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Di, 11:50 Uhr
03.09.2019
E-Scooter mieten

Circ, Lime, Tier und Voi im Check

Bei einem Schnelltest von E-Scootern vier verschiedener Anbieter überzeugten die Fahreigenschaften von einem Roller noch am meisten. Insgesamt zeigte sich: Die Preise für Fahrten mit Miet-E-Scootern sind hoch und ihr Beitrag zu einem sauberen Stadtverkehr ist bisher überschaubar. Außerdem sammeln die Apps mehr Daten als notwendig...

Das ist der Alltag selbst in Berliner Randbezirken

Das Cruisen auf ebenem Untergrund macht mit allen vier getesteten Modellen Spaß, doch sobald man über Kanten, Kopfsteinpflaster oder Huckel fährt, ist der Fahrspaß vorbei. Auch das Abbiegen erwies sich als gefährliche Angelegenheit, die Scooter sind für Handzeichen und einhändiges Fahren viel zu wackelig.

Die Fahreigenschaften des Tier-Rollers überzeugten noch am meisten. Obwohl sie erst seit einigen Wochen durch die Straßen sausen, sahen mehrere Scooter bereits mitgenommen aus. Mal war die Klingel kaputt, mal der Lenker verzogen, mal funktionierten die Bremsen nicht ordentlich. Oft waren die Rahmen lädiert.

Die oft ruckelige Fahrt mit dem E-Scooter wird selbst bei kurzen Strecken richtig teuer. Zu einer Entsperrungsgebühr von einem Euro kommen bei allen Anbietern im Test Minutenpreise zwischen 15 und 25 Cent. Der Anbieter mit dem höchsten Preis ist Lime. Stundenpakete bietet derzeit nur Circ an, zum Beispiel zwei Stunden für 9 Euro, bei Lime würde das bis zu 31 Euro kosten.

Da jede Nacht deutschlandweit Tausende E-Scooter oft von Transportern eingesammelt werden, an zentraler Stelle geladen und gewartet und dann frühmorgens wieder auf die Straße gebracht werden, enttäuschen die Miet-Scooter Hoffnungen auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel bisher noch.

Auf eine Abmahnung der Verbraucherzentralen wegen unzulässiger Klauseln in den Nutzungsbedingungen haben die Verleih-Anbieter inzwischen reagiert. Einige hatten zum Beispiel die Wartung und Inspektion bisher vollständig auf ihre Kunden abgewälzt.
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Kommentare

03.09.2019, 13.18 Uhr
Flitzpiepe | Warum hier so ein Artikel
obwohl es die Miet-E-Scooter Firmen nur in Großstädten ab 100000 Einwohnern gibt?
Also nie in Nordthüringen...
Hoffentlich!

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03.09.2019, 17.02 Uhr
Wiejerschderfer | Tja...
@ Flitzpiepe, ist vielleicht auch ganz gut so.
Der letzte Satz vom 1. Absatz des Artikels bringt es auf den Punkt. Die E-Scooter brauchen nicht sicher sein... man will an die persönlichen Daten.

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