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So, 17:30 Uhr
15.09.2019
Thüringer HC - VfL Oldenburg 36:19 (19:7)

Heimspielauftakt gelungen

Der Thüringer HC siegt im ersten Punktspiel in der Riethsporthalle in Erfurt mit 36:19 (19:7) gegen den VfL Oldenburg. Dabei reichte eine konstante Leistung des Gastgebers in beiden Spielhälften. Beste Torschützin für den THC war Iveta Koresova mit sieben Toren, Helena Mikkelsen warf acht Tore für die Gäste.

Der Thüringer HC ging schnell mit 2:0 in Führung. Josefine Huber traf vom Kreis und Iveta Koresova setzte sich sehenswert im Eins-gegen-eins durch. Der THC stand in der Abwehr stabil und sicher, das Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte gut. Oldenburg tat sich dagegen im Angriffsspiel schwer, auch weil Ann-Cathrin Giegerich einen tollen Start in die Partie erwischte und reihenweise stark parierte. In der 8. Minute führten die Thüringerinnen mit 5:1. Der VfL Oldenburg war um den Anschluss bemüht, doch die THC-Frauen bestraften die Fehler im Spielaufbau der Gäste sofort. Gästetrainer Niels Bötel nahm bereits nach elf Minuten das erste Team Timeout (7:2).

Der Rückraum der Erfurterinnen agierte in starker Verfassung. Aus der Entfernung waren Emily Bölk und Alicia Stolle erfolgreich, während sich Iveta Koresova immer wieder Eins-gegen-eins durchsetzen konnte. Die jüngste Mannschaft der Liga wehrte sich gegen die drohende Niederlage. Myrthe Schoenaker verwandelte einen Strafwurf zum 9:4. Alicia Stolle musste für zwei Minuten auf die Bank, doch auch in Unterzahl konnte die Führung weiter ausgebaut werden. Iveta Koresova zum 12:4 und holte dazu noch eine Zeitstrafe gegen die Gäste heraus. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff nahm Trainer Herbert Müller seine erste Auszeit. Er wechselte bereits zu diesem Zeitpunkt kräftig durch.

Von der Startsieben waren nur noch Ann-Cathrin Giegerich, Iveta Koresova und Emily Bölk auf dem Feld. Letztere versuchte sich allerdings auf ungewohnter Position am Kreis. Beim 15:6 feierte Almudena Rodriguez ihre Torpremiere in der Bundesliga. Die zweistellige Führung wollte zunächst nicht fallen, denn VfL-Torhüterin Julia Renner entschärfte mehrere 100-prozentige Torchancen. Drei Minuten vor dem Gang in die Kabinen passierte es doch - Alexandra Mazzucco netzte einen Tempogegenstoß zum 17:7 ein. Zur Halbzeit führte der Thüringer HC mit 19:7.

Die Thüringerinnen kamen unkonzentriert aus der Kabine. Oldenburg kam besser in die zweite Halbzeit und konnte auf 20:10 verkürzen. Die Abwehr stand zwischenzeitlich nicht mehr so stabil, wie im ersten Durchgang. Der VfL konnte diese Schwächephase allerdings nicht nutzen. In der 40. Minute nahm Trainer Herbert Müller sein zweites Team Timeout (23:12). Er war gar nicht zufrieden mit dem Verlauf in der zweiten Spielhälfte und den Konzentrationsschwächen seiner Mannschaft. Ins Tor der Thüringerinnen wechselte nun Marie Skurtveit Davidsen.

Die Auszeit zeigte vorerst Wirkung. Lydia Jakubisova traf nach einem sensationellen Pass von Iveta Koresova über das gesamte Spielfeld zum 26:13. Die Partie wirkte sehr zerfahren und es gab einige Spielunterbrechungen. Dem Thüringer HC gelang es in dieser Phase nicht, sich weiter abzusetzen. Erst in einer Überzahlsituation, zehn Minuten vor dem Ende, konnten die Thüringerinnen die Führung ausbauen - Alexandra Mazzucco verwandelte zum 31:16 von Rechtsaußen. Der Thüringer HC ließ zwar die Bissigkeit aus der ersten Hälfte weiter vermissen, konnte trotzdem noch etwas für das Torverhältnis tun. Neuzugang Mikaela Mässing konnte dabei ihr Können zeigen und steuerte insgesamt vier Tore zum hochverdienten Sieg von 36:19 bei. Der Thüringer HC bleibt damit Tabellenführer. Ebenfalls verlustpunktfrei sind Dortmund, Leverkusen und Bietigheim. Blomberg könnte im späteren Nachmittagsspiel gegen Göppingen noch nachziehen.
Steffi Lapp


Trainerstimmen nach dem Spi:

Niels Bötel (VfL)
: Erst einmal Glückwunsch an den THC. Wir haben uns schwergetan gegen die offensive und aggressive Abwehr, sowie dem starken Rückraum und dem druckvollen Eins-gegen eins. In der 2. Halbzeit wollten wir dran bleiben und haben deswegen die Abwehr etwas umgestellt. Alles in allem können wir auf den Erkenntnissen dieses Spiels aufbauen und an den aufgezeigten Problemen arbeiten.

Herbert Müller (THC): Wir haben heute eine überragende 1. Halbzeit gespielt. In der 2. Halbzeit haben wir uns dann etwas in der Oldenburger 6:0 Abwehr festgerannt, aber dennoch immer wieder Lösungen dagegen gefunden. An den Konzentrationsschwächen werden wir noch etwas arbeiten müssen, aber ich bin unendlich stolz auf dieses Team und freue mich auf die nächsten Aufgaben.

Thüringer HC: Marie Skurtveit Davidsen, Ann-Cathrin Giegerich; Mariana Ferreira Lopes 1, Beate Scheffknecht 1, Alexandra Mazzucco 3, Almudena Rodriguez 1, Jovana Sazdovska 2, Alicia Stolle 4, Iveta Koresova 7/2, Emily Bölk 5, Ina Großmann, Mikaela Mässing 4, Lydia Jakubisova 2, Josefine Huber 6.

VfL Oldenburg: Julia Renner, Nele Reese; Lana Teiken 1, Toni-Luisa Reinemann 2, Maron Schepers, Lina Genz, Jane Martens 1, Jenny Behrend, Kristina Logvin 3, Ann-Kristin Roller 1, Helena Mikkelsen 8/1, Carina Aselmeyer 1, Myrthe Schoenaker 2/1.

Zuschauer: 958.
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