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Fr, 17:32 Uhr
14.12.2018
Unwetter im JAnuar 2018 in Deutschland

Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados (2)

Wie schon in den Jahren zuvor traten auch 2018 deutschlandweit viele extreme Wettersituationen auf, die durch ihre Auswirkungen, nicht nur aufgrund von Hitze und Trockenheit, sondern auch durch Sturm, Starkniederschläge, Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados, direkt oder indirekt zahlreiche Menschenleben forderten. Im zweiten Teil beleuchten wir Januar 2018...


Sturmtief Burglind verursachte am 03. nahezu im gesamten Bundesgebiet Schäden. Es kam zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen. Unter anderem konnten etliche Nordseefähren nicht mehr verkehren. Umstürzende Bäume blockierten Straßen und Bahnstrecken. So fuhr beispielsweise auf der Strecke Coesfeld-Dortmund (NRW) ein Zug gegen einen umgefallenen Baum und entgleiste. Bei Volksdorf (NI) sowie bei Illschwang wurden Windkraftanlagen beschädigt.

In Bayern und Baden Württemberg gab es Stromausfälle. Mehrere Dächer wurden abgedeckt; z. B. wurde in Sinzig-Bad Bodendorf (RP) ein Stalldach auf 14 parkende Autos geweht. Bei Horstmar (NRW) beschädigte ein von der Straße gewehter LKW eine Kapelle. Zahlreiche Wintersportgebiete sperrten die Loipen.

Starkniederschlag ließ in Hohenlimburg (NRW) einen Hang abrutschen. In St. Blasien (BW) mussten nach einem Erdrutsch mehrere Häuser evakuiert werden. Bei Brilon (NRW) verlor auf dem aufgeweichten Boden ein Muldenkipper seinen Halt und stürzte in einen Steinbruch. Dauerregen ließ die Flusspegel steigen, die Schifffahrt wurde auf etlichen Flüssen sowie auf dem Nord-Ostsee Kanal eingestellt. Auf dem Rhein-Herne Kanal (NRW) prallte wegen hohem Wasserstand nahe Duisburg ein Schiff gegen eine Eisenbahnbrücke, bei Oberhausen wurde ein auf einem Schiff stehender PKW beim Unterfahren einer Brücke zerstört.

Der Bahnhof in Bad Honnef (NRW) musste wegen Hochwasser gesperrt werden. In Schleswig-Holstein begann das Getreide auf überfluteten Äckern zu faulen. Am 10. führten vereiste Straßen im Raum Berlin (BE) zu etlichen Unfällen der Busverkehr wurde teilweise eingestellt.

Auf der A8 nahe Ulm (BW) verstarb im dichten Nebel am 11. eine PKW-Fahrerin beim Zusammenprall mit einem Pannenfahrzeug. Nahe Heubach (BW) verlor ein ins Schleudern geratener LKW-Fahrer sein Leben. Am 16. und 17. gab es bei Schnee und Glätte zahlreiche Unfälle, etliche LKW blieben liegen. Unter anderem wurden die A23 bei Izehoe (SH) sowie die A28 in Ostfriesland (SH) nach mehreren Glätteunfällen gesperrt.

Nahe Salzbergen (NI) verendeten 18 Schweine in einem umgekippten Viehtransporter. Im Raum Euskirchen (NRW) gerieten mehrere Busse, darunter 3 Schulbusse, ins Schleudern. Im Altmühltal (BY) verstarb ein in eine Baumgruppe geschleuderter PKW-Fahrer. Bei Saalstadt (RP) drückten Windböen einen LKW von der Fahrbahn. Am 18.Und 19. wütete Tief Friederike, während im Norden und Osten Schnee zu starken Behinderungen führte, stürmte es weiter südlich heftig. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Verkehrsschilder abgerissen. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen, so stellte z. B. die Bahn den gesamten Fernverkehr ein. Etliche LKW wurden umgeweht bei Duisburg drohte ein LKW von einer Brücke zu stürzen - zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Tausende Haushalte in Sachsen und NRW hatten keinen Strom. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Auch im Flugverkehr gab es Störungen, so wurde beispielweise der Flughafen Paderborn geschlossen. 8 Menschen kamen durch den Sturm ums Leben, unter anderem wurde auf einem
Campingplatz in Emmerich (NRW) ein Mann von einem Baum erschlagen in Thüringen traf ein Baum einen Feuerwehrmann im Einsatz tödlich.

Straßenglätte führte am 20. und 21. zu etlichen Unfällen. So stürzte beispielweise auf der A28 in Oldenburg (NI) ein Fischlaster von einer Brücke, auf der A11 bei Wandlitz (BB) kam es zu einer Massenkarambolage. Bei Lawinenabgängen in den bayrischen Alpen wurden am 21. mehrere Tourengeher verschüttet ein Mensch kam dabei ums Leben. Einsetzendes Tauwetter ließ ab dem 22. die Flusspegel steigen, unter anderem wurde der Schiffsverkehr auf Mosel, Neckar und Rhein eingestellt. Einige Straßen, wie die B42 Zwischen Rüdesheim und Oestrich (HE), mussten wegen Überflutung gesperrt werden. Am 27. verursachte Straßenglätte einige Unfälle, wie z. B. nahe Nonnweiler (SL), wo 2 PKW gegen einen bereits auf der vereisten A1 verunfallten PKW fuhren. Kräftige Windböen ließen am 28. und 29. in einigen Regionen Bäume umstürzen, unter anderem fuhr bei Ilmenau (TH) ein Regionalzug gegen einen Baum.

Tornado

Am 03. hinterließ ein Tornado morgens im Spessart bei Neuhütten (BY) eine zwischen 100 bis 300 Meter breite und ca. 5 Kilometer lange Schneise mit umgestürzten und abgebrochenen Bäumen. Am 16. wurden im Kreis Soest (NRW) vormittags gleich 2 Tornados beobachtet. Zunächst wurde bei Schoneburg (NRW) ein Baum umgeworfen, schließlich brachte der Tornado eine Scheune zum Einsturz. Kurz darauf deckte in Lippstadt (NRW) ein Tornado das Blechdach einer Lagerhalle ab außerdem wurde ein Auto durch einen umstürzenden Baum beschädigt.
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