgeschäft ist die wichtigste Zeit im Einzelhandel. „Die Erlöse liegen zum Ende des Jahres in manchen Branchen um bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate. Die Läden vor Ort erzielen dabei ein Fünftel, der Online-Handel gut 25 Prozent des Jahresumsatzes“, berichtet Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Handelsexperten erwarteten 2018 insgesamt ein Umsatzplus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke sind traditionell Geschenkgutscheine, Spielzeug, Kosmetik, Bücher, Karten für Kulturveranstaltungen und Schmuck“, so Grusser weiter. Stark an Bedeutung gewonnen hätten Sonderverkäufe im Vorfeld des Weihnachtsgeschäftes, wie Black Friday oder Cyber Monday.

Während die Rabatte im Einzelhandel früher häufig erst nach den Feiertagen starteten, wäre dieser Zeitraum bis in den November vorgerückt. „Große Handelsketten und Onlineriesen machen trotz der zeitigen Nachlässe ordentlich Gewinn. Doch gerade für kleine und mittelständige Handelsunternehmen können diese Rabattstrategien ruinös sein“, warnt der IHK-Chef.

Die gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung sorgen dafür, dass jeder Vierte die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke steigern möchte. Mit durchschnittlich 472 Euro pro Kopf (Ifo-Institut) wollen die Deutschen vor Weihnachten zwar wieder mehr Geld ausgeben, doch insgesamt bleiben sie vorsichtig. „Die Gespräche mit den Händlern vor Ort zeigen, dass viele skeptisch sind. Zu groß sind die Herausforderungen, zu unsicher die politische Lage und zu kraftraubend die stets neuen gesetzlichen Auflagen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Gerade vor dem Hintergrund des rasant wachsenden Onlinehandels wünschten sich die Ladenbesitzer mehr Freiheiten. Die Öffnungsmöglichkeiten an maximal nur vier Sonntagen im Jahr wären angesichts der immer erreichbaren Onlinewelt nicht mehr zeitgemäß.
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