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Sa, 14:32 Uhr
25.06.2022
Tipps der Verbraucherzentrale

Wie man im Sommer einen kühlen Kopf behält

Der Sommer ist da und es ist unerträglich heiß in der Wohnung? Mit baulichem Hitzeschutz lassen sich oft angenehme Raumtemperaturen erreichen. Die Verbraucherzentrale Thüringen erläutert die sinnvollsten Maßnahmen...

„Das Ziel sollte sein, die Sommerhitze erst gar nicht in die Wohnräume hinein zu lassen”, sagt Dorothea Galandi-Szabo, Architektin und Energieberaterin der Verbraucherzentrale Thüringen. Am wirksamsten sind bei Fenstern und Fenstertüren deshalb Einrichtungen, die von außen angebracht sind. Typisch sind Rollläden, Klappläden, außenliegende Jalousien, Markisen oder Sonnensegel.

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Wird es im Sommer zu warm, kann auch an bestehenden Häusern ein Sonnenschutz nachgerüstet werden. „Wer dafür Vorbau-Rollläden wählt, denkt am besten auch an die Sicherheit und entscheidet sich für eine einbruchhemmende Variante mit Widerstandsklasse RC2 oder besser”, rät die Architektin.

Hitzeschutz im Dachgeschoss
Besonders Räume und Wohnungen im Dachgeschoss heizen sich schnell auf Temperaturen über 30 Grad Celsius auf. Schlaflose Nächte und Kreislaufbeschwerden können die Folge sein. Auch hier können bestehende Häuser verbessert werden. Eine nachträgliche Wärmedämmung sowie eine Dachabdichtung halten die Hitze draußen.

Galandi-Szabo weist darauf hin, dass sowohl außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen als auch nachträgliche Dachsanierungen staatlich gefördert werden. „Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude können beide Maßnahmen jeweils mit bis zu 20 Prozent der Kosten bezuschusst werden”, weiß die Expertin.

Fassaden- und Dachbegrünung
Begrünte Fassaden mindern nicht nur Verkehrslärm, sondern kühlen an heißen Sommertagen auch durch die Verdunstung von Wasser die Luft. Die Beschattung kann zudem verhindern, dass sich das Gebäude zu stark aufheizt. „Es müssen nicht teure vertikale Gärten mit aufwendiger Bewässerung sein. Die Wände beschatten können auch montierte Rankhilfen mit Kletterpflanzen”, so Dorothea Galandi-Szabo.

Dabei sollten Hausbesitzer:innen auf genügend Abstand zwischen Fassade und Rankgitter achten, um Schäden an Putz und Wänden zu verhindern. Auch die Begrünung von Terrasse und Balkon ist nicht nur ein Blickfang, sondern kann ebenso ein natürlicher Hitzeschutz an heißen Sommertagen sein.

Ebenso können Dachbegrünungen eine kühlende Wirkung haben. „Bei einem Wohnhaus sollten Sie aber eine Fachplanung zurate ziehen, da das Gewicht von Erde, Pflanzen und abgefangenem Regenwasser die Statik des Gebäudes beeinflussen kann”, warnt Architektin Galandi-Szabo. Besonderes Augenmerk ist bei der Dachbegrünung auf die Abdichtung zu legen.

Bei Fragen zum baulichen Hitzeschutz helfen die Energieberater:innen der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Ein Termin für eine persönliche Beratung kann telefonisch unter 0800 809 802 400 oder 0361 555140 (beide kostenfrei) vereinbart werden.
Autor: red

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