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Sa, 07:00 Uhr
21.03.2020
Ein Blick in die Statistik

Exporte und Importe nahmen zu

Im 4. Vierteljahr 2019 wurden von Thüringen Waren im Wert von 3,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 2,9 Milliarden Euro importiert. Der Warenwert der Thüringer Exporte erhöhte sich gegenüber dem 4. Vierteljahr 2018 um 4,1 Prozent...

Die Thüringer Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent. Im 4. Vierteljahr 2019 waren die Vereinigten Staaten das bedeutendste Empfängerland der Thüringer Exporte. Das Vereinigte Königreich stand an erster Stelle der bedeutendsten Lieferländer der Thüringer Importe.

Ausfuhren
Im 4. Vierteljahr 2019 wurden Waren im Gesamtwert von 3,8 Milliarden Euro aus Thüringen ausgeführt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich der Warenwert der Thüringer Exporte um 4,1 Prozent. Nach einem Rückgang der Thüringer Exporte im Zeitraum vom 3. Vierteljahr 2018 bis zum 2. Vierteljahr 2019 ist das Volumen der Thüringer Exporte im 3. und 4. Vierteljahr 2019 gegen- über dem jeweiligen Vorjahreszeitraum gestiegen.

In europäische Staaten exportierte Thüringen im 4. Vierteljahr 2019 Waren im Wert von 2,7 Milliarden Euro (+2 Prozent), nach Asien im Wert von 0,6 Milliarden Euro (+1 Prozent), nach Amerika im Wert von 0,5 Milliarden Euro (+22 Prozent). Die Thüringer Exporte in die Eurozone betrugen im gleichen Zeitraum 1,4 Milliarden Euro (+4 Prozent).

Mit einem Warenwert von 315 Millionen Euro (+19 Prozent) lagen die Vereinigten Staaten im 4. Vierteljahr 2019 an der Spitze der bedeutendsten Empfängerländer Thüringer Exporte. Frankreich (247 Millionen Euro) lag in dieser Reihung auf dem 2. Platz, vor dem Vereinigten Königreich (247 Millionen Euro), Ungarn (222 Millionen Euro), der Volksrepublik China (221 Millionen Euro) und Spanien (218 Millionen Euro). In die sechs genannten Länder gingen 39 Prozent aller Thüringer Exporte im 4. Vierteljahr 2019.

Mit einem Anteil von 18,5 Prozent entfiel auf die Warenuntergruppe „Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge“ der mit Abstand größte Warenwert (705 Millionen Euro) der aus Thüringen exportierten Güter. Bedeutende Warenwerte wurden auch aus den Warenuntergruppen „pharmazeutische Erzeugnisse“ (184 Millionen Euro), „Waren aus Kunststoffen“ (169 Millionen Euro), „Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung“ (154 Millionen Euro) und „mess-, steuerungs- und regelungstechnische Erzeugnisse“ (150 Millionen Euro) exportiert. Auf die fünf genannten Warenuntergruppen entfielen 36 Prozent aller Thüringer Exporte im 4. Vierteljahr 2019. Die Warenuntergruppen „Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge“ (+ 26,4 Prozent) und „pharmazeutische Erzeugnisse“ (+43,6 Prozent) verzeichneten im 4. Vierteljahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum spürbare Zuwächse ihres Exportvolumens, die Warenuntergruppen „Waren aus Kunststoffen“ (-21,8 Prozent) und „Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung“ (-9,6 Prozent) dagegen deutliche Rückgänge.

Einfuhren
Im 4. Vierteljahr 2019 wurden Waren im Gesamtwert von 2,9 Milliarden Euro nach Thüringen eingeführt. Gegenüber dem 4. Vierteljahr des Jahres 2018 stieg das Volumen der Thüringer Importe damit um 1,4 Prozent.
Aus den europäischen Staaten importierte Thüringen Waren im Wert von 2,2 Milliarden Euro (-1 Prozent), aus den asiatischen Staaten Waren im Wert von 0,5 Milliarden Euro (+14 Prozent). Die Thüringer Importe aus der Eurozone betrugen im gleichen Zeitraum 1,0 Milliarden Euro (-5 Prozent).

Mit Einfuhren im Wert von 321 Millionen Euro lag im 4. Vierteljahr 2019 das Vereinigte Königreich an der Spitze der bedeutendsten Lieferländer der Thüringer Importe. Auf den nachfolgenden Plätzen lagen die Volksrepublik China (301 Millionen Euro), Polen (244 Millionen Euro), die Niederlande (198 Millionen Euro), Italien (189 Millionen Euro) und die Tschechische Republik (184 Millionen Euro). Aus diesen sechs Ländern stammten 50 Prozent aller Thüringer Importe im 4. Vierteljahr 2019. 9,1 Prozent aller Thüringer Importe im 4. Vierteljahr 2019 entfielen auf „Luftfahrzeuge“ (261 Millionen Euro), 4,9 Prozent auf „Möbel“ (140 Millionen Euro) und 3,9 Prozent auf „Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge“ (113 Millionen Euro).
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