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Fr, 11:16 Uhr
17.09.2021
Glockenweihe in Wallrode

Großes bahnt sich an

Wallrode darf am Samstag, dem 2. Oktober, ein für jede Kirchengemeinde seltenes Fest feiern und das gleich doppelt. „Großes bahnt sich an“, verkünden die Mitglieder des Gemeindekirchenrates und strahlen dabei mit ihrer Pfarrerin Ulrike Kosmalla um die Wette...

In großer Vorfreude haben sie zur Glockenweihe der beiden neuen Bronzeglocken eine fröhliche, kleine Festveranstaltung geplant.

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Um 14 Uhr startet der Umzug mit den beiden Neuen und etwa um 14.30 Uhr wird Superintendent Andreas Schwarze die Andacht an der Kirche feiern. „Anschließend ist ein lockeres Programm mit Kaffee und Kuchen bis circa 17 Uhr vorgesehen“, verrät Wilfried Fromm vom Gemeindekirchenrat. Ralf Lippold, der auch dem Glockenguss zusehen konnte, bereitet dafür einen Bildvortrag und eine Festschrift vor. Für den musikalischen Genuss sorgen das Bergmannsblasorchester Bleicherode und der Posaunenchor Großbodungen. „Auch das Umfeld der Kirche konnten wir in letzter Minute noch aufwerten“, freut sich Wilfried Fromm. Ein altes Haus, das ehemalige Kantorhaus, mit Garage und Holzschuppen, wurde von der Gemeinde erworben und jetzt abgerissen.

Zwei Glocken werden Anfang Oktober in Wallrode geweiht (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz) Zwei Glocken werden Anfang Oktober in Wallrode geweiht (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz)


Dadurch entstand ein behindertengerechter Zugang zur Kirche. „Die gesamte Fläche ist noch nicht angelegt worden, dazu fehlen noch etwas die finanziellen Mittel“, erläutert Pfarrerin Kosmalla die aktuelle Situation und lädt gleichzeitig herzlich zu diesem besonderen Festtag der Glockenweihe ein.

Die beiden Bronzeglocken wurden von Hermann Schmitt in Brockscheid, Eifel, gegossen und werden von der Firma Christian Beck installiert. Eine Glocke ist auf den Ton c gestimmt und trägt die Inschrift: „ich will dich segnen“. Die zweite ist auf den Ton es gestimmt und ergänzt den Spruch der ersten mit ihrer Inschrift: „und du sollst ein Segen sein“. Zukünftig werden sie zu beiden Seiten der 750 Jahre alten Bronzeglocke läuten.

„Damit sind unsere beiden alten defekten Eisenhartgussglocken von Ulrich & Weule aus dem Jahr 1921 nach genau 100 Jahren Geschichte“, erklärt Ralf Lippold. Beide sind defekt, verbleiben jedoch im Turm. Die kleinere Glocke bleibt als Uhrschlagglocke erhalten, die andere ziert funktionslos eine Turmecke. Fünf Glocken beherbergt der Turm also in Kürze, da gibt es zum nächsten Tag des offenen Denkmals in Wallrode, neben dem Turmuhrmuseum, viel zu entdecken.
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