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Di, 08:59 Uhr
01.01.2019
Neujahrsnacht aus Sicht der Polizei

Laut, aber weitestgehend ruhig

Die Thüringer Polizeidienststellen berichteten über eine zumeist friedliche Silvesternacht ohne herausragende Vorkommnisse. Im Zeitraum von 17.00 Uhr bis 04.00 Uhr wurden insgesamt 562 Notrufe über den Jahreswechsel registriert...

Gut reingekommen? (Foto: Saalenixe-74/pixabay.com)
Im Vergleich zum normalen Notrufaufkommen kann hierbei in etwa von der doppelten Anzahl ausgegangen werden. Den Schwerpunkt der Anrufe bildeten dabei die ersten zwei Stunden des neuen Jahres. Hier verzeichnete die Landeseinsatzzentrale über 252 Notrufe, welche sofortige Einsatzmaßnahmen der Polizeikräfte nach sich zogen. Trotz des erhöhten Mehrbedarfs konnte die Polizei in allen Teilen Thüringens angemessen schnell intervenieren.

Insgesamt ereigneten sich im Erfassungszeitraum rund 160 Delikte, die mit Silvester in Zusammenhang gebracht werden können und in der Erfassung der Landeseinsatzzentrale Berücksichtigung fanden. Dabei erlitten nach bisherigem Kenntnisstand 32 Personen Verletzungen, die zumeist durch ambulante Behandlungen versorgt werden konnten.

In einem Fall erlitt ein 34-Jähriger in Zeulenroda durch einen detonierten Böller hingegen schwere Verletzungen an der Hand, was zu einer stationären Aufnahme in einem Krankenhaus führte. Ebenfalls schwere Verletzungen an der Hand trug ein 20-Jähriger aus Tiefenort durch einen Feuerwerkskörper davon. Auch er musste stationär im Krankenhaus aufgenommen und behandelt werden.

Signifikant für den diesjährigen Jahreswechsel waren Branddelikte. In insgesamt 38 über Notruf gemeldeten Brandfällen erfolgte die Verständigung der Feuerwehren. Dabei kam es unter anderem infolge unsachgemäßen Umgangs mit dem Betrieb eines Gasofens zum Brand eines Einfamilienhauses im Landkreis Hildburghausen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro. Zwei Bewohner des Hauses erlitten leichte Verletzungen.

Bei den meisten Bränden besteht der Verdacht, dass auch diese durch pyrotechnische Gegenstände verursacht wurden. Mehrheitlich handelte es sich hierbei um Container- und Mülltonnenbrände, die schnell durch die eingesetzten Feuerwehren gelöscht werden konnten.

Neben den Branddelikten waren ferner auch ca. 30 Sachbeschädigungen zu verzeichnen. Im Verlauf der Nacht wurden darüber hinaus 36 Körperverletzungen angezeigt.

Nachdem die Polizei nach einem Einsatz von Rettungskräften zur Unterstützung angefordert wurde, bewarf eine 20-jährige männliche Person die Beamten mit Messern. Glücklicherweise erlitten die Einsatzkräfte hierbei keine Verletzungen. Es erfolgte die Ingewahrsamnahme und Verbringung der Person in ein Krankenhaus.

Erfahrungsgemäß wird sich die Gesamtanzahl der angezeigten Straftaten noch erhöhen, da zu erwarten ist, dass sich weitere Geschädigte in den Folgetagen bei der Polizei melden werden.
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