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Sa, 10:02 Uhr
06.03.2021
Verfolgungsjagd durch den Kyffhäuserkreis

Großeinsatz nach Bürgerhinweis

Wie ein einzelner Mann eine große Menge von Berufs wegen hilfsbereiter Menschen auf Trab halten kann und sich dafür auch noch richtig undankbar zeigt, beschreibt der folgende Polizeibericht einer Verfolgungsfahrt durch en Kyffhäuserkreis

Gestern Mittag kurz vor 12 Uhr erhielt die Landeseinsatzzentrale der Polizei durch ein aufmerksames Ehepaar die Information, dass auf der Straße zwischen Reinsdorf und Heldrungen ein Pkw Lexus massive Schlangenlinien fährt. Die Zeugen befuhren im Pkw dahinter die Straße und gaben an, dass der Fahrer des Lexus womöglich gesundheitliche Probleme habe oder aber stark betrunken sei. Seine Fahrweise sei extrem gefährlich für ihn selbst und andere Verkehrsteilnehmer.

Sofort wurden durch die Polizeiinspektion Kyffhäuser alle verfügbaren Kräfte, weiterhin die Autobahnpolizei und Kollegen aus dem Bereich Sömmerda zum Stoppen des Lexus eingesetzt. Der fuhr inzwischen laut telefonischen Angaben der Zeugen in der Folge auf die A71 in Richtung Schweinfurt auf, wobei der Fahrer den Pkw weiterhin in verkehrsgefährdender Art und Weise führte, so dass bei ungehinderter Weiterfahrt mit einem Unfall zu rechnen sei. An der Anschlussstelle Weißensee verließ das Fahrzeug die Autobahn wieder. Hier hielt der Lexusfahrer nun an, so dass er durch eine nachrückende Besatzung der Polizeistation Artern gestellt werden konnte. Der Mann roch nach Alkohol und verweigerte jegliche Kooperation mit der Polizei, weshalb die Beamten eine Blutentnahme anordneten.

Im Krankenhaus beleidigte der Mann die eingesetzten Beamten und versuchte durch „Widerstandshandlungen“, wie es im Polizeibericht heißt, deren weitere Maßnahmen zu vereiteln. Der Führerschein des Mannes wurde vor Ort sichergestellt.

Einem Platzverweis in Anschluss kam er nicht nach, stattdessen belästigte er jetzt das Krankenhauspersonal sowie vor Ort befindliche Bürger. Als er drauf und dran war weitere Straftaten zu begehen, wurde er in polizeiliches Gewahrsam genommen. Diese Maßnahme wurde in der Folge richterlich bestätigt und der Täter absolvierte endlich einen Atemalkoholtest, der 2,06 Promille zum Ergebnis hatte.

Die Polizei Sondershausen bedankt sich ausdrücklich bei den Bürgern, die auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht hatten, für die gezeigte Zivilcourage, die eventuell einen schwerwiegenden Unfall verhindert hat.

Weitere Zeugen oder geschädigte des Tathergangs werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. Die Polizei Sondershausen oder jeder anderen Polizeidienststelle nimmt diesbezügliche Meldungen entgegen.

Über Alter oder Nationalität des Mannes wurden in dem uns zugegangenen Bericht keine Angaben gemacht.
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