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Di, 14:45 Uhr
18.10.2016
Investoren für patentiertes Zahnimplantat gesucht:

Bernd Rupprecht und Axel Cyron als Erfinder

Viele Patienten, denen ein Zahnimplantat eingesetzt wurde, leiden unter Entzündungen. Der Grund dafür sind Viren und Bakterien, die über die Oberfläche oder aus dem Inneren des Implantats in das umliegende Gewebe eindringen. Doch ein Zahnarzt aus Beuren und ein ehemaliger Zahntechniker haben eine Lösung gefunden.....

Rupprecht und Cyron (Foto: IBC)
Dr. med. Bernd Rupprecht und Axel Cyron (v.l.)

Axel Cyron und Dr. med. Bernd Rupprecht von der Impulse Biomedical Corporation GmbH (IBC) aus Leinefelde-Worbis haben eine Lösung entwickelt: Das Impulse Vario Zahnimplantat verhindert mit seiner viren- und bakteriendichten Innenverbindung, einer speziellen Oberflächenstruktur und einem optimierten Halsdesign Entzündungen. Patienten sind so effektiv geschützt.

Ab sofort suchen sie auf www.aescuvest.de/impulse-vario Investoren für ihr Start-up. Die Fundingschwelle liegt bei 100.000 Euro, die Zielsumme beträgt 300.000 Euro.

Zahnimplamtat (Foto: IBC )
Das Impulse Vario Zahnimplantat

Die Implantologie ist der größte Wachstumsmarkt in der Zahnmedizin. Die Deutschen werden durchschnittlich älter, auch die Nachfrage nach Zahnersatz steigt. Hierzulande wurden bisher rund 15 Millionen Zahnimplantate eingesetzt, mehr als 800.000 kommen jährlich hinzu. Doch Studien belegen, dass 20 Prozent aller Patienten nach zehn Jahren unter einer Entzündung leiden, die den Verlust des Implantats zur Folge haben kann.

„Eine Entzündung des Implantatbereiches ist für Patienten sehr unangenehm und schmerzhaft. Deshalb haben wir eine sichere und langlebige Alternative zu handelsüblichen Implantaten entwickelt", erklärt Dr. med. Bernd Rupprecht, den viele als Zahnarzt in Beuren kennen.

Gemeinsam mit dem Zahntechniker Axel Cyron gründete der erfahrene Zahnarzt aus dem Leinefelde-Worbiser Ortsteil Beuren nach langjähriger Forschung und Entwicklung im Herbst 2015 das Unternehmen IBC.

Innovative, patentgeschützte Merkmale
Zahnimplantate bestehen meist aus einem Implantatkörper und einem darin verschraubten prothetischen Aufbau, der den eigentlichen Zahnersatz trägt. Schon kleinste Kippbewegungen dieses Aufbaus verursachen Spalten, durch die Viren und Bakterien aus dem Inneren des Implantates in die umgebende Mundschleimhaut und den Knochen eindringen. „Dem Implantat ergeht es dann wie einem Baum, der auf schlechtem Grund steht“, erläutert Dr. Rupprecht. Es beginnt eine fortschreitende Entzündung, die zum Verlust von Implantat und Krone führen kann.

Beim Impulse Vario Zahnimplantat verhindert eine absolut gasdichte, kegelförmige Verbindung zwischen Implantatkörper und prothetischen Aufbau, dass Viren oder Bakterien aus dem Inneren des Implantats austreten. Das Implantat ist „virtuell einteilig“. Dennoch ist die Verbindung bei Bedarf wieder lösbar.

Zudem sorgt die neu entwickelte, nanostrukturierte Oberfläche „Biorough“ dafür, dass Knochen- und Weichgewebszellen schnell und fest auf der Implantatoberfläche haften können. Dazu verändert ein spezielles Ätzverfahren das bioverträgliche Titan des Implantats und macht es noch gewebefreundlicher. „Das unmittelbare Anwachsen ist wichtig für ein belastungsfähiges Implantat“, erklärt Dr. Rupprecht. „Denn nur so können Patienten schon bald nach dem Einsetzen wie gewohnt kauen.“

Sicherheit für Patienten und Zahnärzte
„Allzu oft sehen sich Zahnärzte bei Implantaten mit nicht wissenschaftlich geprüften Produktaussagen konfrontiert“, erläutert Axel Cyron, der über langjährige Erfahrungen im Vertrieb von Zahnimplantaten verfügt. „Die Wirksamkeit der Oberflächenstruktur und der gasdichten Verbindung haben wir uns deshalb durch wissenschaftliche Tests bestätigen lassen.“

Die Implantatkörper von Impulse Vario haben ein selbstschneidendes Gewinde, das den Knochen während des Einsetzens optimal belastet und eine kurze Einheilzeit ermöglicht. Durch verschiedene Formen lassen sie sich zudem von Zahnärzten flexibel einsetzen.

Das zugehörige System umfasst ein universelles Angebot zu allen denkbaren prothetischen Versorgungslösungen und schonende, hygienisch einwandfreie Einmalbohrer. Sie entsprechen den vom Robert-Koch-Institut geforderten Richtlinien und schaffen so zusätzlich Sicherheit für Patienten und Zahnärzte.

„Unser Ziel ist es, die medizinische Versorgung in Deutschland zu verbessern“, erklärt Dr. Patrick Pfeffer, Geschäftsführer der aescuvest GmbH, zum Start der Crowdinvesting-Kampagne. „Das Impulse Vario Zahnimplantat setzt diese Idee beispielhaft um und ist schon jetzt marktreif. Über die Crowd wollen wir helfen, IBC nun auch in den Markt zu führen.“ Damit das künftig noch effektiver gelingt, hat aescuvest zum Start der Kampagne seine Plattform aktualisiert.

Nutzer können nun auch vom Smartphone und Tablet aus bequem über die Website navigieren. „Bei der stetig wachsenden Zahl mobiler Nutzer war das für uns ein logischer Schritt, um die Bedienbarkeit der Seite zu verbessern“, erklärt Dr. Pfeffer. Die Zielsumme der Kampagne liegt bei 300.000 Euro. Damit möchte das Start-up die Produktion der ersten 2.000 Implantate finanzieren.

Ab sofort können sich Interessenten bereits ab 250 Euro beteiligen. Die Crowdinvesting-Kampagne läuft für acht Wochen. Weitere Informationen zum Projekt stehen unter www.aescuvest.de/impulse-vario bereit.

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