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Mo, 00:10 Uhr
11.11.2019
Landespolitiker äußern sich

Finanzsituation bei ThüringenForst verschärft

Malsch: Urwaldpolitik der Ramelow-Regierung kostete 2018 mehr als 5 Millionen Euro Dazu diese Meldung aus der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag...


Der Urwaldkurs der Landesregierung hat Thüringen allein im vergangenen Jahr 5,6 Millionen Euro gekostet. Das zeige der aktuelle Geschäftsbericht der Landesforstanstalt, kritisierte der forstpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Marcus Malsch. „In einer Zeit, in der sich der Wald und die Finanzsituation der Forstanstalt in einer katastrophalen Lage befinden, muss Thüringenforst Sonderabschreibungen auf Waldflächen vornehmen, die wegen der abwegigen Urwaldpolitik der Landesregierung in Zukunft nicht mehr bewirtschaftet werden dürfen.“ Der Anteil der Sonderabschreibungen am Verlust von 8,2 Millionen Euro beträgt 5,6 Millionen Euro.

Verschärfend kommt hinzu: Für die kommenden Jahre rechnet das Landesunternehmen selbst mit Geschäftsergebnissen im tiefroten Bereich. Ende 2020 sollen sich die Verluste auf 20 Millionen Euro angehäuft haben. „Das Ergebnis für 2018 ist also nur der erste Vorbote dramatischer Verluste von ThüringenForst in den nächsten Jahren“, so Malsch. „Das ist weit mehr als die vier Millionen, die von der Landesregierung im laufenden Jahr der Forstanstalt zur Bewältigung der Katastrophe wegen Trockenheit und Borkenkäfer zur Verfügung gestellt wurden“, erläutert Malsch.

Im Haushalt für 2020 habe die Ramelow-Regierung keinen Cent zusätzliches Geld für den Forst veranschlagt, obwohl die Dramatik lange vor dessen Beschluss bekannt war. „Das zeigt, dass die Landesregierung den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen hat, geschweige denn aus dem Geschäftsbericht von ThüringenForst die richtigen Schlussfolgerungen zieht“, so Malsch.

Die CDU-Landtagsfraktion wende sich gegen eine weitere Schwächung der finanziellen Basis der Landestochter und damit auch gegen „die Stilllegung weiterer Waldflächen, da ihr ökologischer Nutzen umstritten ist und diese Praxis zur Verjüngung der Wälder nicht beiträgt. Nachwachsende Bäume speichern CO2 am wirksamsten“. Ramelow müsse nun endlich handeln, statt von Urwäldern zu träumen oder Kahlflächen mit Windrädern aufzuforsten, forderte Malsch.
CDU-Fraktion im Thüringer Landtag
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Kommentare

11.11.2019, 08.49 Uhr
anfissasondershausen | Es kommt nicht darauf an, ob man gut ist, man muß nur andere schlechter machen
Die CDU ist hat nicht nur einen beschämenden Wahlkampf geführt, indem sie immer nur mit dem Finger auf andere gezeigt hat, sie ist auch ein schlechter Wahlverlierer. Sie hat doch jetzt die Möglichkeit auf Herrn Ramelow zuzugehen und eine effektive Politik zum Wohle Thüringens mit zu gestalten. Was sie jetzt der noch amtierenden Regierung an Fehlern vorhält, hat sie doch selbst zu verantworten.
Die AfD freut sich und wächst, dank der Gebaren unserer angeblichen (noch) großen Volksparteien.

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11.11.2019, 09.50 Uhr
tannhäuser | Und was mich stört...
...ist dieses spezielle Ramelow-Bashing, obwohl es eine grüne Regierungspartei gibt, die das Umweltministerium leitet!

Aber nein, Frau Siegesmund darf man natürlich nicht (mehr) persönlich angiften. Die gehört ja jetzt zur neu geschaffenen "politischen Mitte", die man zum Regieren in Minderheit braucht.

Ich habe schon viele Trainer Niederlagen schönreden gehört, aber Mohring und Anhang können ihren Realitätsverlust nicht mal einem Schiedsrichter in die Schuhe schieben.

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