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Di, 10:25 Uhr
11.02.2020
Thüringer Landesamt für Statistik

Weniger Insolvenzverfahren 2019 in Thüringen

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden von Januar bis November 2019 über 2 060 Insolvenzverfah- ren. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik insgesamt 266 Anträge weniger als im Vorjahreszeitraum (-11,4 Prozent)...

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Auf Unternehmen entfielen 9,9 Prozent aller Verfahren und auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tä- tige, private Verbraucher sowie Nachlässe und Gesamtgut) 90,1 Prozent.
Mit 1883 Verfahren wurden 91,4 Prozent aller Insolvenzverfahren eröffnet. 147 Verfahren bzw. 7,1 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 30 Verfahren bzw. 1,5 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.

Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf rund 493 Millionen Euro. Pro Verfahren standen somit Forderungen von durchschnittlich 239 Tausend Euro aus.

Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging in den ersten elf Monaten 2019 gegenüber 2018 um 109 Verfahren bzw. 34,8 Prozent auf 204 Unternehmen zurück. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 775 Arbeitnehmer.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 35 Verfahren im Bauge- werbe, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe mit 32 Verfahren und vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 22 Verfahren.

Gesellschaften mit beschränkter Haftung (117Anträge) sowie Einzelunternehmen (55Anträge) mussten nach Rechtsformen betrachtet am häufigsten Insolvenz anmelden.

Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten elf Monaten dieses Jahres 1 856 Verfahren und damit 157 Verfahren bzw. 7,8 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gezählt. Das Insolvenzrecht wurde von Januar bis November 2019 von 1 350 privaten Verbrauchern in Anspruch genommen. Das entspricht 131 Verfahren bzw. 8,8 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten 2018. Weitere 463 Verfahren (Januar bis November 2018: 472 Verfahren) betrafen ehemals selbstständig Tätige.
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