Mi, 13:17 Uhr
17.12.2025
Ein Blick in die Statistik
Krankenhauskosten um 20 Prozent gestiegen
Im Jahr 2024 fielen in den Thüringer Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von rund 3 802 Millionen Euro an. Damit stiegen die Gesamtkosten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem Jahr zuvor um 159,5 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2020 stiegen die Kosten um 642,4 Millionen Euro bzw. 20,3 Prozent…
Rund zwei Drittel der Gesamtkosten (2 419 Millionen Euro bzw. 63,6 Prozent) waren, wie bereits in den Jahren zuvor, Personalkosten. Im Jahr 2024 wurde etwa ein Drittel der Personalkosten (772 Millionen Euro bzw. 31,9 Prozent) für den ärztlichen Dienst veranschlagt, rund ein weiteres Drittel (858 Millionen Euro bzw. 35,5 Prozent) für den Pflegedienst, 314 Millionen Euro (13,0 Prozent) für den medizinisch-technischen Dienst und 212 Millionen Euro (8,8 Prozent) für den Funktionsdienst.
Mit 1 364 Millionen Euro entfiel mehr als ein Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (35,9 Prozent) im Jahr 2024 auf Sachkosten. Gegenüber 2023 erhöhten sich diese Ausgaben um 45,9 Millionen Euro bzw. 3,5 Prozent. Von den Sachkosten entfiel im Jahr 2024 rund die Hälfte (709 Millionen Euro bzw. 52,0 Prozent) auf den medizinischen Bedarf, wie z. B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Laborbedarf und Implantate. Die Kosten für Wasser, Energie und Brennstoffe sind im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 Prozent bzw. 12,1 Millionen Euro gesunken.
Im Jahr 2024 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 3 418 Millionen Euro, rund 139 Millionen Euro bzw. 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die pflegesatzfähigen Kosten stellen die Gesamtkosten bereinigt um Bestandteile dar, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung anfallen, wie z. B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre. Auf einen Berechnungs- und Belegungstag bezogen lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2024 bei rund 914 Euro, ca. 32 Euro bzw. 3,6 Prozent mehr als im Jahr 2023.
Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behandelten Patientinnen und Patienten von 7,1 Tagen ergaben sich rein rechnerisch bereinigte Kosten in Höhe von 6 447 Euro pro Behandlungsfall (2023: 6 321 Euro). Das entspricht einem Anstieg um 2,0 Prozent zum Vorjahr. Die Kosten je aufgestelltes Bett betrugen 232 730 Euro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Prozent
Autor: redRund zwei Drittel der Gesamtkosten (2 419 Millionen Euro bzw. 63,6 Prozent) waren, wie bereits in den Jahren zuvor, Personalkosten. Im Jahr 2024 wurde etwa ein Drittel der Personalkosten (772 Millionen Euro bzw. 31,9 Prozent) für den ärztlichen Dienst veranschlagt, rund ein weiteres Drittel (858 Millionen Euro bzw. 35,5 Prozent) für den Pflegedienst, 314 Millionen Euro (13,0 Prozent) für den medizinisch-technischen Dienst und 212 Millionen Euro (8,8 Prozent) für den Funktionsdienst.
Mit 1 364 Millionen Euro entfiel mehr als ein Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (35,9 Prozent) im Jahr 2024 auf Sachkosten. Gegenüber 2023 erhöhten sich diese Ausgaben um 45,9 Millionen Euro bzw. 3,5 Prozent. Von den Sachkosten entfiel im Jahr 2024 rund die Hälfte (709 Millionen Euro bzw. 52,0 Prozent) auf den medizinischen Bedarf, wie z. B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Laborbedarf und Implantate. Die Kosten für Wasser, Energie und Brennstoffe sind im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 Prozent bzw. 12,1 Millionen Euro gesunken.
Im Jahr 2024 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 3 418 Millionen Euro, rund 139 Millionen Euro bzw. 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die pflegesatzfähigen Kosten stellen die Gesamtkosten bereinigt um Bestandteile dar, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung anfallen, wie z. B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre. Auf einen Berechnungs- und Belegungstag bezogen lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2024 bei rund 914 Euro, ca. 32 Euro bzw. 3,6 Prozent mehr als im Jahr 2023.
Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behandelten Patientinnen und Patienten von 7,1 Tagen ergaben sich rein rechnerisch bereinigte Kosten in Höhe von 6 447 Euro pro Behandlungsfall (2023: 6 321 Euro). Das entspricht einem Anstieg um 2,0 Prozent zum Vorjahr. Die Kosten je aufgestelltes Bett betrugen 232 730 Euro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Prozent