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Do, 14:53 Uhr
03.10.2019
Das gibt es noch:

Ein durchschnittlicher September

Im September 2019 dominierte im größten Teil Deutschlands in den ersten 3 Wochen des Monats meist hoher Luftdruck. Tiefdruckgebiete, die sich zunächst nur in wenigen Gebieten ausgewirkt hatten, brachten im letzten Drittel auch bisher vernachlässigten Regionen den ersehnten Regen...


Heftige Gewitter spielten dabei keine Rolle mehr. Insgesamt wichen Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein kaum vom vieljährigen Mittel ab. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Mit 14,1 Grad Celsius (°C) lag im September der Temperaturdurchschnitt um 0,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,6 Grad. Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn am 1. September drängte die Kaltfront des Tiefs „Egbert“ die vorher in ganz Deutschland herrschende Hitze nach Osten ab. Lediglich in Berlin, Brandenburg, Sachsen und an wenigen Stationen Bayerns kletterte das Quecksilber nochmals über 30°C. Coschen, südlich von Eisenhüttenstadt, erreichte mit 33,8 °C den höchsten Wert. Anschließend bestimmte abwechselnd kühle oder warme Luft das Wetter. So zeigte das Thermometer in Coschen am 7. nur noch maximal 15,7 °C. Am 16. um 14 Uhr lag die Temperatur in Rheinfelden am Hochrhein bei 29,3 °C, während sie in Jeßnitz in Sachsen-Anhalt bei 12,2 °C verharrte. Um den 20. trat an zahlreichen Stationen bereits der erste Frost auf. Den bundesweit tiefsten Wert meldete dabei Bad Königshofen im nördlichen Unterfranken am 19. mit -3,0°C.

Zunächst verbreitet zu trocken, später überall Niederschläge
Der September lag mit knapp 65 Litern pro Quadratmeter (l/m²) leicht über dem vieljährigen Durchschnitt von 61 l/m². Bis zum Beginn der dritten Dekade brachte er jedoch nur dem äußersten Norden und Süden sowie am 8. und 9. dem Osten hin und wieder ergiebige Regenfälle. Die größte Tagesmenge meldete dabei Sigmarszell-Zeisertsweiler am 8. mit 71,2 l/m². In weiten Teilen des Bundesgebietes setzte sich dagegen die Trockenheit weiter fort. Besonders betroffen waren Hessen sowie Unter- und Mittelfranken. So fielen bis zum 22. in Lohr-Halsbach, nordwestlich von Würzburg, nur 1,3 l/m². Laubbäume, die die Hitze des Sommers überstanden hatten, färbten sich bereits jetzt herbstlich bunt.

Erst im letzten Drittel sorgten Tiefausläufer von Südwesten her auch in diesen Regionen für reichlich Regen. Der insgesamt meiste Niederschlag fiel im Norden Schleswig-Holsteins mit örtlich fast 220 l/m².

Im Südwesten viel, im Norden wenig Sonnenschein
Mit etwa 165 Sonnenstunden übertraf der September 2019 sein Sonnenscheinsoll von 150 Stunden um rund 10 Prozent. Am längsten zeigte sich die Sonne am Hochrhein mit bis zu 210 Stunden, am wenigsten in der Lüneburger Heide und in Schleswig-Holstein mit örtlich nur 125 Stunden.

Der Blick in die Länder

Sachsen-Anhalt: Hier lag die Temperatur bei 14,6 °C (13,7 °C). Obwohl Sachsen-Anhalt mit gut 50 l/m² 119 Prozent des Solls (42 l/m²) erreichte, war es damit das zweittrockenste Bundesland. Die Sonne schien knapp 170 Stunden (144 Stunden).

Thüringen: Thüringen war im September 2019 neben Hessen mit 13,7 °C (12,8 °C) das zweitkühlste und mit knapp 50 l/m² (51 l/m²) das trockenste Bundesland. Die Sonne schien mehr als 165 Stunden (143 Stunden).
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