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Sa, 13:00 Uhr
05.09.2020
nnz-Betrachtung zu mysteriösen Mordanschlägen

Der dreiste Giftmischer im Kreml

Man muss wohl kein profunder Kenner von Netflix-Politthrillern sein, um bei dem erneuten Giftanschlag gegen einen prominenten Russen hellhörig zu werden. So diffus die Tat immer noch ist, so einstimmig empört ist das Urteil von Politik und Medien, meint Olaf Schulze …



Er hat es also wieder getan! Der Irre im Kreml vergiftet nach dem pensionierten Geheimdienstmitarbeiter Sergej Skripal 2018 in London nun auch seinen, laut westlicher Medien, schärfsten innenpolitischen Widersacher, den Bürgerrechter Alexej Nawalny. Und wieder benutzt Wladimir der Schreckliche dafür Novishok, ein zu Sowjetzeiten entwickeltes Nervengift, über das nur die Russen und ihr Geheimdienst verfügen. Mit der richtigen Dosierung scheinen sie aber nach wie vor Schwierigkeiten zu haben, denn beide Opfer (eigentlich drei, denn Skripals Tochter wurde ja auch in Mitleidenschaft gezogen) überlebten den Anschlag. Vielleicht mangelt es den Russen einfach an einem ordentlichen Chemiker, wie ihn das Bundeswehr-Speziallabor hat, in welchem der Anschlag eine Woche später lückenlos aufgeklärt werden konnte. Somit ist bewiesen, dass wieder einmal der Kreml dahintersteckt. Jemand anderes hat ja das Nervengift nicht.

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Und auch der Zeitpunkt passt dem Despoten an der Newa bestens. In Weißrussland wird gerade sein Einfluss hinterfragt und die ganze Welt warnt munter vor sich hin, er solle sich dort ja nicht einmischen wie in der Ukraine. Obendrein steht zufälligerweise auch die von vielerlei Parteien und Regierungen heftig angefeindete Verlegung der Nordstream-II-Pipeline kurz vor der Vollendung, die Russlands Gas einen gesicherten Zugang zum deutschen und europäischen Markt verschaffen und dem amerikanischen Fracking-Gas die Tour vermasseln würde. Was liegt da für den wahnsinnigen Despoten näher als einen bürgerrechtlichen Widerstandskämpfer perfide ermorden zu lassen?

Erst lässt ihn Putin im Flugzeug ohnmächtig werden, dann verlegt er diesen Nawalny in ein Krankenhaus in Omsk, wo der trotz geheimdienstlicher Behandlung immer noch nicht verstirbt und schließlich übergibt man ihn den Deutschen. Wohl in der Hoffnung, dass die das Mordwerk endlich vollenden?

Aber da hat sich der Kleinst-Napoleon am Spasski-Turm gründlich getäuscht. Die unabhängige medizinische Untersuchung bringt sofort ans Licht, was von Trump bis Habeck und BILD bis Spiegel alle schon gewusst haben: Es war ein Komplott des Kreml-Diktators!

Der perfide Plan ist durchschaut und es bedarf einer harten Strafe. Natürlich hat der in Geheimdienstfragen unerfahrene Putin nicht geahnt, dass dieser finstere Mordversuch jemals das erhellende Licht der Wahrheit erblicken würde. Und weltpolitisch fehlt ihm da nach nur zwanzig Jahren Regierungszeit einfach noch das nötige Fingerspitzengefühl für das richtige Timing abgeschmackter Mordanschläge.

Nun ist der Fall Nawalny noch frisch, das Opfer liegt glücklicherweise noch lebend in der Charité im Koma, ist also nicht vernehmungsfähig. Aber der Fall des ebenfalls mit Novishok vergifteten pensionierten Doppelagenten Sergej Skripal liegt ja schon etwas länger zurück. Wie ist es damit eigentlich weitergegangen?

„Ein Jahr lang gingen Spezialkräfte in ihren weißen Schutzanzügen in dem Haus von Sergei Skripal ein und aus, das Grundstück in der kleinen südenglischen Stadt Salisbury war weiträumig abgesperrt. Das Gift sollen die Täter auf den Türgriff des Hauses des ehemaligen russischen Agenten geschmiert haben.“ So heißt es in einem meterlangen Wikipedia-Eintrag zu Sergej Skripal.

Also nichts genaues weiß man nicht. Es existiert aber ein Foto, das zwei russische Offiziere in Zivil in Salisbury, dem Ort des Verbrechens, zeigt. Russland dementiert jede Verwicklung, die andere Seite kann beim besten Willen nicht das Gegenteil beweisen. Und was sagen Skripal und seine Tochter?

Die sagen nichts, denn sie sind verschwunden. Wenn wir wieder Wikipedia bemühen, finden wir folgenden Absatz: „Dass Sergej Skripal den Giftanschlag überlebt hat, ist aufgrund der Tatsache, dass er und seine Tochter an einem geheimen sicheren Ort untergebracht wurden, nicht belegbar. Ein im Mai 2019 von der Nichte Viktoria Skripal veröffentlichter Telefonanruf Skripals schien ein Hinweis zu sein, dass Sergei Skripal noch lebt. Die Rolle Viktoria Skripals ist unklar, sie zweifelt, ohne näheren Wissens in der Angelegenheit, die britischen Angaben zum Tathergang an und unterstützt offen die Version Moskaus. Gut zwei Jahre nach der Vergiftung meldete ein britischer Pressebericht, dass die Skripals einen Aufenthalt außerhalb Großbritanniens anstrebten.“

Mit anderen Worten: sie sind nach wie vor am Leben und in der Obhut des britischen Geheimdienstes. Wem das noch nicht verschwörungstheoretisch genug ist, für den haben wir hier noch einen weiteren kurzen Auszug aus der Internet-Wissensmaschine:

„Nur wenige Monate später (nach dem Anschlag auf die Skripals, d.Red.) war ein britisches Paar auf tragische Weise mit dem Nervengift in Berührung gekommen, die 44-Jährige Dawn Sturgess starb nur Tage später an den Folgen. Der Mann, Charlie Rowley, hatte ein Parfumfläschchen mit dem Nervengift gefunden und seiner Partnerin geschenkt. Die Täter hatten das Fläschchen offenbar achtlos weggeschmissen.“

Parfümfläschchen - geschenkt - von den Tätern achtlos weggeschmissen? Das klingt allerdings stark nach „Breaking Bad“.

Russische Ärzte behaupten inzwischen, Nawalny habe mehrere Diäten gleichzeitig absolviert und sei deshalb kollabiert. Auch nicht so toll. Und Gregor Gisy, der Säulenheilige der Linken, glaubt, dass die Nordstream-II-Gegner dahinterstecken.

Bei so vielen politischen Anschlägen in der Geschichte sind die wahren Täter nie gefasst worden. Ob J.F. Kennedy, Olof Palme, Uwe Barschel oder Boris Nemzow, die Mörder waren keine Dilettanten, die sich an der nächsten Ecke schnappen ließen. Eine Ausnahme bildet da wohl nur der russische Geheimdienst mit seinem patentierten Spezialnervengift.

Die Wahrheit zu dieser neuerlichen Räuberpistole aus dem Reich des Bösen werden wir wohl nie erfahren, sollten uns aber immer die Frage stellen, die schon die alten Römer umtrieb: Cui bono? Wem nützt es?
Und wir wollen Alexej Nawalny natürlich baldige Genesung wünschen.
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Marino50
05.09.2020, 13:22 Uhr
Parfüm ist gefährlich...
Wer alles glaubt, wird selig gesprochen. Nur gut, dass wir Deutschen da so gute Erfahrungen haben. Upps...
Realist 1.0
05.09.2020, 14:00 Uhr
@Olaf Schulz versuchen sie mal, ihren Alu Hut ab zu nehmen
Das ist schon etwas dünn von ihnen, sich nur auf Wikipedia zu stützen, mit wundert nur das sie nicht noch
Russia Tuday,die Bild Zeitung und den Kopp Verlag als Quelle für ihren geistigen Dünnschiss aufgeführt haben. Sie glauben wahrscheinlich auch, das Herr Skripal in der Charite vergiftet wurde, und nicht in Russland.Ich selber vertrete den Anspruch, erst mehre Quellen prüfen bevor man sich ein Urteil bildet, das wichtigste dabei ist das man den gesunden Menschenverstand einschaltet.Wilde Verschwörungstheorien, wie von Leuten ihres Schlages bringen die Aufklärung auch nicht voran.
geloescht 20210614
05.09.2020, 14:01 Uhr
dieser Putin wieder einmal
der fürchtet ja sowas um seine Macht .Dabei sitzt der schon seit Jahren zum Ärger des Westens sicher genug im Sattel.
Danke Herr Schulze.Genau meine Ansicht der Dinge und mein Scmunzeln ist bei Ihnen.
Ich bin der Meinung wir sitzen mit Frau Merkel seit Jahren in einem Irrenhaus.Und es wird immer irrer.Jetzt sind sogar die Chinesen dran.Amerika sowieso.Ein Rundumschlag.Aber wieso eigentlich!? Wer zieht hier die Strippen im Westen!?
Weil die Andern nicht so wollen wie die scheidende Merkel es will !?Ist es eigentlich die Unfähigkeit von Merkel?
Diese Polittypen bei uns sollten sich gefälligst um ihren persönlichen Mist kümmern.Mist liegt genug in Deutschland rum.Scheinbar sind wir wieder die "Heilsbringer der Welt".Hatten wir schon mal.
Wohin das führt sich in die Angelegenheiten von anderen Ländern einzumischen haben ganz deutlich die Amis vorgemacht.
Immer schön die eigene Suppe auslöffeln wäre besser.
Irrenhaus Deutschland ist meine Meinung.
Und die Leute werden fleissig manipuliert und verarscht.Ob es über Herrn Trump geht oder jetzt Putin.
Und Dann melden sich auch noch grüne polit Grössen zu Wort und blubbern und blubbern ......... das Heil vom Himmel.
Paulinchen
05.09.2020, 14:14 Uhr
Nun dürfte es aber...
... an der Zeit sein, dass die Kanzlerin sich nicht das rote Telefon in die Hand nimmt, sondern den Herrn Putin zu einem dringenden Gespräch, auf neutralen Boden tritt.

Aus meiner Sicht, ist es für unsere Wirtschaft nicht gut, wenn wir mit zwei Grossmaechten in angespannten Verhältnissen pendeln. Im Speziellen leidet der Ostteil der BRD mehr, als der Westteil. Ich habe die leise Vermutung, dass die Kanzlerin hier eher handeln, als aussitzen sollte.
Es ist durchaus möglich, dass wir uns mit dem Blondschopf in den USA eine weitere Amtszeit "rumschlagen" müssen. Oder ist alles ganz anders, weil der Blondschopf seine Finger ebenfalls im Fall Nawalny hat? Denn von den Sanktionen, welche jetzt von der EU in Brüssel gegen Russland gefordert werden, würde er als Gewinner heraus kommen. Wir kaufen endlich nur noch sein teures Gas und stellen den Handel mit Russland auf ein Mindestmaß ein. Von da an, bestimmt der Blondschopf wann was und in welchen Mengen, zu welchen Preisen über den großen Teich kommt. AMERIKA FIRST! Auf allen Ebenen und sein Volk steht hinter ihm.
gpeu
05.09.2020, 15:20 Uhr
Manchmal ist ein Kommentar wie eine Therapie
Das tut ja richtig weh wie ein allwissender Neurotiker sich hier verbal ausschüttet. Welches Ziel verfolgen sie mit diesem primitiven "koperen/einfügen" Fast ist diese na ja ... Propaganda schon wieder lustig.
Wir haben selber genug historische und aktuelle Peinlichkeiten. Mit Ihrer Power finden Sie bestimmt heraus, wie das deutsche Volk mit all seinen Gästen wieder friedlich und glücklich wird . Ich freue mich auf ihre zukünftigen positiven Beiträge
pitti7
05.09.2020, 15:29 Uhr
@Realo1,1
damals im Fach 'IRONIE&Sarkasmus' gefehlt???
Man(n) sollte schon zwischen den zeilen lesen können...,ohh man(n)
Danke O.Schulze für diesen leicht ironischsarkastischnachundhinterfragenden artikel ;)

!!!'NIEMAND bildet MIR eine MEINUNG'!!!
henry12
05.09.2020, 15:43 Uhr
Wo sitzen die Giftmischer ?
Eine spannende Story, aber nur eine von vielen.
Schwer zu sagen ob sich das wirklich so zugetragen hat, nur eine Schussverletzung Nawalny`s in Verbindung mit einer russischen Patronenhülse am Tatort wäre noch dämlicher .
Deutschland hat sofort dankbar reagiert, einige
haben die Niederlage im 2.Weltkrieg immer noch nicht verwunden und befinden sich weiter im Kriegszustand. Trump wiederum sagst, das hier noch nichts bewiesen sei. Merkel und Konsorten wissen da scheinbar mehr. Wie einfach Weltpolitik sein kann, wenn es nur genug Nawalnys gibt, die man bei Bedarf opfern kann.
Peter59
05.09.2020, 17:03 Uhr
Der "Komentator" hat scheinbar ein Problem mir den Russen.....
Zuerst haben wir keine greifbaren Anhaltspunkte, das Statement ist mir etwas vorschnell. Der ganze Kommentar trieft on Rußlandfeindlichkeit. Sicher hat er die Ergebnisse des II. Weltkriegs nicht im Auge. Legt euch nur weiter mit denen an, wir haben keine Chance, wenn es dort zur Sache geht . Übrigens, man muss dort erst einmal gewesen sein, um die Lage zu analysieren, der Verfasser war es scheinbar nicht, sonst wäre die Kolumne anders ausgefallen.... Die Gaspipeline kann man nicht stilllegen, wir sind leider davon abhängig.
Leser X
05.09.2020, 17:12 Uhr
Wilde Story
Meine erste Reaktion: hatten wir doch schon und wurde nie aufgeklärt. Wie das eben so ist bei derartigen Lügengeschichten. Die Dramaturgie ist immer die gleiche. Sie ist so gestrickt, dass keine Beweise, sondern nur die Behauptung völlig ausreichen.

Mich stört maßlos, dass Deutschland bei solchen Storys immer auf der Seite der Lügner steht. Warum ausgerechnet die Grünen offensichtlich besonders empfänglich für solche Ammenmärchen sind, lässt derweil tief blicken. Gestartet einst als Friedenspartei, heizen sie heute den kalten Krieg an.
Tyrion
06.09.2020, 08:20 Uhr
Ein gelungener Artikel
Herr Schulze ,danke für diesen Artikel. Der zeigt mir,daß noch nicht alle Journalisten verblödet ( oder gekauft ) sind.
Wer es noch nicht verstanden hat,sollte lieber die Micky Maus lesen.
Jäger53
06.09.2020, 08:30 Uhr
Giftanschläge und anderes
Mein ehemaliger Chemielehrer sagte mir schon bei dem Parkbankanschlag mit Russischen Gift in
England vor einiger zeit das jedes Land auf der Welt dieses Gift herstellen kann. Aber wer hat eigentlich Interesse Putin zu stürzen? Zuerst der Giftanschlag in England dann die Unruhen auf der Krim( Kiew ) wo die Amerikaner einen großen Aufwand an Geld betrieben haben. Russland sollte seinen Zugang zum Schwarzen Meer verlieren( Sewastopol ) Daraus wurde nichts. Jetzt versucht man wieder näher an Russland heran zukommen. Diesmal versucht man das über Weißrussland und gleichzeitig wieder ein Giftanschlag. Dazu nutzte man auch noch die Wahlen in Weißrussland. Und alles läuft genauso ab wie auf der Krim. Man mischt sich wieder einmal in die innerlichen Angelegenheiten eines Putin freundlichen Landes ein. Man spielt wissentlich mit dem Feuer. Deutschland sollte sich da schön raus halten und die Gasleitung bauen lassen.
Schäfer
06.09.2020, 16:48 Uhr
Haltet den Dieb!
Was von Verschwörungstheorien so zu halten ist, sollte jeder für sich entscheiden. Komisch im Fall Nawalny ist nur die so offensichtliche Schuld der Russen. Ein Geheimdienst, der so diletantisch operiert, ist wohl kaum als ein solcher zu bezeichnen. Herr O. Schulze hat hier bei aller Ironie einen Fakt erwähnt, der für sich spricht. Im Übrigen bin ich der Meinung, auch für Staaten gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.
geloescht 20210614
06.09.2020, 18:15 Uhr
Schäfer ! mich stört seit "Merkel" nur eins und das ist
Manipulation der Meinung und Propaganda a la DDR.Ich weiss nur nicht warum man uns für so dämlich hält? Wir im Osten kennen dieses Spiel zur Genüge und sind deswegen 1989 auf die Strasse gegangen.
Ich habe die freiheitliche Bundesrepublik 1990 begrüsst diese DDR 2.o widert mich an.
Schäfer
06.09.2020, 20:26 Uhr
andreaspaul
Propaganda ist mal geschickt gemacht und mal dämlich, aber immer gegenwärtig und ein Allerweltsinstrument für Mächtige und die, die es werden wollen. Und ja, man hält uns nicht für doof, wir sind es! Wären wir es nicht, wo bliebe da die Werbeindustrie, die Parteien und Vereine in der Politik und anderswo? Ob der BK Merkel oder MüllerMeier schulze heißt, ist doch gleichgültig. Wichtig ist, das wir wie eine Schafherde dem jeweiligen Leithammel folgen und nicht ausbrechen. Blöken und meckern dürfen wir, tut die Schafherde auch. Wen stört das?
Henkel
07.09.2020, 07:35 Uhr
Gift
Man fragt sich, wieso die Opfer diesen Kampfstoff überleben, wenn er so giftig ist. Und weshalb soll ein Staat, der so etwas macht, ein Opfer ausfliegen lassen, damit man in aller Ruhe diesen Kampfstoff nachweisen kann. n einer lupenreinen Diktatur kann man doch einfach verfügen, dass er daheimbleiben muss. Es ist sofort alarmierend, wenn solche Russenfeinde wie Röttgen durch Talkshows tingeln und nach Sanktionen hecheln. Hatte dieser Möchtegernkanzler über Wochen nichts zu melden, verbreitet er jetzt sein dummes Zeug.
Rene Strube
07.09.2020, 08:13 Uhr
Rechtsstaatlichkeit ?
Hier werden Strafen gefordert, ohne dass eine Schuld geklärt ist. Ganz vorn auch ein Herr Lindner - Vorsitzender einer Kleinpartei, die sich einst als Rechtsstaatspartei darstellte und die sogenannte Unschuldsvermutung immer in das Zentrum ihrer Argumentation stellte. Z. B. bei der Frage der Vorratsdatenspeicherung.
Was für Sanktionen gibt es eigentlich gegen Saudi-Arabien - wo ja wichtige Vertreter schon mal Oppositionelle in diplomatischen Vertretungen zerlegen lassen, wie Schlachttiere?
Wolfi65
07.09.2020, 09:21 Uhr
Wer ist Lindler?
Vom politischen Friedhof der Zukurzgekommenen auferstanden, um sich in Dinge einzumischen, von denen er keine Ahnung hat.
Aber so war die Partei der Besserverdienenden schon immer.
Da fehlt noch noch der Palaver eines Herrn Merz.
Bei Russlandagressionen ist die BRD Politelite kaum zu bremsen, denn die angeblichen Freunde sitzen doch in Washington.
HeiKev
07.09.2020, 10:24 Uhr
Die Weltverschwörer, Russenknechte,...
und sonstige Putin-Liebhaber blenden einen ganz entscheidenden Fakt aus. Das Regime in Moskau weigert sich bisher hartnäckig, diesen Mordanschlag auch nur ansatzweise zu untersuchen. Vielmehr werden sogar die Ärzte in der Charite beschuldigt, den Oppositionellen vergiftet zu haben. Von Rechtstaat, der Mordversuche oder schwere Körperverletzungen untersucht, kann in diesem Land nicht die Rede sein.

Das Moskauer Regime kommt seit Jahren damit durch, seine Oppositionellen mit Gewalt aus dem Weg zu räumen. Gerade dieser Fall soll anderen Oppositionellen auch zeigen, "wir bekommen euch überall und niemand kann uns etwas". Das es auch bei uns Menschen gibt, die sich solche Verhältnisse wünschen, zeigen die rechtsextremen Verdachtsfälle täglich.
geloescht 20210614
07.09.2020, 11:49 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Verstoß gegen AGB
henry12
07.09.2020, 12:05 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Beitrag
Henkel
07.09.2020, 12:07 Uhr
Landarbeiter
als Mainstremknecht und Lügner sollten Sie sich informieren. Es stimmt einfach nicht, was sie schreiben. Den Sülz bekommen wir von Russenhasser wie Röttgen und Co genauso erzählt und durch nachplappern wird es nicht wahrer. Sie können in jedem Fall nachschauen, wie die Propagandaachse verhindert, dass Russland überhaupt mal Fakten überprüfen kann. Das nun schon 3 Personen einen der tödlichsten Kampfstoffe überleben, kann wohl nur Klaus Kleber & Co an Traumtänzer als Wahrheit verkaufen.

Wir freuen uns auch, dass Russland kein, wir aber so ein vorbildlicher Rechtsstaat sind. Wo sind bspw. die Untersuchungen zu dem Zeugensterben im NSU Skandalprozess?
ratemal
07.09.2020, 12:45 Uhr
Die USA bekommt was sie will...
Nun schließen sie die Schließung der Erdgastrasse Nordstream nicht mehr aus... Sagte vor einiger Zeit Trump nicht das selbe?... Und nun plötzlich, nach klassischer CIA-manier, gibt es einen Grund...
Der Russe ist ja so dumm das er sein Gift nimmt was schon vor einigen Jahren nicht funktioniert hat... Wer jetzt immer noch glaubt daß das der Russe wirklich war, der sollte den aluhelm aufsetzen...
Herr Taft
07.09.2020, 12:52 Uhr
Da hier so viel spekuliert wird:
Spekulieren ich auch mal: sollte der Kremel tatsächlich hinter den Giftanschlägen stecken, dann ist es doch noch viel perfider die Dosis so zu wählen, dass die Betroffenen nicht sterben, sondern sich ggf. über Jahre mit den Folgeschäden herumschlagen müssen. Wenn nicht der Kremel, dann steckt vielleicht eine regierungstreue Organisation dahinter.

Jedenfalls ist das Statement hinter den Anschlägen klar: Oppositionelle - ihr könnt euch nicht vor uns schützen, ihr könnt euch nicht verstecken... Ohne es wirklich zu wissen, glaube ich sehr stark, dass die russischen, kalten Krieger dahinter stecken. Ist jedenfalls wahrscheinlicher als jede andere Theorie
Henkel
07.09.2020, 13:11 Uhr
Oberlehrer,
dann erklären Sie bitte mal, wie man diesen Kampfstoff so dossiert. Es gab beim ersten Propagandafall in England genug Ausführungen, was es für ein Kampfstoff ist und wie schwer es wäre, ihn für ein Attentat zu benutzen. Den Schwachsinn mit passender Dosierung fällt wirklich nur jemanden ein, der sich mit diesem Kampfstoff noch nie beschäftigt hat, weil er nur Tagesschau guckt.
Herr Taft
07.09.2020, 13:29 Uhr
@Henkel...
Dosierung: bitte googeln. Stichworte: Dosis, Effektivdosis, Dosis-Wirkungs-Kurve.

Ja, ich habe mich bisher nie mit der Dosierung von Giften im allgemeinen und Kampfstoffrn im Besonderen beschäftigt? Sie etwa? Falls Ja, warum?

Unterstützt wird die Theorie wesentlich, dass entweder von der russischen Regierung, oder einer ihr nahestehenden (vielleicht auch privaten) Organisation hinter den Anschlägen steckt durch die Tatsache, dass es sich bei allen Opfern um Regime-Gegner handelt. Die Aussage, dass es sich um ein Statement mit Warnfunktion handelt wird dadurch gestützt, dass eine Ausreise/Behandlung im Ausland möglich gemacht wurde um die mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. Es soll eben allen klar sein, wer es war und warum - nur Beweise dürfen nicht gefunden werden. Die Regimegegner hätten auch einfach "verschwinden" können.... aber wo wäre da die Message?
Henkel
07.09.2020, 15:44 Uhr
Warum?
Lesen. Steht in meinem Kommentar. Wenn das nicht mal klappt, dann lassen Sie einfach aktuelle Kamera. Denn diese Begründung ist so unfassbar lachhaft, da glaubt man gar nicht, dass es tatsächlich Menschen gibt, die den Blödsinn auch noch nachäffen.
Glaskugel
07.09.2020, 17:31 Uhr
Korrupt bis ins Mark
scheint diese russische Regierung zu sein. Selbst wenn der Anschlag auf Nawalny nicht von oberster Stelle befohlen wurde bleibt die Frage, wie können solche chemischen Kampfstoffe überhaupt in falsche Hände gelangen? Über so etwas verfügen doch nur Regierungen. In der Apotheke gibt es so etwas nicht.
Was ist das Nächste, womit diese korrupte russische Regierung handelt? Atomwaffen? Man muss schon blind sein um das Muster , nach welchem alle bekannten Kritiker vom Leben zum Tod oder Dahinsichen befördert werden, nicht zu erkennen.
Herr Taft
07.09.2020, 18:57 Uhr
@Henkel...
Hmmm.. Na wenn Sie keine anderen Hobbys haben... sehr gerne. Der eine treibt Sport, der Andere bastelt eben mit dem Chemiebaukasten.
Vermisse ein wenig den Bezug Ihres letzten Kommentars zum Inhalt des Artikels. Außer Beschimpfungen scheint Ihnen nicht viel einzufallen... DAS ist lachhaft und - ganz ehrlich- ein Zeugnis Ihrer intellektuellen Fähigkeiten. Aber Sie kennen ja die Geschichte vom Schwein und der Eiche...

Belehren Sie mich mal, wo ist genau das Problem mit der Dosierung eines Toxins in einem Tee? Finden Sie Gegenargumente zu meiner These, dann wird es auch eine Diskussion.

Und welchen Vorteil hätte der Attentäter, wenn der Betroffene sofort umkippt im Vergleich zu dem medialen Getöse und der damit verbundenen Reichweite?
Real Human
08.09.2020, 15:08 Uhr
Das Geheimnis der russischen Stiefelpolitur
Kann mir mal jemand verraten, warum die manchen Kommentatoren so gut schmeckt?
Leser X
08.09.2020, 18:01 Uhr
Propagandistische Begleitmusik
Man muss diese Inszenierung natürlich auch und gerade im Zusammenhang mit der sog. Belaruss-Krise sehen. Und da lohnt unbedingt ein Blick in die Ukraine. Denn hier wie dort hat bzw. hatte der sog. Westen seine Klauen im Spiel.

Schauen wir also, was aus der Ukraine mit Unterstützung Deutschlands und gerne auch Steinmeier geworden ist: der erste "neuzeitliche" Regierungschef war ein Schokoladenfabrikant. Sein Nachfolger ist von Beruf eigentlich Komiker. Noch Fragen? Und die Lebensqualität in der Ukraine ist seitdem nicht mehr geworden, die Korruption hingegen schon.

Man kann nur hoffen, dass die Belarussen bei allem dringenden Reformbedarf nicht auch auf die falschen "Freunde" aus dem Westen reinfallen. Denn die brauchen nur ein weiteres Bollwerk gegen Russland. Die Menschen sind denen vollkommen schnurz.
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