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So, 21:36 Uhr
07.03.2021
Mit 30:25 (17:13) setzte sich der Thüringer HC durch

Sieg in Leverkusen

Wieder zeigten die Thüringerinnen in ihrer Leistungskurve ein Auf und Ab. Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Werkselfen einen Sieben-Tore-Rückstand bis auf zwei Tore verkürzen, scheiterten jedoch mit einigen technischen Fehlern am Ausgleich. Der THC hielt in dieser Phase kämpferisch dagegen und ebnete so den Weg zum Erfolg...


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Beste Werferin aufseiten des TSV war mit sechs Treffern Zivile Jurgutyte. Acht Tore erzielte Asli Iskit für den THC.

Beide Mannschaften starteten offensiv in die Begegnung und versuchten von Beginn an den Gegner unter Druck zu setzen. Bis zur 10. Minute verlief das Spiel auf Augenhöhe, der Führung des THC folgte der 5:5 Ausgleich. Doch schon anderthalb Minuten später gelang Asli Iskit die erste Zwei-Tore-Führung. Leverkusen setzte alles daran, keinem größeren Rückstand hinterher zu laufen und Annefleur Bruggeman konterte prompt durch einen Rückraumtreffer zum 6:7. Nachdem der THC wieder mit zwei Toren in Front lag, nahm Gästetrainer Martin Schwarzwald seine erste Auszeit. Mit einer tollen Parade gab Petra Blazek ihrem Team die Chance, die Führung erstmals auf drei Tore auszubauen. Lydia Jakubisova nutzte diese souverän und netzte zum 7:10 ein. Die Torfrauen waren in der ersten Halbzeit ein wichtiger Faktor auf beiden Seiten. Kristina Graovac parierte einen Strafwurf und hielt den TSV Bayer 04 Leverkusen in Schlagdistanz. Kurz darauf zeigte sich Emma Ekenman-Fernis gewohnt kaltschnäuzig im Abschluss und markierte mit ihrem 100. Saisontreffer das 11:9 aus Gästesicht. Es blieb bis zum Ende der ersten Hälfte eine enge Kiste.

Mit einem Tempogegenstoß verkürzte Svenja Huber für ihre Mannschaft auf 11:12. THC-Coach Herbert Müller nahm daraufhin in der 22. Minute sein erstes Team Timeout. Emma Ekenman-Fernis kassierte zwei Minuten später eine Zeitstrafe, den daraus resultierenden Strafwurf verwandelte Svenja Huber erfolgreich. Die Thüringerinnen setzte auf die Empty-Goal-Taktik, um die vorübergehende Unterzahl im Angriff zu kompensieren. Auf der Gegenseite musste Kim Hinkelmann für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Die heute hervorragend aufgelegte Asli Iskit verwandelte erst von der Strafwurflinie und brachte im Anschluss ihren vierten Ball ins Bayer-Tor. Marketa Jerabkova legte für den THC nach und so ging es beim Stand von 13:17 in die Kabinen.

Mit einer Fünf-Tore-Führung ging der Thüringer HC in die zweite Spielhälfte. Sofort nach Wiederanpfiff erzielte Asli Iskit das 18. Gästetor. Das gefürchtete Tief nach der Halbzeitpause blieb aus und der THC baute die Führung zu einem zu diesem Zeitpunkt unerwarteten 21:14 aus. Die Werkselfen mühten sich weiterhin und wurden für ihren Kampf belohnt. Nach vier Toren in Folge kamen die Gastgeberinnen auf 18:21 heran. Herbert Müller zog die grüne Karte und bat seine Mannschaft an die Seitenlinie. Leverkusen war zurück im Spiel und bot dem THC ordentlich Paroli, zudem zeigte Vanessa Fehr sehenswerte Paraden.

Der TSV gestaltete das Spiel weiterhin offen und verkürzte zum 21:24. Mitte der zweiten Spielhälfte nahm Martin Schwarzwald das nächste Team Timeout. Der THC konnte die zwischenzeitliche Sieben-Tore-Führung wenig machen und ließ den Gastgeberinnen zu viel Raum zum Agieren. Im Angriff produzierten die Gäste einfachste Fehler und vergaben so ihre Chancen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff waren die Werkselfen auf drei Tore ran - 23:26. Von der Strafwurflinie hatte der Thüringer HC kein Glück, Asli Iskit, die sich im Spiel wurfgewaltig und sicher präsentierte, vergab in der 52. Minute den dritten Siebenmeter des THC. Noch fünf Minuten waren zu spielen, der THC lag mit 24:27 vorn. Die Schlussphase versprach Spannung und die Elfen taten alles dafür. Der Thüringer HC kämpfte, um die Führung nicht zu leichtfertig abzugeben. Konzentrierter und ruhiger wurden jetzt die Angriffe aufgebaut. Nina Neidhart brachte den Ball ins Netz der Gastgeberinnen und hielt den Vorsprung so mit vier Toren weiter komfortabel.

Leverkusens Vanessa Fehr zeigte immer wieder tolle Paraden, vorn versuchten es die Handballelfen jetzt mit der Brechstange und so unterliefen einfachste Fehler. Das Spiel war zwei Minuten vor der Schlusssirene entschieden. Mit dem 30:25-Sieg holte der THC zwei wichtige Punkte im Kampf um einen internationalen Startplatz in der kommenden Saison.
Sarah Lapp/Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

Stimmen nach dem Spiel:
Herbert Müller (THC):
Ein wichtiger Auswärtssieg heute in Leverkusen mit einer kämpferischen Leistung, die wir in der zweiten Halbzeit, als wir vorentscheidend mit plus sieben wegziehen konnten, nicht vergoldet haben. Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas klarer und dominanter auftreten, aber im Endeffekt zählen die beiden Punkte. Die waren eminent wichtig, um dranzubleiben an diesem fünften Tabellenplatz. Auch wenn Leverkusen noch einmal aufgeholt hat und Ergebniskosmetik betreiben konnte, war die Mannschaft im entscheidenden Moment da und hat verdient mit 30:25 gewonnen. Die Schlüsselspielerin heute war sicherlich Asli Iskit, die aus meiner Sicht eine sehr gute Leistung gebracht hat, sich entscheidend durchsetzen konnte und gute Rückraumwürfe vorzuweisen hatte.
Unterm Strich ist eine Steigerung nötig, um in den nächsten Wochen mit unserer Leistungsgrenze die nötigen Punkte einzufahren.

Statistik:
TSV Bayer 04 Leverkusen:
Vanessa Fehr, Kristina Graovac; Zivile Jurgutyte 6, Kim Lara Hinkelmann, Zoe Sprengers 2/1, Jennifer Souza 1, Jennifer Kämpf 4, Annefleur Bruggeman 2, Jule Polsz, Svenja Huber 4/1, Pia Terfloth 1, Sophia Cormann 4, Lea Flohr 1.

Thüringer HC: Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Emma Ekenman-Fernis 3, Asli Iskit 8/1, Ina Großmann, Arwen Rühl 1, Kerstin Kündig 5, Lydia Jakubisova 2, Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 5, Marketa Jerabkova 3, Josefine Huber 3.
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