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01.07.2019
nnz-Forum

Die Odyssee der Seawatch

Seine eigenen Gedanken zur Rettungsaktion einer deutschen Kapitänin im Mittelmeer hat sich nnz-Leser Andreas Dittmar gemacht. Hier sein Beitrag...


17 Tage kreuzte die Kieler Skipperin Carola Rackete mit ihren von einem Holzboot geborgenen Flüchtlingen vor der italienischen Küste, bis sie sich trotz Anlegeverbot entschloss, in einer Rambo Aktion den Hafen von Lampedusa zu erobern. 60h vorher rief sie an Bord den Notstand aus. Sie segelte unter niederländischer Flagge.

Ihr stand es frei, nach Spanien, Frankreich oder gar einen Hafen in den Niederlanden anzusteuern. Auch der Weg zurück nach Afrika hätte ihr und den Menschen an Bord die 17-tägige Odyssee erspart. Nun warten auf Frau Rackete im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft, 50000 Euro Geldbuße und die Beschlagnahme des Schiffes.

Trotzdem kann sie mit der festen Unterstützung von Leuten rechnen, welche aus meiner Sicht Seenotrettung und Beihilfe zur Schleuserei nicht auseinanderhalten können. Sie wird schon als wahre Europäerin gefeiert. Auch Spenden werden eingeworben. Ganz vorn mit dabei Böhmermann, Klaas Heufer-Umlauf und andere alte Bekannte. Nicht nur in den TV- und Print Medien, sondern auch auf dem Twitter-Account von Seawatch wird diese “Mission” professionell zu einem öffentlichkeitswirksamen Krimispektakel aufgebohrt. Genau damit sendet man an die Jenigen, welche sich zur Überfahrt bereit machen ein fatales Signal.

Laut Missing Migrants haben in diesem Jahr 600 Menschen ihre Flucht über das Mittelmeer mit dem Leben bezahlt. Das sind immer noch 600 Menschen zu viel. Von Januar 2016 bis Juli 2016 ertranken fast 3000 Menschen. Im ersten Halbjahr 2019 erreichten 27800 Menschen Europa. 228600 waren es im ersten Halbjahr 2016. Der Erfolg von Salvinis hartem und konsequenten Kurs gegen die NGO’s liegt also klar auf der Hand. Auch durch die Schließung der Balkanroute wurde die illegale Migration massiv erschwert.

Weder Frau Merkel noch Herr Juncker haben funktionierende Lösungen geliefert. Eine Umverteilung der Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsländer, ein suggerierter Fachkräftemangel, Integration in diesen Dimensionen sind nicht zielführend. Ich kann nur hoffen, dass ihre Nachfolger da besser aufgestellt sind, wenn sie mit dem Postenpoker in Brüssel fertig sind. Fluchtursachen bekämpfen, Waffenlieferungen stoppen, Soziale Verantwortung von Unternehmen fordern, die dort Rohstoffe abbauen und Hilfe vor Ort leisten. 70 Mio. Menschen sind weltweit auf der Flucht. Frau Rackete hat Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet, weil sie die notwendigen Ressourcen hatte und zum Zeitpunkt der Havarie vor Ort war. Das war in dieser Situation ihre Pflicht als Kapitänin.
Andreas Dittmar
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Kommentare

01.07.2019, 12.54 Uhr
Tor666 | Sie rettet nicht,
sie und Konsorten locken Flüchtlinge an um ihr Ego zu befriedigen. Je mehr solche sogenannten Rettungsboote dort kreuzen, umso mehr Flüchtlinge werden von den Schleppern hin gekarrt. Und unsere Politiker werben noch dafür. Hart bestrafen und solchen Spektakeln ein Ende machen. Wer dafür wirbt, soll den Spaß auch bezahlen.

23   |  7     Login für Vote
01.07.2019, 12.55 Uhr
Tamara Jagellovsk | Nach meinem Dafürhalten
war das keine Rettung aus Seenot. Wer sich mit einem überladenen Gummiboot auf den Weg übers Meer macht, setzt sich bewusst den Gefahren eines solchen Unterfangens aus. Oder anders ausgedrückt, ...wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um...

Tamara Jagellovsk GSD

20   |  7     Login für Vote
01.07.2019, 13.34 Uhr
N. Baxter | korrekt
man hätte die Menschen auch in Ägypten, Tunesien Marokko oder ... absetzen können. [Vgl. CDU-Innenpolitikers Patrick Sensburg ]
Geltendes Recht und Gesetzte sind keine Menükarte, aus der man sich genau das rausnimmt was einem gerade passt!

19   |  5     Login für Vote
01.07.2019, 13.46 Uhr
Flitzpiepe | Strafe muss sein!
Du denkst genauso? Dann schicke „seawatch10“ an die 81190 um Carola Rackete für mindestens 10 Jahre in Haft zu stecken.

10   |  3     Login für Vote
01.07.2019, 14.11 Uhr
Gesperrt | Waffenlieferungen stoppen
könnte man sofort. Im Gegenteil, zum Beispiel Saudi Arabien, welches einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Jemen führt, wird immer noch beliefert.

Deren Beispiele gibt sehr viele mehr.

Leider transportieren die mainstream-Medien solche Zusammenhänge nicht. Allem anderen im Artikel oben kann man nur zustimmen. Ursprünglich öffentlich gemacht hat aber diese Zusammenhänge (Schlepper verfrachten flüchtende Menschen in see-untaugliche Schlauchboote und lesen die dann ein paar Meilen vor der Küste auf) M. Sellner von den Identitären. Ernsthaft dagegen vor geht nun erst, obwohl diese Zusammenhänge schon seit längerem bekannt sind, Italiens Ministerpräsident. Was natürlich den Flüchtlingszuzug nicht stoppt, die suchen sich einfach andere Wege.

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01.07.2019, 14.13 Uhr
Leser 3421 | Na Flitzpiepe
Glückwunsch zur Selbsreflektion bei der Wahl des Bunternamens!

Sonst: Nice try... wer da spendet, spendet direkt an die Dame und nicht für eine Verurteilung.

Salvini sagte, nur weil die „Kommandantin“ weiß, reich und deutsch sei, müsse sie niemandem vor Lampedusa „auf die Eier gehen“.
Sie könne zum Beispiel „arbeiten gehen“ oder einen Freiwilligendienst leisten.

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01.07.2019, 14.21 Uhr
Leser X | Und schon wieder...
... ein Plädoyer für mehr Unmenschlichkeit. Wie sind wir auf den Hund gekommen.

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01.07.2019, 14.56 Uhr
ndhmann | LeserX
Unmenschlichkeit?
Ist es unmenschlich, wenn ein Staat ( Italien) erwartet, dass sich alle handelnden Personen an geltendes Recht und Gesetz halten. Ein Verstoß dagegen ist eine Straftat.
Die Einmischung deutscher Politiker (Maas, Steinmeier) in diese Angelegenheit ist ein Eingriff in die Souveränität eines fremden Landes, vor allem in dessen Justiz.

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01.07.2019, 18.10 Uhr
Psychoanalytiker | Für mich ist es wieder "Poltikversagen"
Deutschland bekam vor einem Jahr keine Regierung zustande, Europa findet keine Führung der Europäischen Union und in Punkto "Flüchtlinge" wird sich Europa seit rund 4 Jahren nicht einig. Deutschland's gelebter Führungsanspruch wird zusehends geringer und die ständig angemahnte Einigung steht ebenfalls in weiter Ferne. Den Satz: "Europa muss die Verteilung der vielen Flüchtlinge besser koordinieren" kann zumindest ich nicht mehr hören, weil er nur noch ein Lippenbekenntnis deutscher Politiker ist. Frau Merkels Ansehen schwindet zusehends und "keiner macht mehr mit".

Es ist natürlich auch für mich eine Selbstverständlichkeit, gefährdete und in Not befindliche Menschen zu retten, nur ist die Lage zweischneidig. Es fällt doch auch dem "Dümmsten" auf, dass die Art und Weise dieser "Seenotrettung" immer die gleiche ist, immer nach dem gleichen Muster abläuft. Ein Boot startet jenseits des Mittelmeeres, das genutzte Boot ist überladen oder defekt, die Menschen geraten in Seenot und erwarten die Aufnahme durch Europa. Und "Europa" macht nicht mehr so mit, wie es diese wirklich armen Menschen erwarten oder bedürfen. Das Schlimme daran ist, dass professionelle Schleuser sehr viel Geld daran verdienen und so geht es auch in meinen Augen nicht mehr. Es kann nicht sein, dass Gesetze gebrochen werden und damit sehr viel Geld verdient wird. Dies ist bei der Kapitänin sicherlich nicht der Fall, aber sie unterstützt indirekt verbrecherische Schleuser, die den Ärsten der Armen versprechen, dass sie ins reiche Europa gebracht werden und die dafür sofort oder später tausende Dollar oder Euro erhalten. Sobald europäisches Festland betreten wird, hat der Schleuser sein Versprechen gehalten, aber eben auch viel Geld dabei verdient. Die Lebensgefahr geht von den Machenschaften der Schleuser aus und dem muss Einhalt geboten werden. So gesehen kämpft Italien verständlicher Weise darum. Dennoch bezeuge ich der Kapitänin meinen vollen Respekt. Aber Gesetze sind auch einzuhalten, selbst dann, wenn sie nicht nachvollziehbar sein sollten oder sind. In soweit verstehe ich sogar Italiens Politik. Die einzige Lösung gegen das professionelle Schleusertum ist der Rücktransport zum "Ausgangshafen". Nur wenn die Schleuser nicht erreichen, was sie versprechen, spricht sich dies rum und es kommt nicht mehr zur Gefahr für das Leben von vielen bedauernswerten Menschen. Europa muss erreichen, dass humanitäre Hilfe vor Ort möglich ist, aber auch dafür bedarf es einer Einigung, und die sehe ich auch wiedet nicht ...

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01.07.2019, 18.18 Uhr
Mueller13 | Menschlichkeit? Haltung? Moral
Hier geht es nicht um Rettung von Menschen, sonst könnte man sie ja einfach zum nächstgelegenen Hafen bringen. Macht Frau Rackete aber nicht, sie vollendet die Arbeit der Schlepper.
Recht und Gesetz interessieren Steinmeier, Maas (Leser X, Flitzpiepe) nicht. Ihnen geht es nur um Haltung oder Moral. Mit Moral wurde aber noch nie ein Staat erhalten. Mit Recht, Gesetz und Ordnung dagegen schon.

Aber Italien wird den Deutschen beibringen, was es von den Haltungsmenschen hält. Am Ende sitzen die Asylforderer wieder in deutschen Heimen, gesponsert von Michel.

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01.07.2019, 18.30 Uhr
Gesperrt | Die wirklich in Not geratenen
rettet keiner, weil die kein Geld haben, Schlepper zu bezahlen.

So einfach ist das.
Man muß sich nur richtig informieren, dann weiß man das auch. Im Jemen gibt es schon jahrelang eine humanitäre Katastrophe, und welche deutsche Zeitung schreibt darüber? Keine.
Nur so als Beispiel.

Die in den Gummibooten sitzen, die haben jede Menge Tausende Euros bezahlt, daß sie da sitzen können. Das sind Wirtschaftsmigranten, keine politisch verfolgten Flüchtlinge, das sind auch in den allermeisten Fällen keine Menschen, die aus Ländern kommen, die im Bürgerkrieg stecken.

Richtige Flüchtlinge sehen anders aus; ich empfehle die Fotos deutscher Weltkriegsflüchtlinge dahingehend anzusehen. Richtige Flüchtlinge sehen wir hier in Deutschland kaum bis gar nicht.

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01.07.2019, 19.53 Uhr
P. Kortschagin | An die werte AFD- Gemeinde:
Ein Hoch auf diese mutige Frau und Alle die in dieser brutalen Welt ein Maximum Menschlichkeit an den Tag legen, auch unter Inkaufnahme persönlicher Risiken! Diese Menschen haben meine volle Solidarität und meine Spende! Und jetzt noch ein Wort an alle die Kommentatoren die hier nur menschenverachtenden, unbewiesenen Unsinn von sich gegeben haben: Ich fordere alle Menschen die sich mindestens dem humanistischen Grundkonsens der UNO Menschenrechtskonvention verpflichtet fühlen auf, sich offen und ohne Kompromisse mit dieser Kapitänin und den Seenotrettern solidarisch zu zeigen! In diesem Sinne!

"FÜR DAS RECHT AUF FLUCHT! HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!"

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01.07.2019, 21.36 Uhr
Paul | Seenot
Es gibt dazu klare internationale Regeln. In SEENOT befindliche zu retten ist Pflicht und kein Seemann wird da widersprechen und auch helfen.
Allerdings müßten die zu Rettenden dazu auch in SEENOT SEIN ! Aber wenn ich in fremden KÜSTENNAHEN Bereichen kreutze und darauf warte, das ich ein Boot in KÜSTENNÄHE entdeckke um dann darauf zuzusteuern und die Leute an Bord nehme ist das keine Rettung aus SEENOT ! Zumahl man ja vorher noch per Funk Anweisung erhalten hat wo das nächste Boot zu Wasser gelassen wird. Und DANN ist sowas keine Rettung sondern KRIMINELLEE SCHLEUSEREI die unter STRAFE steht. Und das auch nach internationalem Recht. Und wenn ich schon jemanden aus Seenot rette, und das war auch schon immer Seerecht, dann steuert man den nächstgelegenen Hafen an. Und wenn ich mich in dem Moment ca.20 Meilen von der Küste entfernt befinde ist der nächste Hafen bestimmt nicht über 600 Meilen weiter oder so !

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01.07.2019, 23.07 Uhr
Mueller13 | @Genosse P. Kortschagin
Zitat: "FÜR DAS RECHT AUF FLUCHT! HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!"

Natürlich räumen wir Ihnen das Recht auf Flucht ein. Nur ein Recht auf Aufnahme wird es nicht geben.

Es gibt auch eine internationale Zusammenarbeit (Solidarität). Die meisten unsere Nachbarländer haben sich eindeutig gegen die deutsche Flüchtlingspolitik positioniert. Wir sind weitgehend isoliert.

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01.07.2019, 23.34 Uhr
Andreas Dittmar | Zum Thema Geld
Sollte man folgendes wissen : Bei der Zahl der Migranten allein über die Mittelmeer-Routen haben die Schlepper ca. 9 Mrd. Euro verdient. Die Bundesrepublik Deutschland hat um die 50 Mrd. Euro seit 2016 ausgegeben. Allein im Landkreis Nordhausen wurden von 2016 bis 2018 20 Mio. Euro in die Unterbringung der Migranten investiert. Auch wenn das Geld den Kreishaushalt nicht direkt belastet hat ist es Steuergeld. Wieviele Schulen und Krankenhäuser hätte man für das Geld in Eritrea, Äthiopien, Sudan uva. Ländern errichten können ? Wieviele Ärzte und andere Akademiker kann man mit diesem Geld ausbilden ?
2018 weilte die Kanzlerin im syrischen Nachbarland Jordanien. Jordanien hat während des Bürgerkrieges ca. 700000 Syrer aufgenommen. Das zu würdigen, war Frau Merkel ein 100 Mio US$ Kredit wert (Die Summe entspricht ungefähr unserem Investitionsstau in den Schulen hier im Landkreis). König Abdullah II. von Jordanien verdient jährlich 58 Mio. US$ Sein Vermögen wird auf 185 Mio. US$ geschätzt.
2017 exportierte Deutschland Waffen im Wert von 6,2 Mrd. Euro. Ein Drittel davon nach Algerien und Ägypten. Auf Platz 6 steht Saudi-Arabien mit 254 Mio. Euro. Saudi Arabien und der Iran führen einen blutigen Stellvertreterkrieg im Jemen. Im Iran war kürzlich Herr Maas zu Gast. Aktuell wehrt sich der Iran gegen das US-Embargo und droht mit Wiederaufnahme seiner Atomrüstung. Auch die EU ist von diesem Embargo betroffen, wenn sie Geschäfte mit dem Iran macht. Über die Menschenrechtslage in Iran und Saudi Arabien und die humanitären Zustände im Jemen erspare ich mir weitere Ausführngen.

@P. Kortschagin, schauen sie sich die Statistiken zu Fluchtbewegungen beim UNHCR oder bei Missing Migrants Projects genau an. Gleichen sie die Peaks mit politischen Ereignissen in den jeweiligen Regionen ab. Was haben die die RegimeCanges im Zuge des sogenannten "Arabischen Frühlings", die Irak-Kriege, der Afghanistan-Konflikt letztendlich hinterlassen ? Sieht so etwa ihre Weltrevolution aus ?
Auch ihre Forderung weise ich entschieden zurück. Mit der Rettung aus dem seeuntüchtigem Boot ist Frau Rackete ihrer Pflicht als Kapitänin im Sinne der Seenotrettung zwar nachgekommen. Mit der völlig sinnlosen 17 tägigen Odyssee hat sie die Menschen nicht nur instrumentalisiert, sondern ein weiteres Mal in Lebensgefahr gebracht. Das ist kriminell, verantwortungslos und eines Kapitäns unwürdig.

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02.07.2019, 07.22 Uhr
Psychoanalytiker | Ja, @ P.Kortschagin, INTERNATIONALE Solidarität
Ich verstehe Ihr Anliegen vollkommen, P. Kortschagin. Nur gibt es sie nicht (mehr?), die INTERNATIONALE Solidarität. Das sollte ihnen dringend bewußt werden. Und dies hat auch sehr, sehr wenig mit der AfD (die NICHT "meine Partei" ist) zu tun. Wer wirklich tiefgründig nachdenkt, sollte schnell darauf kommen, dass CDU/CSU und sogar die SPD, also die Regierungsparteien, aus lauter "Angst und Verzweiflung" vor noch weniger Wählern, heutzutage das umsetzt, was die AfD theoretisch seit 2015 fordert(e).

Und man muss einfach begreifen, dass die einstige Europapolitik von Angela Merkel in der EU nicht mehr so akzeptiert wird, wie noch vor wenigen Jahren. Die Arroganz deutscher Auftritte und Forderungen wird von ehemaligen Befürwortern nicht mehr getragen. Dabei denke ich weniger an Ungarn, Polen oder Tschechien, sondern viel mehr an Österreich oder Schweden.

Wenn selbst Frankreichs Präsident gestern zugibt, dass Europa in Punkto Führung der EU versagt hat, dann "passt das" in das Bild, was Europa heute zeigt. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die Flüchtlingspolitik von morgen durch INTERNATIONALE Solidarität erreicht wird, dazu sind die Staaten leider viel zu weit auseinander. Wenn Polen in naher Zukunft 2 Mio. Flüchtlinge aufnehmen sollte, denke ich gerne so wie Sie

Behalten Sie Ihre Ansicht, aber sie ist nur ein schöner Traum ....

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02.07.2019, 07.56 Uhr
Pe_rle | P.Kortschagin
Ihre Denk und Redeweise erinnert mich stark an Mielke und Schnitzler.
Nun zu den Fakten ; Kapitänin Rackete fährt mit Bedacht und Vorsätzlich in ein Gebiet wo sie 100%tig Flüchtlinge findet. Ihr Auftrag ,Flüchtlinge an Bord nehmen.
Für mich weder Seenot noch Notfall
hier wurde mit klarer Absicht gehandelt
Kapitänspatent entziehen und einsperren

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02.07.2019, 09.32 Uhr
Alanin | Moral...
...ist ganz nett, aber hier im komplett falschen Kontext verwendet.

Die Pflicht zum Retten wurde erfüllt. Danach wurde die Rettung allerdings mit vollendeter Schlepperei zu Nichte gemacht. Wenn man die Leute konsequent zurück zum Ausgangspunkt bringen würde, würde sich das verdammt schnell rumsprechen und keiner würde mehr zig tausend Dollar irgendwelchen Schleppern in die Hand drücken, damit man nur eine kurze Rundfahrt auf dem Mittelmeer macht.

Aber hier gibt es ja genug Leute die nicht einen Meter weiter denken und sich freuen, wenn sich da jemand engagiert. Ob es im Großen und Ganzen sinnvoll ist und irgendwie mal hilft die ganze Situation zu entschärfen ist da total egal.

Und wenn man dann noch hört, dass deutsche Politiker ein anderes, eigenständiges Land auffordert sein eigenes Recht zu missachten und außer Kraft zu setzen, frage ich mich wirklich was hier los ist. Wenn man sowas schon offiziell bei anderen Ländern fordert, will ich nicht wissen was inoffiziell daheim schon Gang und Gäbe ist...

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02.07.2019, 10.36 Uhr
Jäger53 | An P.Kortschagin
Meiner Meinung nach hat die Kapitänin sehr gefährlich gehandelt indem Sie in einen Hafen eingelaufen ist der für dieses Schiff gesperrt wahr. Was meinen Sie wenn es zu so einem
Vorfall in einem amerikanischen Hafen gekommen währe. Den Amerikanern traue ich durchaus
zu, das Sie von einem Anschlag ausgegangen währen . Sie hätten dieses Schiff höchstwahrscheinlich versenkt,egal wer und was sich auf dem Schiff befindet. Den Italienern
sollte man dankbar sein das Sie ruhig und besonnen gehandelt haben. Wenn sich alle Kapitäne der
Welt sich so verhalten würden wie diese Kapitänin, gäbe es nur noch ein durcheinander in den
Häfen dieser verrückten Welt. Wollen Sie das mit Ihrem Aufruf ? Vielleicht machen Sie mal eine
Schiffsreise und haben dann einen solchen Kapitän der macht was er will,

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02.07.2019, 10.59 Uhr
Paulinchen | @Alanin...
...was schon Gang und Gäbe ist? Die ersten Verantwortlichen in Berlin, bereiten langsam das Volk auf ihren längst überfälligen Rückzug vor. Dabei gibt es auch welche, denen ist das Geld lieber als der Ruhestend und die verschwinden/verschwanden in Richtung Brüssel. Bestimmte Daten, welche Auskunft geben würden, was die Wirtschaftsflüchtlinge/illegale Touristen betrifft, hat man zu einer eine vertraulichen Verschlusssache gemacht.

Unsere "tagesschau", hat in der vergangen Woche einen recht ausfühlichen Bericht über die Flüchtlingsbewegung von Mexiko in die USA gesendet. Für mich war dieser Bericht mehr als nur bedeutungslos, weil wir damit unsere eigenen Probleme ausblenden. Denn just in der gleichen Woche, haben 40 Flüchtlinge, gewaltsam die ungarische Grenze durchbrochen. Ungarische Soldaten haben sie wieder eingefangen und zurück gebracht. (berichtet die Krone at.) SOOO geht Grenzschutz der Außengrenze! Kein Wort darüber in unseren Medien! Das täglich ca. 500 Wirtschaftstouristen nach Deutschland illegal einreisen und darunter auch nicht wenige, die schon mit Fördergeld ausgereist waren, wird ebenfalls unter den Tisch gekehrt.

Aber - nahezu alle deutschen Politiker, haben Ungarn für den Bau der Grenze verurteilt. Später verkündete unser Kanzlerin: "Wir haben die Balkanroute geschlossen.... " Was für eine Heuchlerin! Italien versucht nach Kräften seine Seegrenze gegen illegale Zuwanderung zu schützen. Was erntet die dortige Regierung dafür aus Deutschland? Übelste Kritik! Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass in Berlin , in Sachen Zuwanderung , Sodom und Gomorra herrscht, oder anders gesagt: Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Aus meiner Sicht, wäre es dringend notwendig, mal die Kontenbewegung dieser Rettungsorganisation in Dresden genau unter die Lupe zu nehmen. Es will mir nicht in den Kopf, dass man nur mit "Spendengeld" solche Wassertaxis anschaffen und unterhalten kann. Letztlich müssen ja auch deren Besatzungen von irgendwas leben. Denn nur von Urlaub/Hobby, wird man bekanntlich nicht reich. Die Kapitänin gehört vor das internationale Seegericht, weil sie mit dem Leben von Menschen, sich und ihre Organisation profilieren wollte und am Ende auch hat. Dabei war ihr es völlig gleichgültig, wieviel Menschen dabei ihr Leben gelassen hätten. In 17 Tagen, hätte sie locker ihren "Heimathafen" in den Niederlanden erreicht. Nur stand dort kein Begrüßungskommitee. Die, für mich fragwürdige Organisation in Dresden, ist der Hauptschuldner an jedem Menschenleben, welches im Mittelmeer ertrinkt! Gäbe es sie nicht, dann würden sich die Menschen dort, nicht auf solche waghalsigen Boote begeben. Aber wenn ich weiß, in einer Stunde, ist jede Gefahr gebannt, dann kann man es ja mal probieren.... Dank unter anderem an Frau Rackete. Hoffentlich hat sie jetzt, mit Italien, ihren Meister gefunden.

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02.07.2019, 13.28 Uhr
Trüffelschokolade | Moralischer Bankrott
Es ist erschreckend, wie hier in den Kommentaren Seenotrettung kriminalisiert werden soll de facto.

Kapitänin Rackete hat hier moralisch richtig gehandelt, und rechtlich sehr wahrscheinlich auch. Nicht umsonst erhält sie dafür Unterstützung auch vom Verband Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere (VDKS), die das Ganze ausdrücklich unterstützen.

Zur Seenotrettung war sie verpflichtet. Die Leute nach Lybien zurückzubringen wäre rechtswidrig gewesen, da Lybien keinen sicheren Hafen darstellt. Der nächste sichere Hafen war Lampedusa. Mit zunehmend verschärfender Situation, an der Salvini Schuld ist durch seine Weigerung Menschen an Land zu lassen trotz Zusagen aus anderen Ländern, wurde der Notfall dringlicher und am Ende musste ein Notfallhafen her, Menschenleben standen auf dem Spiel. In die Niederland zu fahren, wie es Salvini wollte, wäre gar nicht möglich gewesen - und hätte wahrscheinlich die Notwendigkeit weiterer Seenotrettung nach sich gezogen.

Wäre es Salvini und anderen Granden des Rechtspopulismus um Lösung und Menschen gehen, würden sie sich für europäische Lösungen und die Bekämpfung von Fluchtursachen einsetzen. Die Wiedereinsetzung europäischer Missionen im Mittelmeer statt der Notwendigkeit privater Seenotrettung wäre ein Anfang, die gerechte Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU ebenso. Dass es den sich christlich schimpfenden Ostblockstaaten bspw. aber wenig um Menschenleben noch um Rechtsstaat geht, ist hinreichend bekannt. Hier geht es um blankes Ressentiment und Machterhalt auf Kosten der Schwächsten.

Salvini selbst hat Glück, dass sich der italienische Senat weigert seine Immunität aufzuheben. Nur so werden die Ermittlungen gegen ihn verhindert, die u.a. Sachen wie Freiheitsberaubung und Machtmissbrauch miteinschließen. Dass er bereits zuvor durch rechtsextremistische Aussagen auffiel ist nichts neues. Meine italienischen Freunde schämen sich beständig in Grund und Boden, mittlerweile hat jemand zuletzt sogar Italien verlassen um ihm und der von ihm aufgehetzten Stimmung zu entgehen - ich meine, Salvini ist immerhin ein Mann der Rechtsterrorismus damit quittiert, dass er den Opfern de facto die Schuld zuweist und selbst in der Vergangenheit für "Rassentrennung" eintrat.

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02.07.2019, 14.09 Uhr
Alanin | Wäre es nicht besser...
...die Leute gleich davon abzuhalten sich irgendwelchen Schleppern anzuvertrauen als sie irgendwann aus dem Meer retten zu müssen?

Es geht hier doch nicht darum zu sagen, dass die Seenotrettung illegal ist, das ist doch totaler Quatsch. Es muss versucht werden an der Wurzel des Problems anzugreifen. Die Leute dürfen erst gar nicht in die Schlepperboote steigen, die dann drohen unterzugehen.

Die Kapitänin steht auch überhaupt nicht in der Kritik, weil sie die Leute gerettet hat, sondern weil sie unerlaubt in einen Hafen eingefahren ist und dabei noch ein Boot des italienischen Militärs gerammt hat.

Zudem ist es eine verdammte Schweinerei, wenn deutsche Politiker einem Partnerland innerhalb der EU versuchen vorzuschreiben wie sie ihre eigenen Gesetze anzuwenden haben und fordern, dass man darüber hinwegsieht was passiert ist.

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02.07.2019, 14.21 Uhr
Gesperrt | Libyen kein sicherer Hafen?
Das stimmt einfach nicht.
Des weiteren: Wer auf unsicheren Gummibooten im Mittelmeer rumschippert, ist selbst schuld, daß er in Gefahr ist. Klar denkende Menschen würden so etwas nicht tun. Diese vermeintlichen Flüchtlinge allerdings tun das, weil sie genau wissen, daß sie bis dato von "mitleidigen" Europäern aufgenommen wurden.

Wurden!
Denn es wird Zeit, daß das aufhört.
Mitleid ist nun mal kein guter Ratgeber. Für so etwas gibt es Gesetze, an die sich jeder zu halten hat.

Des weiteren ist diese Mitleidstour sowieso nur vorgespielt, denn sämtlichen Verantwortlichen für die Flüchtlingsplage geht und ging es nie um die Menschen, sonst hätten sie sich längst um die eigenen Armen gekümmert. Deutschland hat eine Million Obdachlose. Ist für die je ein Haus gebaut worden? Nicht daß ich wüßte.

Die Zuwanderung dient dem Kapital und der Wirtschaft. Dies wird aber tunlichst verschwiegen in betreffenden Kreisen; statt dessen macht man einen auf "Mitleid" um möglichst viele Deutsche an der Nase rum zu führen. Diese Mitleidstour verfängt aber nicht mehr, und das ist gut so.

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02.07.2019, 14.34 Uhr
98maschr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
02.07.2019, 14.46 Uhr
Psychoanalytiker | Ja, Trüffelschokolade, es ist ein Bankrott ...
... und ich stimme mit Ihnen ausdrücklich überein, wenn Sie "europäische Lösungen" fordern. Aber wie ich an anderer Stelle schon schrieb, "Europa" ist sich nicht einig, es sei denn, es geht um Pöstchen und "Diäten". Aber selbst das klappt zur Zeit wohl nicht so richtig. Leider geht es hier auch nicht um Moral, sondern um Gesetze und die müssen nun einmal eingehalten werden und da ist es egal, ob ein Gesetz "bescheuert" ist, oder nicht.

Wenn ich als "Privatmensch" einen schwerbehinderten Menschen zum Arzt bringe und kein entsprechendes Erlaubnisschild im oder am Auto habe, bekomme ich gnadenlos ein Bußgeld, wenn ich auf einem "Behindertenparkplatz" stehe. Da nimmt auch niemand Rücksicht drauf, wenn ich aus moralischen Gründen einem behinderten Menschen helfen will. Und dem Bundespräsidenten ist es völlig egal. Vor dem Gesetz sind alle gleich und das bedeutet auch, dass man nicht machen kann, was man will und statt auf den Gesetzestext auf die Moralschiene setzt.

Und nocheinmal mein Standpunkt: Seenotrettung ist dringend notwendig, keine Frage!!! Auch dass den Ärmsten der Armen geholfen werden muss, entspricht
völlig meiner Meinung. Aber "provozierte" und zuvor geplante "Rettung" von Booten, mit denen eine Schleuserwirtschaft sehr viel Geld verdient, geht nicht. Da müssen andere Lösungen her, Lösungen die einvernehmlich geschaffen werden. Für mich ist die von Alanin aufgezeigte "Rundreise" derzeit die einzige Lösung für die Bekämpfung dieses Schleusertums. Nur wenn die Versprechen der Schleuser nicht gehalten werden, bekämpft man diese wirkungsvoll. Wenn Sie eine bessere, aber auch gesetzeskonforme Lösung benennen können, ich bin "ganz Ohr", wenn damit kein deutscher Alleingang, sondern eine Einheit Europas ersichtlich bzw. verbunden ist. Und wenn Sie die poltischen Entscheider aller Coleur und nicht die Kommentatoren dieser Zeitung fordern, haben Sie sehr viel begriffen ...

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02.07.2019, 18.24 Uhr
sarkaso | Was die Leute so alles wissen...
"Die, die sich da ins Mittelmeer begeben, das sind gar keine echten Flüchtlinge, das sind reiche Wirtschaftsflüchtlinge, die sich ihren Weg ins gelobte Land mit zehntausenden Euro erkaufen!"

Ich weiß ja nicht, aber - wenn es mir in meinem eigenen Land so gut gehen würde, dass ich lediglich ein "Wirtschaftsflüchtling" bin, der nur wohin will, wo es mir NOCH besser geht als ohnehin schon, und ich zudem mehrere zehntausend Euro auf der hohen Kante hätte, um die Schleuser bezahlen zu können - also, wenn es mir so gut ginge, wie hier von mir gedacht wird ...
- - -
... Ich würde meine mehrere zehntausend Euro nicht in die fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit zu ertrinken anlegen.

Aber ich bin auch nicht so klug wie die anderen Kommentatoren hier.

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02.07.2019, 19.04 Uhr
shershen834 | Seerecht
Ist international gültig und auch nachzulesen.Dort ist auch verankert,wie mit Schiffbrüchigen Menschen umzugehen ist.Die nächste Küste,bzw.im Idealfall ist der Rücktransport zum Ausgangshafen anzusteuern.
Hier aber geht es um andere Verfahrensweisen und Interessen.Wie ersichtlich,schreckt es niemanden ab,ein Risiko bewusst einzugehen,in der Hoffnung,so ins gelobte Land zu kommen.Würde dies nicht so unterstützt durch die sogenannten Menschenrechtsorganisationen,würden die Schleuser bankrott gehen.Diese ziehen als erste aus dem Elend der Migranten ihre Profite.Respektive dann aus deutschen Sozialleistungen,die an die Migranten dann hier gezahlt werden.Wie es dann weitergeht, ist hinlänglich bekannt.
Der Aufforderung eines Landes,sein Territorium nicht zu verletzen ist in jedem Falle nachzukommen.Die Entscheidung eines Kapitäns den Notfall auszurufen,bleibt diesem unbenommen,nur muss er dann auch die Konsequenzen tragen.
Wo sind denn die Menschenrechtler,wenn es um sozialen Notstand hier in Deutschland geht??????Auch hier werden soziale Schwerpunkte kleingeredet und nicht daran gearbeitet,diese abzuschaffen.Sind denn die hier arbeitenden Menschen nur dazu da das Elend der Welt auf ihre Kosten abzufangen?Oder die die heute als Rentner von Minirenten leben müssen und doch dieses Land mit aufgebaut haben,zu dem, das es heute ist???Wo ist da das Gerechtigkeitsgefühl der Weltverbesserer,warum gehen Sie nicht gegen die Wurzel alles Übels,gegen die Kapitalisten und Kriegstreiber usw.vor??? Da fehlt die Traute,aber gegen diejenigen,die wenn sie das nicht in Ordnung finden mit Nazikeule zu agieren ,das ist so aus deren Sicht korrekt.Traurige Demokraten.Trauriges Rechtsverständnis.

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02.07.2019, 19.48 Uhr
Kobold2 | Vom heimischen Sofa
lassen sich leicht Sprüche klopfen und mit dem alles in einen Topf schmeissen und drauf hauen klappt ja auch ganz gut....
Peinlich!

5   |  5     Login für Vote
02.07.2019, 20.23 Uhr
guckan | Verteilungskampf
An diesem Artikel und an dem Gro0teil der folgenden Kommentare ist wieder deutlich zu sehen, worum es in Wirklichkeit geht. Es geht nicht um das Seerecht oder um Gesetze, es geht nicht einmal um Menschenrechte. Es geht einzig und allein um Geld, das für potentielle Flüchtlinge ausgegeben wird. Das möchten nämlich gern die haben, die hier von "gebrochenem Seerecht" schwadronieren und nebenbei auf ihre ach so kleinen Renten verweisen. Es geht gar nicht um die Menschen in den Seelenverkäuferbooten, es geht nur um das Geld!

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02.07.2019, 20.48 Uhr
Treuhänder | Mal gucken
Achtung, Achtung, hier sprach wieder unsere moralische Instanz. Nein, guckan, es geht nicht um Neid, sondern es geht um Recht, Ordnung und Gesetze. Es geht um illegale Einwanderung, um das Erschleichen von Aufenthaltstiteln, es geht um das Brechen von Gesetzen in Italien und es geht hierzulande auch um die Schulpflicht. Wenn das mit den Gesetzen nicht mehr funktioniert, weil selbsternannte Moralinstanzen meinen, die außer Kraft setzen zu können oder müssen, dann können wir das gesamte BGB oder StGB außer Kraft setzen. Sofern mal auf der moralisch richtigen Seite ist. Und die neue Volksheldin Rackete hat nun mal Gesetze in Italien gebrochen. Ganz einfach.

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02.07.2019, 21.16 Uhr
5020EF | Mal eine Frage:
Wenn ich von Juist ins Hafenbecken hüpfe und nach Kanada, Neuseeland oder Amerika auswandern will...
Welche NGO muss ich dafür kontaktieren?

...mal ohne Sarkasmus: wen rufe ich dann wegen "Seenot" um Hilfe...?

Vielen Dank für schnelle Antwort!

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02.07.2019, 21.18 Uhr
guckan | Kapitänin Rackete kommt frei,
das hat der italienische Richter heute entschieden. So wie es ausschaut haben die in Italien eine unabhängige Justiz und müssen nicht auf selbsternannte "Treuhänder"-Richter aus deutschen Kommentarfunktionen zurückgreifen.

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02.07.2019, 21.22 Uhr
Treuhänder | Nicht ganz ohne:
Italiens Innenminister Matteo Salvini erklärte, Rackete solle wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit des Landes verwiesen werden.

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02.07.2019, 21.30 Uhr
tannhäuser | Captainin Rackete ist frei...
...und wird aus Italien ausgewiesen.

Dann kann sie wenigstens die von ihr unrechtmäßig nach Italien geschipperten Bootsbrüchigen (Mit Schiffen verunfallen die Schleuseropfer ja nicht), die Deutschland grosszügig aufnehmen will, auf Schusters Rappen in ihr neues Zuhause begleiten.

Finanziert von den Familien Rackete, Böhmermann, Heuer-Umlauf etc...

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02.07.2019, 21.42 Uhr
5020EF | Die Trulla Rapunzel
Schippert an Tunesien vorbei... "weil die kein Flüchtlingsstatus gewähren..." sagt sie.
IST DAS MIT DEM SEERECHT VEREINBAR???

NÖ! Denn da steht: der Nächstgelegene Hafen....muss angelaufen werden!!!

Ob sie das gut findet steht da nicht...

UND ZU MEINER FRAGE: WELCHE NGO SCHIFFT MICH NACH KANADA, USA....

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02.07.2019, 21.46 Uhr
guckan | Geht es noch eine Nummer größer?
"Gefährdung der nationalen Sicherheit Italiens". Auf so etwas kommt nur der lächerliche Salvini und seine Geistesbrüder. Ich möchte Sie ja nur ungern wiederum enttäuschen mein lieber Treuhänder.

Aber A) hatte die Frau keine Atomraketen an Bord, die heißt nur zufällig so ähnlich, B) hat auch die Ausweisung ein Gericht zu entscheiden und nicht der möchte gern Duce Salvini und seine Helfershelfer. Und Sie sind hier auch nicht die moralische Instanz der Rechtspflege Treuhänder, das überlassen Sie am besten mal den Profis.

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02.07.2019, 21.58 Uhr
Andreas Dittmar | Sagen Sie mir Bescheid....
@5020EF, Kein Problem. Ich rette Sie und bringe sie anschließend bei einem Kumpel in Kanada unter. Der wird sich zwangsläufig um alles kümmern, incl. Kost und Logie. Wenn er wieder nicht aufmacht... Kuhfuß haben wir dabei. Der ist ein wenig sauer, weil der schon die halbe Hütte voll hat. Wenn der wieder Rechtsbeistand einschaltet, rufe ich Klaas und Böhmermann an. Die zahlen gern unsere Prozesskosten.

@Trüffelschokolade, Warum war der gesperrte Hafen in Lampedusa aus ihrer Sicht sicherer wie der zugewiesene Hafen in Lybien ?

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02.07.2019, 22.12 Uhr
tannhäuser | Es geht eine Nummer kleiner, @guckan!
Wenn wie in Italien und Griechenland geschehen 50 Gestrandete in Ihrem Garten auftauchen, werden auch Sie Ihre familiäre Sicherheit anders definieren als jetzt weit weg vom Mittelmeer.

Aber keine Sorge, sollte der Migrationspakt erst mal richtig greifen, sind wir dann alle Griechen, Italiener und Spanier.

Nur weiterhin ohne Politiker, die ureigenste nationale Interessen verteidigen.

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02.07.2019, 22.16 Uhr
Treuhänder | Unser Gucker
kennt sich aber juristisch-international bestens aus. Hauptsache moralisch überlegen.

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02.07.2019, 22.28 Uhr
Hubbert | Komm endlich heraus aus deiner Hängematte A. Dittmar
"Warum war der gesperrte Hafen in Lampedusa aus ihrer Sicht sicherer wie der zugewiesene Hafen in Lybien ?"

Weil da in Libyen Krieg herrscht Dittmar und keiner so genau weiss, welcher Warlord da heute oder morgen die Leute abmurkst oder versklavt. Sie kennen den Unterschied zwischen Italien und Libyen nicht A.Dittmar? Dann kommen Sie aus Ihrer Netz-Hängematte heraus und informieren Sie sich! Am besten vor Ort wie Frau Rackete. Dann wissen Sie auch, wie man Libyen schreibt.

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02.07.2019, 22.35 Uhr
5020EF | @, die noch ans Gute in (jedem)Menschen glauben
...ECHT JETZT???
Ins Schwimmbad trau ich mich nicht, in die U- und S-Bahn sowieso nicht... Disco? Nie gehört/nie gesehen... Mir flattern schon die Beine wenn's dunkel wird...

Ist das noch mein Deutschland?

@ Andres Dittmar: retten Sie MICH! Bekomme ich eigentlich auch "Startkapital" wenn ich Deutschland freiwillig verlasse?

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02.07.2019, 23.13 Uhr
tannhäuser | @ Hubbert!
Hätte Frau Rackete festen Boden in einem Kriegsland betreten und Ihre Passagiere persönlich unter "Beschuss" auf "ihr" Schiff transportiert?

Ich weiß es nicht, deshalb frage ich.

Ich bin kein Fan von Kreuzfahrten, aber dieser Kapitänin würde ich höchstens meine Schwiegeleltern anvertrauen, wenn ich sie auf einer Weltreise nach der Fitzek-Methode loswerden will.

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02.07.2019, 23.24 Uhr
janko | "Die angebliche 'Seenotrettung' -
- muss endlich eingestellt werden, damit die anderen Flüchtlinge sich nicht mehr von Schleppern auf's Mittelmeer rausschiffen lassen".
Oookay.
Ich bin dafür, dass das Deutsche Rote Kreuz Erste-Hilfe-Maßnahmen für unter Alkoholeinfluss verunfallte Autofahrer einstellt, damit die anderen Autofahrer endlich begreifen, wie gefährlich Alkohol ist.

Im übrigen bin ich auch dafür, dass ein Bademeister mindestens zehn Minuten lang überlegt, ob er ein ertrinkendes Kind an den linken oder rechten Beckenrand des Schwimmbads bringt. In den meisten Fällen muss er danach nicht mal mehr ins Wasser.

Was DAS an Diskussionen allein auf der nnz spart...

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02.07.2019, 23.44 Uhr
tannhäuser | An alle hier:
Wie viele Flüchtlinge haben Sie persönlich aufgenommen und finanzieren deren Unterhalt aus eigener Tasche?

Damit meine ich nicht vom Staat übernommene verkrachte Flüchtlingsbürgschaften.

Sie alle sind Rackete, oder? Beweisen Sie es!

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03.07.2019, 00.06 Uhr
guckan | Sage ich doch, es geht nur um das Geld!
"Wie viele Flüchtlinge haben Sie persönlich aufgenommen und finanzieren deren Unterhalt aus eigener Tasche?"

Denen geht es nur um das Geld! Die Menschen oder Gesetze sind denen vollkommen egal! Hier ist der Beweis.

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03.07.2019, 07.41 Uhr
altmeister | Geld, Recht und Gesetz
Sehr geehrter "guckan", wenn Recht und Gesetz wirklich durchgesetzt, Personalien richtig festgestellt würden und Ausreisepflichtige auch ausreisen müssten, dann wäre die Diskussion über das Geld entkräftet.
Da aber in dieser Beziehung nicht rechtskonform gehandelt wird ist Ihr Kommentar nicht plausibel und Sie blenden ignorierend Fakten aus.

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03.07.2019, 10.25 Uhr
Mueller13 | @ Guckan... korrekt es geht um Geld
und zwar um mein (unser) Geld.
Ihr feuchter Traum vom Sozialismus endet doch immer dann, wenn Euereins das (unser) Geld ausgeht.

Eine Solidargemeinschaft mit offenen Grenzen und unlimitierten Zugang kann nicht funktionieren. Sie haben die Wahl zwischen Sozialstaat und offenen Grenzen. Wählen Sie!

Was das Geld betrifft: Nehmen Sie doch einen dieser Flüchtlinge bei sich zu Hause auf, versorgen Sie ihn, bürgen Sie für ihn. Kommen Sie, tun Sie uns den Gefallen, investieren Sie eigenes Geld und nicht das der Gemeinschaft.

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03.07.2019, 11.05 Uhr
Gesperrt | Es geht nur ums Geld, das für Migranten ausgegeben wird
Leider ist das bei den Meisten so, ja.
Bei mir nicht.
Mir geht es auch ums Geld. Geld ist ein Faktor. Der andere Faktor ist, daß die deutsche Heimat zerstört wird.

Das werden hier viele nicht verstehen (wollen). Ich komme aus einem nordrheinwestfälischen Ballungsgebiet und es kann sich wohl kaum jemand hier vorstellen, wie es dort aussieht. Meine Heimatstadt hat in manchen Stadtteilen bis 90 Prozent Fremde und Fremdstämmige. Für Deutsche ist da kein Platz mehr, die ziehen davon abgesehen, sowieso da weg.

Ich habe das auch gemacht. Ich fühlte mich da nicht mehr wohl und nicht mehr sicher.

Was noch stirbt, das ist aber schon lange so, ist die einheimische Kultur. Zumindest im Westen ist das so. Hier ist die Situation ja diesbezüglich noch etwas besser.

Es geht also letzten Endes den Betroffenen ums Geld. Ich bin da auch betroffen mit kleiner Rente. Würde man das Geld, welches man diesen vermeintlichen Flüchtlingen gibt, an die Armutsrentner verteilen, wären wir alle glücklich. Uns gibt man das aber nicht, man gibt es lieber den Fremden. Ich frage mich, welchen Sinn das haben soll, und kann mir da auch nur eine Antwort drauf geben: Man will uns Deutsche weg haben. Man könnte natürlich auch genauso gut den Grundsicherungssatz inkl. HartzVier- erhöhen, denn der ist seit vielen Jahren ca 180 Euro unter dem eigentlichen Bedarf, dies hat der Paritätische Wohlfahrtsverband schon vor längerer Zeit fest gestellt. Diesbezüglich heißt es dann aber seitens der Regierung: Dafür haben wir kein Geld.

Wenn man solche Tatsachen über Jahre erlebt, kann man nur zu dem Schluß kommen, den ich oben schon beschrieben habe: Deutsche sollen weg aus Deutschland. Entweder sie wandern aus, was ich keinem, der ein vernünftiges Geschäft hat, verdenken kann, denn für diese Regierung würde ich als Selbstständiger auch keine Steuern mehr zahlen, oder Deutsche sterben aus, weil die Bevölkerung total überaltet ist; damit hat sich das Problem "Deutschland" in absehbarer Zeit biologisch von selber erledigt.

Das ist das Ziel der Migration. Und die Wirtschaft profitiert. Das ist eine Situation, in der alle Beteiligten gewinnen, und ich weiß, daß auch viele Deutsche an Migranten gut verdienen, aber es gibt eine Gruppe Deutscher, die daran nicht verdienen, weil sie es nicht wollen, und nicht können, und insgesamt auch ablehnen.
Und dies schon seit längerem.

Fazit: Es geht nicht nur ums Geld. Es geht auch noch um ganz andere Dinge.

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