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Mi, 12:10 Uhr
08.07.2020
Staatliches Gymnasium „Marie Curie“ Worbis

Feierliche Zeugnisübergabe in der Lindenhalle

Am vergangenen Samstag fand in der Lindenhalle Niederorschel die feierliche Abiturfeier 2020 des Staatlichen Gymnasiums „Marie Curie“ Worbis statt....

Zeugnisübergabe (Foto: Nadine Boehlitz) Zeugnisübergabe (Foto: Nadine Boehlitz)

Der durch die Schulschließung bedingte Unterrichtsausfall, die Ungewissheit über das tatsächliche Stattfinden der Prüfungen bis hin zu den eigentlichen Prüfungsverfahren und -terminen die letzten Wochen und sogar Monate verlangten den diesjährigen Absolventen allerhand ab und glichen einer Zerreißprobe.

Umso mehr war das Stattfinden der traditionellen Abiturfeier ein wichtiges Signal an die Prüflinge. Sie haben in den letzten Wochen Großartiges geleistet und dies sollte entsprechend gewürdigt werden. Wenngleich die anfänglichen Emotionen eher verhalten waren mitfühlende Umarmungen oder der wertschätzende Händedruck mussten coronabedingt unterbleiben war dennoch eine allgemeine Erleichterung bei den geladenen Gästen zu verspüren.

Zu Beginn begrüßte das Saxophon-Duo unter der Leitung von Wolfgang Busse das Publikum. Anschließend machte Herr Schüler in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass 2020 ein Jahr mit absolutem Erinnerungspotenzial sei. Nun lägen 12 bei manchen auch 13 Jahre Schule hinter den Abiturienten. Jahre, in denen die Schüler durch Lehrer und Eltern gleichermaßen gefördert und gefordert wurden.

Zahlreiche Höhen und Tiefen seien überwunden wurden und nun, so kurz vor dem Schluss hat die Coronakrise alle unverschuldet völlig aus der Bahn geworfen. Umso wichtiger sei es, nun positiv in die Zukunft zu blicken, denn auch wenn der Höhepunkt der Krise in Deutschland im Moment überwunden scheint, so gibt es noch zahlreiche andere globale Herausforderungen, die das Leben auch zukünftig einschränken könnten.

Umso wichtiger sei es daher, sich dem abwärts gerichteten Strudel nicht hinzugeben, sondern vielmehr im Kopf zu behalte, „die Zukunft erkennt man nicht, man schafft sie.“ (Stanislaw Brzozowski) Abschließend konstatierte Herr Schüler, dass alle 82 Zwölftklässler die Allgemeine Hochschulreife erzielt hätten, davon sogar ein Drittel mit einer Eins vor dem Komma!

Nach einem weiteren musikalischen Beitrag wurden die Zeugnisse übergeben und Auszeichnungen durch die Stammkurslehrer vorgenommen. Besonders zu würdigen waren dabei zum Beispiel Torben Rautenberg, Tabea Rabe und Laetizia Steinmetz, welche ihr Abitur mit einem Durchschnitt von 1,1 erzielt haben.

Im Anschluss ergriffen die Absolventen, vertreten durch Johanna Fischer und Shakira Schneider, das Wort. Sie machten deutlichen, dass gerade die letzten Wochen kein Spaziergang waren und die diesjährigen Abiturienten auf zahlreiche Dinge, wie die Mottowoche, den Abistreich oder aber den eigentlichen Abiball verzichten mussten. Und dies sei bitter, da diese ja die Highlights schlechthin für jeden Oberstufenschüler einmal abgesehen von dem erfolgreichen Absolvieren der Prüfungen seien.
Dennoch würden sie auch ein stückweit optimistische in die Zukunft blicken und freuten sich auf die neuen Herausforderungen. „Egal, wo es jeden einzelnen von euch hinzieht. Ob in ferne Länder, große Städte oder doch lieber the good old Eichsfeld area in the green heart of germany. Ihr geht euren Weg“, so die beiden Absolventinnen am Ende.

Traditioneller Weise übernahm Herr Dr. Bertram, der Vorsitzende des Schulfördervereins, das Schlusswort. Er betonte, dass das Abitur einem Reisepass gleichzusetzen sei. Es öffne Türen in unzählige, auch unbekannte Länder, sodass eine aufregende Reise bevorstehe. Sollte sich die Reise jedoch als eine Einbahnstraße oder sogar als Horrortrip erweisen, so sollen die Abiturienten in Gedanken an den heutigen Tag zurückkommen, an dem ihnen die ganze Welt offen stand. „Schlagen Sie ihren Reisepass auf und heben Sie erneut ab.“ Am Ende warb Herr Dr. Bertram für die Mitgliedschaft im Schulförderverein, die monatlich einen Euro kosten würde.

„Wer jetzt eintritt“, so Dr. Bertram schmunzelnd, „kann sogar von der Mehrwertsteuersenkung profitieren, sodass der Beitrag nur 12 Euro im Jahr kostet.“ Die heitere Stimmung aufgreifend schloss das Saxophon-Duo die Veranstaltung mit dem Titel „Happy“ von Pharell Williams und siehe da wippende Füße und sich bewegende Köpfe verrieten es die anfangs verhaltene und eher wehmütige Stimmung schien einer fast euphorisch wirkenden gewichen!
Nadine Böhlitz
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