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Di, 17:07 Uhr
05.11.2019
Im Jubel ernten, die mit Tränen säen …

Friedensgebet in Leinefelde am 9. November

Ein kleines Plakat im Fenster der ehemaligen Vikarie war die Geburtsstunde der Friedensgebete in Leinefelde. Der damalige Kaplan Heribert Wetter stellte sich mit dieser Einladung in die Kette der Friedensgebete,....

...die zwischen Plauen und Greifswald, Erfurt und Leipzig bereits Woche für Woche Menschen mit Gebeten und Kerzen verbanden und immer mehr in den Kirchen und auf den Straßen zusammenbrachten.

Mit dem ersten Friedensgebet in der Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena begann auch in Leinefelde ein Prozess, der im „Mauerfall“ am 9. November 1989 seinen Höhepunkt fand.

Die Kirchen wurden in der damaligen Zeit für Christen wie Nichtchristen Räume, in denen Hoffnung und Bangen einen Ort fanden, den notwendigen gesellschaftlichen Wandel in die Wege zu leiten.

Diese friedliche Revolution ist nicht nur in der deutschen Geschichte einzigartig. Sie bleibt in Zeiten der gesellschaftlichen Polarisierung und der weltweiten Krisen und Mauerbauten ein lebendiges Zeichen, dass Gesellschaften sich auch friedlich verändern können.

Die Ermutigung und Erfahrung dieses Weges in den Oktobertagen des Jahres 1989 fasst der Jenaer Pfarrer und Theologieprofessor passend im Gottesloblied 807 zusammen:

„Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt,
er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land“

Dankend und um Frieden bittend wird nach 30 Jahren mit Heribert Wetter in ökumenischer Verbundenheit mit Christen und Nichtchristen wieder zum Friedensgebet eingeladen: „Vertraut den neuen Wegen…“

30 Jahre Mauerfall und friedliche Revolution
Friedensgebet - Pfarrkirche Leinefelde am 9. November 2019 um 19.00 Uhr.

Pfarrer Gregor Arndt
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