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Mi, 20:57 Uhr
10.04.2019
Berggymnasium Heilbad Heiligenstadt

Junge Reporter erkunden das politische Jugendbuch

Im vergangenen Monat besuchte die Klasse 7b die Buchmesse in Leipzig. Im Rahmen des Deutsch- und Medienkundeunterrichts wurde ein Interview mit dem Autor Dirk Reinhardt vorbereitet, der in den letzten Jahren politische Jugendbücher zum Thema Flucht geschrieben hat. Hier ihre Eindrücke....




Im Rahmen des Deutsch- und Medienkundeunterrichtes reiste die Klasse 7b des Gymnasiums Bergschule St. Elisabeth zur Leipziger Buchmesse, um einen Autor und eine Vertreterin eines Verlages zu interviewen.

Am Freitag, 22. März 2019, waren Treffen mit dem Jugendbuchautor Dirk Reinhardt ("Train Kids", "Über die Berge, über das Meer") und der PR-Managerin des Gerstenberg-Verlags in Hildesheim verabredet. Die jungen Reporter hatten sich gut vorbereitet und geben hier nun Auskunft über die Interviews und ihren ersten Besuch der Buchmesse in Leipzig.

„Dirk Reinhardt schreibt Kinder- und Jugendromane über aktuelle politische Themen. Unsere
gesammelten Fragen haben fünf Schülerinnen und Schüler unserer Klasse dem Autor gestellt.
Wir fragten Dirk Reinhardt, ob Autor schon immer sein Traumberuf gewesen sei. Darauf
antwortete er, dass er sich schon als Kind für künstlerische Berufe interessiert habe und sich als
Jugendlicher dann hätte entscheiden müssen, ob er Musiker oder Autor werden wolle. Er habe sich für den Beruf des Schriftstellers entschieden.

Wir fragten ihn außerdem, ob er für sein neues Buch auch in die Länder, in denen die Geschichte spielt, gereist sei. Für sein Buch Train Kids (2015) sei er tatsächlich nach Mexiko gereist. Für das neue Buch “Über die Berge, über das Meer” (2019) sei er, aber nicht nach Afghanistan gereist, weil dort Krieg herrsche.

Für die notwendigen Informationen über die Länder habe er Migranten in Deutschland gefragt, die eine Flucht erlebt haben. Die Geschichte der Hauptpersonen lehne sich aber an Gespräche mit einem Jungen und einem Mädchen an, die er tatsächlich kennen gelernt und oft getroffen habe. Es ist unserer Meinung nach für den Leser wichtig zu wissen, dass diese Geschichten wirklich passiert sind. Auf die Frage, warum er meistens über politische Themen Jugendbücher schreibe, sagte Dirk Reinhardt, dass er z. B. Flucht für ein sehr wichtiges Thema halte und es immer um Familien und Freundschaften gehe, die einer hohen Belastung ausgesetzt seien oder sogar auseinander gerissen würden.

Unsere nächste Frage zielte darauf zu erfahren, warum Dirk Reinhardt seine Bücher beim
Gerstenberg Verlag veröffentlicht. Hauptsächlich betonte er die sehr gute Betreuung eines Autors von Seiten des Verlages. Man nehme sich Zeit für ihn und er könne seine Vorstellungen jederzeit einbringen. Außerdem sei Gerstenberg ein sehr traditionsreicher Verlag. Das gefalle ihm.

Wir dankten Dirk Reinhardt für die offene Auskunft über den Hintergrund seiner Bücher.
Im Anschluss befragten wir die PR Vertreterin des Gerstenberg - Verlages, Andrea Deyerling-Baier. Von ihr erfuhren wir, dass der Verlag 1792 gegründet wurde und heute, das ist eine Besonderheit, seit sieben Generationen immer noch im Besitz der Gerstenbergs geblieben ist. Eine weitere Besonderheit am Gerstenberg Verlag ist, dass er Bücher in allen Bereichen herausgibt, wie z.B. Kinder-, Jugend- und Sachbücher. Zudem besitzen die Bücher auch sehr viele Illustrationen und werden auf hochwertigem Papier gedruckt. Ca. 25 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten hier. Das erfolgreichste Buch des Verlages ist „Die kleine Raupe Nimmersatt“, von dem Autor Eric Carle.

Dieses Buch ist jetzt schon 50 Jahre alt. Das zweiterfolgreichste Buch ist das Sommer - Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berner. Über 100 Autoren veröffentlichen beim Gerstenberg
Verlag. Innerhalb eines Jahres bringt der Verlag ca. 70 neue Bücher heraus. Am Tag werden im
Schnitt 10 Bücher eingereicht, aber die meisten werden abgelehnt, da die Illustrationen nicht
passend erscheinen oder weil es das Buch schon einmal in der Art gibt. Angenommen werden
dagegen oft Bücher von schon bekannten Autoren.

Wenn ein Buch angenommen wird, machen die Mitarbeiter das Cover, aber der Autor hat natürlich Mitspracherecht. Die Dauer, bis ein Buch erscheint, ist immer unterschiedlich. Bis jetzt wurde noch kein Buch von einem Kind oder Jugendlichen unter 18 Jahren veröffentlicht, aber wenn eins käme, dass wirklich gut ist, dann würden sie es auch veröffentlichen. Der Verlag war eigentlich schon immer bei der Leipziger Buchmesse.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht den Gerstenberg-Verlag zu interviewen und so viele
neue Informationen zu erhalten. Unser letzter Programmpunkt auf der Buchmesse war, möglichst viel verschiedene Eindrücke in den fünf Hallen zu sammeln. Bei Ständen der Verlage bekamen viele von uns Gratisgeschenke wie z.B. Bücher, Lesezeichen oder auch Beutel und Taschen der Buchmesse. Andere kauften sich Bücher und ließen diese nach einer Lesung vom Autor selbst signieren.

Auch zu Essen gab es an vielen Ecken. Halle 3 mit der Kinder-und Jugendliteratur hat uns sehr gefallen, aber auch die Manga-Halle, da dort viele Cosplayer in ihren perfekten und bunten Kostümen waren. Wenn man etwas Zeit hatte, konnte man Gespräche mit berühmten Leuten verfolgen oder Lesungen anhören. Einigen hat sehr gut gefallen, dass es auch Gaming Stände gab.

Natürlich gab es auch ab und an einen gehörigen Lärmpegel, aber in den Außenbereichen konnte man sich bei schönem Wetter etwas erholen. Insgesamt hat uns allen der Besuch auf der Buchmesse sehr viel Spaß gemacht. Wir haben viele neue Autoren kennengelernt und waren beeindruckt, wie viele Themen hier eine Rolle spielen und dass die Buchmesse alle anzieht, sehr junge Besucher und sehr alte. Unser Fazit ist, dass wir immer wieder gerne zur Leipziger Buchmesse kommen würden und Jung und Alt unbedingt einen Messebesuch
empfehlen können.
Klasse 7b
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